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SB120281 ΓÇó No entry on criminal appeal for missing appeal statement
SB120281Obergericht04.07.2012Inadmissible
The Zurich Cantonal Court of Appeal, Criminal Chamber, held that the accused's appeal could not be heard because he failed to file an appeal statement within 20 days after service of the reasoned first-instance judgment. The court therefore entered no appeal, set the second-instance fee at CHF 600, and charged the appeal costs to the accused. The private complainant and the public prosecutor were notified, and the decision was made by written ruling on 4 July 2012.
Art. 399 Abs. 3 StPO; Art. 403 Abs. 1 and 3 StPO: The timely filing of the appeal statement is a validity requirement for entering into a criminal appeal. If the appellant does not submit an appeal statement within the statutory 20-day period after service of the reasoned judgment, the appellate court must leave the appeal unentered. In such a case, it may dispense with inviting observations under Art. 403 Abs. 2 StPO. The consequence of non-entry is the allocation of the appellate costs to the appellant, absent special circumstances.
Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer
Geschäfts-Nr.: SB120281-O/U/jv
Mitwirkend: Die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. S. Volken und Ersatzoberrichterin lic. iur. R. Affolter sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Baumgartner Beschluss vom 4. Juli 2012
in Sachen
A._____, Beschuldigter und Berufungskläger
verteidigt durch Fürsprecher lic. iur. X._____ substituiert durch Substitut Rechtsanwalt MLaw X1._____
gegen
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, Anklägerin und Berufungsbeklagte
betreffend versuchte Nötigung Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 18. April 2012 (GB120021)
Nach Einsicht in die Berufungsanmeldung des Beschuldigten vom 25. April 2012 (Urk. 31), da das begründete Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung, vom 18. April 2012 dem Verteidiger des Beschuldigten am 25. Mai 2012 zugestellt wurde (Urk. 34/2), da die in Art. 399 Abs. 3 StPO festgelegte gesetzliche Frist von 20 Tagen ab Zustellung des begründeten Urteils zur Einreichung der Berufungserklärung für den Beschuldigten somit am 14. Juni 2012 zu Ende gegangen ist, da der Beschuldigte innert der genannten Frist keine Berufungserklärung einreichte bzw. einreichen liess, da die fristgemässe Einreichung der Berufungserklärung eine Gültigkeits- vo raussetzung für das Eintreten auf die Berufung darstellt, da praxisgemäss bei Nichteinreichen einer Berufungserklärung auf die Ein- holung von Stellungnahmen im Sinne von Art. 403 Abs. 2 StPO verzichtet wird (ZR 110/2011 Nr. 69), unter Hinweis auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO
wird beschlossen: 1. Auf die Berufung des Beschuldigten vom 25. April 2012 gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung, vom 18. April 2012 wird nicht eingetre- ten. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.--. 3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer
Zürich, 4. Juli 2012
Der Präsident:
lic. iur. P. Marti
Die Gerichtsschreiberin:
lic. iur. C. Baumgartner