Appeal withdrawn; first-instance judgment becomes final

SB150024Obergericht03.02.2015Dismissed

Zusammenfassung

The Zurich High Court’s Second Criminal Chamber noted that the prosecution had appealed a district court judgment for aiding an offense but later withdrew the appeal. It therefore discontinued the appellate proceedings, declared the first-instance judgment final, charged no second-instance court fee, placed the appellate costs on the court treasury, and awarded no compensation because no compensable effort was apparent.

Regest

Art. 428 Abs. 1 StPO; withdrawal of an appeal and costs consequences. If the appellant withdraws the appeal, the appellate proceedings are to be struck from the roll and the first-instance judgment becomes final. The withdrawing party is deemed unsuccessful for purposes of costs. Where the prosecution withdraws, the costs are borne by the canton conducting the proceedings. Compensation is only awarded if recognizable outlays or effort are shown; absent such circumstances, no indemnity is due (consid. 1-4).

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich II. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: SB150024-O/U/cw-ad

Mitwirkend: die Oberrichter D r. Bussmann, Präsident, und lic. iur. Stiefel, der Er- satzoberrichter lic. iur. Ernst sowie die Gerichtsschreiberin lic. i ur. Schwarzenbach-Oswa ld Beschluss vom 3. Februar 2015

i n Sachen

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, Anklägerin und Berufungsklägerin

gegen

A._____, Beschuldigter und Berufungsbeklagter

betreffend Begünstigung

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur, Einzelgericht Strafsachen, vom 28. August 2014 (GG140023)

Erwägungen: Am 9. September 2014 meldete die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland ge- gen das Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur, Einzelgericht Strafsachen, vom 28. August 2014 Berufung an (Urk. 36). Mit Eingabe vom 22. Januar 2015, eingegangen bei der hiesigen Strafkammer am 26. Januar 2015, hat die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland die Berufung zurückgezogen (Urk. 43). Das Verfahren ist demgemäss als erledigt abzuschrei- ben. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). Unterliegt die Staatsanwalt- schaft, trägt der verfahrensführende Kanton die Kosten (Schmid, StPO Praxis- kommentar, 2. Aufl., Art. 428 N 3). Mangels erkennbarer Umtriebe sind keine Ent- schädi gungen zuzuspreche n. Es wird beschlossen: 1. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Berufung erledigt abgeschrieben. Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichtes Wi nterthur, Ei nzelgeri cht Strafsachen, vom 28. August 2014 rechtskräftig. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz. 3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse genom- men. 4. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.

  1. Schri ftli che Mi ttei lung an − die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland − den Beschuldigten sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfäl- liger Rechtsmittel an − die Vori nstanz (unter Rücksendung der Akten). 6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtli che Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge- richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen ri chten si ch nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich II. Strafkammer

Züri ch, 3. Februar 2015

Der Präsident:

Oberrichter D r. Bussmann

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. Schwarzenbach-Oswald

Schlagwörter

appeal withdrawalcostscompensationcriminal appealfinalityprosecution