Appeal withdrawn in debt-enforcement case; costs allocated to appellant

RT160015Obergericht14.03.2016Withdrawn

Zusammenfassung

The Zurich High Court recorded that, after the appellant entered into a settlement and unconditionally withdrew her appeal against the Meilen District Court's summary judgment in debt enforcement matters, the appellate proceedings were discontinued. The court fixed the second-instance fee at CHF 500 and imposed it on the appellant. Because the respondent waived compensation, no party costs were awarded. The court also stated that the decision is final for federal appeal purposes as an end decision, though it noted the general routes and deadlines before the Federal Supreme Court.

Regest

Art. 241 Abs. 3 ZPO; withdrawal of an appeal in pending appellate proceedings entails discontinuance of the proceedings without a merits decision. Costs are allocated according to the outcome under Art. 106 Abs. 1 ZPO; where the respondent waives compensation, no party indemnity is awarded. A settlement containing an unconditional withdrawal and cost arrangement is to be treated as a procedural withdrawal, not as a merits adjudication.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT160015-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. M. Schaffitz und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschrei- ber lic. i ur. F. Rieke Beschluss vom 14. März 2016

i n Sachen

A., Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X.

gegen

B., Gesuchsgegner und Beschwerdegegner vertreten durch Dr. iur. Y. und / oder Rechtsanwalt Dr. iur. Z._____,

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah- ren am Bezirksgericht Meilen vom 15. Januar 2016 (EB150257-G)

Erwägungen: 1. a) Mit Eingabe vom 3. März 2016, beim Obergericht eingegangen am 4. März 2016, hat die Gesuchstellerin eine Vereinbarung eingereicht, deren Ziffer 2 wie folgt lautet (Urk. 29 = Urk. 31, S. 1 f.): "2. Schuldanerkennung und Prozesserledigung im Verfahren RT160015 Hinsichtlich des pendenten Rechtsöffnungsverfahren RT160015 anerkennt A._____ B._____ CHF 60'000 zu schulden sowie das Rechtsmittel vorbe- haltlos zurückzuziehen, im Einzelnen: [...] A._____ zieht hiermit ihre Beschwerde vom 28. Januar 2016 gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 15. Januar 2016 (EB150257-G) vorbehaltlos zurück, unter Tra- gung der Kosten für das obergerichtliche Verfahren mit der Prozessnummer RT160015. B._____ erklärt, auf eine Prozessentschädigung im obergerichtlichen Be- schwerdeverfahren zu verzichten." b) Das Beschwerdeverfahren ist dementsprechend zufolge Rückzug ab- zuschreiben (Art. 241 Abs. 3 ZPO). 2. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens der Gesuchstellerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Gemäss seinem Verzicht ist dem Gesuchsgegner für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zuzuspreche n. Es wird beschlossen: 1. Das Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden der Gesuchstelle- rin auferlegt.

  1. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsgegner unter Beilage eines Doppels von Urk. 21, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangs- schein. Die vori nstanzli chen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmi t- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht i st i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö- gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 338'791.35. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. Die Anfechtung einer Parteierklärung (Vergleich, Anerkennung oder Rückzug des Be- gehrens) hat nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht, sondern mit Revision beim Obergericht zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO).

Züri ch, 14. März 2016

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. F. Rieke

versandt am: se

Schlagwörter

appeal withdrawalsettlementcost allocationparty compensationsummary proceedingsdebt enforcement