Appeal inadmissible for lack of standing

RT170140Obergericht03.08.2017Inadmissible

Zusammenfassung

The Zurich High Court dismissed the debtor’s appeal in summary debt-enforcement proceedings as inadmissible. It held that the appellant was not aggrieved by the first-instance order, which had merely refused to enter into the creditor’s lifting request and imposed no obligation on her. Because the appeal was manifestly inadmissible, the court did not obtain a response from the creditor. It also waived court costs and denied party compensation to the creditor.

Regest

Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO, Art. 60 ZPO, Art. 322 Abs. 1 ZPO; appeal admissibility and grievance requirement in summary proceedings. The appellate court examines procedural prerequisites ex officio. Standing to appeal requires that the appellant be legally affected by the challenged decision; a party who is neither burdened nor otherwise adversely affected lacks grievance and the remedy is inadmissible. If inadmissibility is manifest, the court may dispense with inviting a response. Under Art. 95 Abs. 3 ZPO, costs and party compensation may be waived where the circumstances so justify and no relevant compensable effort is shown.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT170140-O/U

Mitwirkend: Oberrichter Dr. H.A. Müller, Vorsitzender, Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Ersatzoberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiberin lic. i ur. K. Montani Schmi dt Beschluss vom 3. August 2017

i n Sachen

A._____, Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin

gegen

B._____ AG, Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 6. Juli 2017 (EB170326-I)

Nach Ei nsi cht i n di e Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfah- ren am Bezirksgericht Uster vom 6. Juli 2017, mit welcher auf das von der Be- schwerdegegnerin in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Uster (Zah- lungsbefehl vom 12. Mai 2017) eingereichte Rechtsöffnungsbegehren nicht einge- treten worden ist (Urk. 7 S. 3), sowie nach Einsicht in die innert Frist eingereichte Beschwerdeschrift der Beschwerdeführerin vom 21. Juli 2017, mit welcher diese sinngemäss die Abwei- sung des Rechtsöffnungsbegehrens beantragt (Urk. 6), in der Erwägung, dass das Gericht von Amtes wegen prüft, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 60 ZPO), wozu unter anderem die Frage gehört, ob die Partei, welche ein Rechtsmittel einlegt, durch den angefochtenen Entscheid beschwert ist (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO), dass mit der vorinstanzlichen Verfügung vom 6. Juli 2017 die Beschwerde- führeri n zu ni chts verpfli chtet worden ist, weshalb sie durch den angefochtenen Entscheid in keiner Weise einen Nachteil erleidet und einen solchen im Übrigen auch nicht darlegt, dass sich damit die vorliegende Beschwerde als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb auf das Einholen einer Beschwerdeantwort der Gegenpartei ver- zichtet werden kann (Art. 322 Abs. 1 ZPO) und auf die Beschwerde nicht einzutre- ten ist, dass umständehalber auf das Erheben von Kosten zu verzichten und der Beschwerdegegnerin mangels relevanter Umtriebe im Beschwerdeverfahren kei- ne Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO), wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

  1. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Schri ftli che Mi ttei lung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage einer Kopie von Urk. 6, sowie an die Vorinstanz, je gegen Emp- fangsschei n. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 33'618.55. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 3. August 2017

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. K. Montani Schmidt

versandt am: bz

Schlagwörter

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