Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer
Geschäfts-Nr.: SB150271-O/U/jv
Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. M. Langmeier, Präsident, lic. iur. S. Volken und lic. iur. Ch. Prinz sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Hürli mann Wi nterhalter Beschluss vom 23. Juli 2015
i n Sachen
Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. F. Stadelmann,
Anklägerin und I. Berufungsklägerin
gegen
A._____,
Beschuldigter und II. Berufungskläger
vertreten durch Beiständin B., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X.,
betreffend versuchte schwere Körperverletzung etc. und Widerruf Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich , 7. Abteilung, vom 24. März 2015 (DG140322)
Nach Ei nsi cht i n di e Berufungsanmeldungen der Staatsanwaltschaft vom 27. März 2015 (Urk. 56) sowie des Beschuldigten vom 31. März 2015 (Urk. 57),
da das begründete Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung, vom 24. März 2015 (Urk. 64 = Urk. 67) der Staatsanwaltschaft sowie der Verteidigung des Beschuldigten jeweils am 10. Juni 2015 zugestellt wurde (Urk. 66/1-2),
da weder die Staatsanwaltschaft noch der Beschuldigte innerhalb der in Art. 399 Abs. 3 StPO festgelegten gesetzlichen Frist von 20 Tagen ab Zustellung des begründeten Urteils – mi thi n bi s zum 30. Juni 2015 – ei ne schriftliche Beru- fungserklärung ei nrei chten,
da auf die Berufung ohne weiteren Schri ftenwechsel ni cht ei nzutreten i st, wenn es an der Berufungserklärung fehlt (Urteil des Bundesgerichts 6B_458/2013 vom 4. November 2013 E. 1.4.2.),
da die Verteidigung im Berufungsverfahren Aufwendungen in der Höhe von Fr. 1'971.85 (inkl. Auslagen und MwSt.) geltend macht (Urk. 71),
da die unentgeltliche Vertretung der Privatklägerin i m Berufungsverfahren keine Aufwendungen geltend macht (Urk. 70),
da ausgangsgemäss dem Beschuldigten die Kosten des Berufungsverfah- rens zur Hälfte aufzuerlegen und zur Hälfte auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 428 Abs. 1 StPO) und die Kosten der amtlichen Verteidigung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen sind, wobei die Rückzahlungspflicht des Beschul- digten für die Hälfte der Kosten vorbehalten bleibt (Art. 135 Abs. 4 StPO),
unter Hi nwei s auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO,
wird beschlossen: 1. Auf di e Berufungen der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 27. März 2015 sowie des Beschuldigten vom 31. März 2015 wi rd ni cht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: Fr. 600.-- ; die weiteren Kosten betragen: Fr. 1'971.85 amtliche Verteidigung
Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.
Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer
Züri ch, 23. Juli 2015
Der Präsident:
lic. iur. M. Langmeier
Die Gerichtsschreiberin:
li c. i ur. S. Hürli mann Wi nterhalter