Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: RT140192-O/U.doc
Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunzi ker Schni der, Vorsitzende, Oberrichter lic. i ur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichts- schreiberin lic. i ur. K. Montani Schmi dt Urteil vom 11. März 2015
i n Sachen
Stockwerkeigentümergemeinschaft A., vertreten durch die Verwaltung: B., C._____ und D._____,
Gesuchsgegneri n und Beschwerdeführerin
gegen
Stockwerkeigentümergemeinschaft E., vertreten durch F. Immoblien AG Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,
betreffend Rechtsöffnung
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah- ren am Bezirksgericht Winterthur vom 8. Dezember 2014 (EB140443-K)
Erwägungen: 1. Dem vorliegenden Verfahren ging ein Forderungsprozess vor dem Ein- zelgericht im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Winterthur voraus (FV120053-K). Gegenstand des Verfahrens bildete eine Forderung in der Höhe von Fr. 17'706.10. Diese Forderung gegen die damalige Beklagte, heutige Ge- suchstellerin und Beschwerdegegnerin (fortan Gesuchstellerin) begründete die damalige Klägerin, heutige Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin (fortan Ge- suchsgegneri n) damit, dass sie seit dem 1. Januar 2004 die Verwaltung der Tief- garagen- und der Aussenparkplätze wie zuvor die G._____ Holding AG führe, weshalb i hr sämtli che Ei nnahmen zustünden. Bei Kosten von Fr. 50.– pro Aus- senparkplatz ergebe dies bei fünf durch di e Gesuchstelleri n genutzten Aussen- parkplätzen für die Jahre 2004 bis 2011 einen Betrag von Fr. 24'000.–. Davon sei der von der Gesuchstellerin bereits geleistete Betrag von Fr. 6'293.90 i n Abzug zu bringen. Entsprechend schulde ihr die Gesuchstellerin den Betrag von Fr. 17'706.10. Dabei stützte sich die Gesuchsgegnerin auf Grunddienstbarkeiten, nämlich das Servitutenprotokoll Nr. ..., wonach es den jeweiligen Eigentümern von sechs umliegenden Grundstücken der gleichen Gesamtüberbauung gestattet sei, eine bestimmte Anzahl von Einstellplätzen (insgesamt 52) in der zum Grund- stück Kat. Nr. 1 (Grundstück der Gesuchsgegnerin) gehörenden unteri rdi schen Einstellhalle zu benutzen, wobei der Gesuchstellerin 8 Einstellplätze zustünden. Des Weiteren stützte sich die Gesuchsgegnerin auf das Servitutenprotokoll Nr. ..., wonach es den jeweiligen Eigentümern von vier umliegenden Grundstücken (da- runter dasjenige der Gesuchstellerin) gestattet sei, je fünf Abstellplätze auf dem oberirdischen Parkplatz zu nutzen. Hinsichtlich der Verwaltung der Aussenpark- plätze kam das Einzelgericht zum Schluss, dass diesbezüglich zwischen den Par- teien keine Einigung zustande gekommen sei, wonach diese durch die Gesuchs- gegnerin zu erfolgen habe (Urk. 4/3 S. 3 ff.). Entsprechend wurde die Forderung der Gesuchsgegnerin für die Verwaltung der Aussenplätze mit Urteil vom 7. Feb- ruar 2014 abgewiesen und die Gesuchsgegnerin verpflichtet, der Gesuchstellerin eine Parteientschädigung von Fr. 4'801.– (inkl. MwSt.) zu bezahlen (Urk. 4/3 S. 9
Dispositivziffer 4). Dieses Urteil hat die Gesuchsgegnerin eigenen Angaben zufol- ge nicht angefochten (Urk. 4/5, E-Mail vom 11. April 2014). 2.1 Mit Urteil vom 8. Dezember 2014 erteilte die Vorinstanz der Gesuch- stellerin in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Winterthur-Stadt (Zah- lungsbefehl vom 20. Mai 2014) gestützt auf das Urteil des Einzelgerichts im ver- einfachten Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 7. Februar 2014 für die darin zugesprochene Parteientschädigung defi ni ti ve Rechtsöffnung für Fr. 4'801.– nebst 5 % Zins seit 8. Mai 2014 und für die Betreibungskosten sowie für Kosten und Entschädigung gemäss jenem Entscheid (Urk. 13 S. 9 f.). 2.2 Mit Schreiben vom 15. Dezember 2014 (Datum Poststempel 16. De- zember 2014, eingegangen am 18. Dezember 2014) erhob die Gesuchsgegnerin innert Frist Beschwerde mit folgenden sinngemässen Anträgen (Urk. 12 S. S. 2): 1. Antrag auf Ablehnung des vorinstanzlichen Urteils vom 8. Dezember 2014 (EB140443-K/U/br) und Löschung der Betreibung mangels Schulden bei der Gegen- partei. 2. Allfällige Kosten zu Lasten der Gegenpartei. 