Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: RV180011-O/U
Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichterin Dr. S. Janssen sowie Gerichts- schreiberin lic. iur. K. Montani Schmidt Beschluss vom 5. September 2018
in Sachen
A._____, Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin
gegen
B._____, Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin
vertreten durch C._____ AG vertreten durch Rechtsanwältin X._____
betreffend Vollstreckbarerklärung
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 10. Juli 2018 (EZ180002-G)
Erwägungen: 1.1 Mit Fax-Eingabe vom 30. Mai 2018 ersuchte die Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin (fortan Gesuchstellerin) um Vollstreckbarerklärung des Zah- lungsbefehls in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Meilen-Herrliberg- Erlenbach vom 21. Oktober 2016 (Urk. 4/1). Nach entsprechendem Hinweis der Vorinstanz ging das Begehren mit Schreiben vom 2. Juli 2018 in Papierform ein (Urk. 4/5). In der Folge setzte die Vorinstanz der Gesuchstellerin resp. ihrer Ver- treterin mit Verfügung vom 10. Juli 2018 eine Nachfrist von 20 Tagen an, um eine gehörige Vollmacht einzureichen und das Gesuch vom 2. Juli 2018 mit einer rechtsgültigen Unterschrift zu versehen. Sodann verpflichtete sie die Vertreterin der Gesuchstellerin und die Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin (fortan Gesuchsgegnerin), innert einer Frist von 20 Tagen ein Zustellungsdomizil in der Schweiz zu bezeichnen. Schliesslich wurde die Gesuchstellerin zur Leistung ei- nes Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 1'000.– innert einer Frist von 10 Tagen verpflichtet (Urk. 2 S. 4 f. = Urk. 4/8 S. 4 f.). Diese Verfügung wurde den Parteien je auf dem Rechtshilfeweg zugestellt (Urk. 2 S. 6; Urk. 4/9/1-2; Urk. 4/10/1; Urk. 6). 1.2 Mit Schreiben vom 13. August 2018 (Datum Eingang Schweizerische Post: 21. August 2018, Umschlag von Urk. 1) reichte die Gesuchsgegnerin gegen die vorgenannte Verfügung bei der Vorinstanz Beschwerde ein (Urk. 1). Diese wurde von der Vorinstanz mit Schreiben vom 22. August 2018 an die angerufene Kammer weitergeleitet (Urk. 3). 2. Eingaben sind dem Gericht in Papierform oder elektronisch einzu- reichen. Sie sind zu unterzeichnen (Art. 130 Abs. 1 ZPO). Mängel wie fehlende Unterschrift sind innert einer gerichtlichen Nachfrist zu verbessern. Andernfalls gilt die Eingabe als nicht erfolgt (Art. 132 Abs. 1 ZPO). Der Eingabe der Gesuchs- gegnerin fehlt die eigenhändige Unterschrift (Urk. 1). Damit wäre der Gesuchs- gegnerin grundsätzlich Frist zur Verbesserung der Eingabe anzusetzen. Aus pro- zessökonomischen Gründen und mit Blick auf das nachfolgend Ausgeführte kann jedoch davon abgesehen werden.
4.2 Mangels erheblicher Umtriebe ist der Gesuchstellerin für das Be- schwerdeverfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen. 5. Wie ausgeführt, wurde beiden Parteien von der Vorinstanz eine Frist von 20 Tagen angesetzt, um dem Gericht gegenüber ein Zustellungsdomizil in der Schweiz zu bezeichnen. Die Frist für die Gesuchsgegnerin lief am 24. August 2018 aus. Bis zum Erlass des vorliegenden Entscheides bezeichnete sie weder gegenüber der Vorinstanz noch gegenüber der angerufenen Kammer ein Zustel- lungsdomizil (Urk. 7). Entsprechend ist ihr der vorliegende Entscheid andro- hungsgemäss durch Publikation im Amtsblatt des Kantons Zürich zu eröffnen (Urk. 2 S. 4). Der Gesuchstellerin wurde die Verfügung vom 10. Juli 2018 am 10. August 2018 zugestellt (Urk. 10/2). Dementsprechend lief die 20-tägige Frist am 30. August 2018 ab. Auch sie hat keinen Zustellungsempfänger in der Schweiz bezeichnet, weshalb ihr der vorliegende Beschluss androhungsgemäss persönlich zuzustellen ist (Urk. 2 S. 4; Urk. 7). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin persönlich un- ter Beilage einer Kopie der Urk. 1, an die Gesuchsgegnerin durch Publikati- on im Amtsblatt des Kantons Zürich sowie an die Vorinstanz gegen Emp- fangsschein. 5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder
Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 81'312.50. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.
Zürich, 5. September 2018
Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin:
lic. iur. K. Montani Schmidt
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