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RT170024 ΓÇó Appeal dismissed as abusive in debt enforcement legal opening
RT170024Obergericht16.03.2017Dismissed
The Zurich Higher Court dealt with an appeal in a debt-enforcement legal-opening case. The first instance had granted definitive legal opening in favor of the City of Zurich for CHF 481 plus ancillary amounts. The appellant filed an insulting and threatening appeal brief. The court held that the submission was manifestly abusive under Article 132(3) ZPO and returned it without further steps. The appeal proceedings were struck off. Court costs of CHF 150 were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded.
Art. 132 Abs. 2–3 ZPO; Rechtsmissbräuchliche Rechtsschrift und Kostenfolgen im Rechtsmittelverfahren. Enthält eine Eingabe ungebührliche, beleidigende oder drohende Ausführungen und wird sie erkennbar einzig zur Erzwingung einer Nachfrist oder sonstiger prozessualer Vorteile eingereicht, so ist sie als rechtsmissbräuchlich unbeachtlich und ohne Weiterungen zurückzuweisen; das Verfahren ist als erledigt abzuschreiben. Auch bei solcher Nichtbehandlung fallen Gerichtskosten an; diese sind nach dem Streitwert festzusetzen und der fehlbaren Partei aufzuerlegen. Parteientschädigungen sind im Beschwerdeverfahren nicht geschuldet, wenn das Rechtsmittel nicht materiell behandelt wird (vgl. Art. 106, 108 ZPO; Art. 48, 61 GebV SchKG).
Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: RT170024-O/U.doc
Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. M. Schaffitz und Oberrichter lic. i ur. M. Spahn sowie Gerichtsschreiberin lic. i ur. P. Kunz Bucheli Beschluss vom 16. März 2017
i n Sachen
A._____, Beklagter und Beschwerdeführer
gegen
Stadt Zürich, Klägerin und Beschwerdegegnerin
vertreten durch Stadtrichteramt Zürich
betreffend Rechtsöffnung
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah- ren am Bezirksgericht Horgen vom 7. November 2016 (EB160250-F)
Erwägungen: 1. Mit Urteil vom 7. November 2016 erteilte der Vorderrichter der Klägerin und Beschwerdegegnerin (fortan Klägerin) in der Betreibung Nr. ... des Betrei- bungsamtes Thalwil-Rüschlikon-Kilchberg, Zahlungsbefehl vom 1. Juli 2016, defi- nitive Rechtsöffnung für Fr. 481.– nebst Zi ns zu 5 % seit 17. Mai 2016, für Fr. 10.– Mahngebühr und Fr. 72.60 Betreibungs- und Zustellkosten sowie für Kosten und Entschädigung des Urteils (Urk. 16). Dieses Urteil erging zunächst in unbegründe- ter Fassung (Urk. 6) und wurde hernach - auf Begehren der Ehefrau des Beklag- ten und Beschwerdeführers (fortan Beklagter), welche als seine Vertreterin auftrat (Urk. 9 und Urk.12) - begründet (Urk. 13 = Urk. 16). 2. Gegen dieses Urteil erhob der Beklagte mit Eingabe vom 3. Februar 2017 innert Frist (Urk. 14/2) Beschwerde (Urk. 15). 3. Die erstinstanzlichen Akten EB160250-F wurden beigezogen. Da sich die Eingabe vom 3. Februar 2017 sogleich als unbeachtli ch erweist, kann auf pro- zessuale Weiterungen verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 4. Der Beklagte äussert sich in seiner Beschwerdeschrift abschätzig und beleidigend über den Vorderrichter, indem er ihn einen "völlig verblödeten Einzell- richter" nennt. Überdies bezeichnet er Richter generell als "Arschlöcher" und "Riesenarschloch" (Urk. 15). Bereits diese Äusserungen sind ohne Zweifel ungebührlich im Sinne von Art. 132 Abs. 2 ZPO. Darüber hinaus macht der Beklagte am Schluss seiner Rechtsmittelschrift folgende Bemerkung (Urk. 15): "Wer diese Eingabe wegen Ungebührlichkeit ohne Nachfrist zur Behebung des Mangels einfach aus dem Recht weist, ist ein Riesenarschloch. Ich werde euch den Tarif durchge- ben". Damit macht der äusserst prozesserfahrene Beklagte klar, dass er sich über die Ungebührlichkeit seiner Eingabe völlig im Klaren ist. Wer aber im Wissen um die Ungebührlichkeit und einzig zur Erzwingung einer Nachfristansetzung sowie
unter Äusserung ei ner D rohung ei ne Rechtsschri ft ei nrei cht, handelt rechtsmi ss- bräuchli ch und verdi ent kei nen Rechtsschutz. Die Beschwerdeschrift vom 3. Feb- ruar 2017 ist dem Beklagten daher in Anwendung von Art. 132 Abs. 3 ZPO ohne Weiterungen zurückzuschicken. Das Beschwerdeverfahren ist dementsprechend abzuschreiben. 5. Auch bei einem Vorgehen gemäss Art. 132 Abs. 3 ZPO entstehen Ge- richtskosten. Die Gerichtsgebühr ist unter Berücksichtigung des Streitwerts von Fr. 491.– auf Fr. 150.– festzusetzen (Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG). Die Gerichtskosten sind dem Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 und Art. 108 ZPO). Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zu- zusprechen (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 und Art. 108 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Die Beschwerdeschrift vom 3. Februar 2017 gegen die Verfügung des Ei n- zelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 7. November 2017 wird dem Beklagten als rechtsmissbräuchliche Eingabe zurückgeschickt. 2. Das Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben. 3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt. 4. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beklagten auf- erlegt. 5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beklagten unter Beilage der Beschwerdeschrift Urk. 15, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangs- schei n. Die ersti nstanzli che n Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück.
Züri ch, 16. März 2017
Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer
Die Gerichtsschreiberin:
li c. i ur. P. Kunz Bucheli
versandt am: jo