3.1 Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen- sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Die Beschwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Mängeln (unri chti ge Rechtsanwendung, offensi chtli ch unri chti ge Feststel- lung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. Was nicht beanstandet wird, braucht grundsätzlich nicht geprüft zu werden. Wer- den keine, unzulässige oder ungenügende Rügen erhoben, stellt dies einen nicht behebbaren Mangel dar (vgl. Art. 132 ZPO), d.h. ist ni cht ei ne Nachfri st zur er- gänzenden Begründung anzusetzen, sondern ist die Beschwerde abzuweisen bzw. ist darauf nicht einzutreten. Sodann sind neue Anträge, neue Tatsachenbe- hauptungen und neue Beweismittel im Beschwerdeverfahren grundsätzlich aus- geschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). 3.2 Die erstmals im Beschwerdeverfahren eingereichten Unterlagen (Urk. 15/2 [Änderung des Beschriebs einer Stockwerkeinheit], Urk. 15/3 [Plan],
Urk. 15/4 [Zusammenstellung Nebenkosten 2013]; Urk. 15/5 [Übersicht betreffend Parkplätze der G._____ Holding AG vom 4. Dezember 2002]; Urk. 15/6 [Voll- macht an die Rechtsanwälte Dr. H._____ und lic. iur. I._____ vom 30. Oktober 2012], Urk. 15/10 [Schreiben der Gesuchsgegnerin vom 22. Mai 2014]) sind neu und damit nach dem Gesagten unzulässi g und unbeachtlich. Die übrigen einge- rei chten Unterlagen im Beschwerdeverfahren entsprechen den von den Parteien bereits i m vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Beilagen. 3.3 Den Antrag auf Löschung der Betreibung stellt die Gesuchsgegnerin erstmals im Beschwerdeverfahren, weshalb dieser neu und damit ebenso unzu- lässi g und unbeachtli ch i st. Entsprechend ist darauf nicht einzutreten. Selbst wenn darauf ei nzutreten gewesen wäre, hätte der Antrag abgewiesen werden müssen, da die Anordnung der Löschung des Betreibungsregistereintrages im Rahmen des Rechtsöffnungsverfahrens nicht möglich ist. Dies ist vom Gesetz nicht vorgesehen. Gegen einen definitiven Rechtsöffnungstitel können ledigli ch die Einreden gegen den Rechtsöffnungstitel selber sowie die vom Gesetz in Art. 81 SchKG genannten Einreden vorgebracht werden. Sodann hebt ein abwei- sender Rechtsöffnungsentscheid die betreffende Betreibung auch nicht auf. Hier- zu stehen lediglich die Möglichkeiten der Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG wie auch die allgemeine Feststellungklage offen. 4.1.1 Vor Vorinstanz hatte die Gesuchsgegnerin einerseits die Vollmacht an die Rechtsanwälte Dr. H._____ und li c. i ur. I._____ beanstandet mit der Begrün- dung, dass die Unterschriften (der Stockwerkeigentümer) fehlten (Urk. 7 mit Ver- weis auf Urk. 8/2). Andererseits monierte sie, dass die F._____ Immobilien AG zur Vollmachtserteilung an die Rechtsanwälte lic. iur. X._____ und li c. i ur. I._____ namens der Gesuchstellerin ni cht befugt gewesen sei, da im Verwaltungsvertrag vom 30. Oktober 2013 die Kompetenzsumme unkenntlich gemacht worden sei und es an ei ner Abstimmung der Stockwerkeigentümer über die Wahl des Be- vollmächtigten zum Abschluss des Verwaltungsvertrages mit der F._____ Immo- bilien AG fehle (Urk. 7 S. 1). Diesbezüglich erwog die Vori nstanz, dass die Voll- macht (Urk. 2) nicht zu beanstanden sei. Die eingereichte Vollmacht sei namens der Gesuchstellerin von zwei Vertretern der F._____ Immobilien AG unterzeichnet
worden. Gemäss Verwaltungsvertrag vom 30. Oktober 2013 zwischen der Ge- suchstelleri n und der F._____ Immobilien AG sei letztere mit der Verwaltung der Liegenschaft beauftragt worden, wozu gemäss Ziffer 2.1.1 auch die Vertretung und/oder Mithilfe bei ordentlichen Gerichtsverfahren gehöre. Dazu habe die Auf- traggeberin der Beauftragten gemäss Ziffer 4 des Vertrages die Vollmacht zur Durchführung aller sich aus dem Vertrag ergebenden Rechtshandlungen gegeben und i hr ei n Substi tuti onsrecht eingeräumt. Damit sei die F._____ Immobilien AG berechtigt gewesen, einen Dritten mit der Vertretung der Gesuchstellerin in Ge- richtsverfahren zu betrauen. Entsprechend sei sie in der Lage gewesen, die ent- sprechende Vollmacht rechtsgültig zu unterzeichnen. Des Weiteren hielt die Vorinstanz fest, dass die Gesuchsgegnerin aus dem Umstand, wonach die Ge- suchstellerin zum Nachweis der Wahl des Bevollmächtigten, welcher den Verwal- tungsvertrag vom 30. Oktober 2013 unterzeichnet habe, nichts eingereicht habe, nichts für sich ableiten könne. Es würden keine Anhaltspunkte dafür existieren, dass die Stockwerkeigentümer mit der Wahl des den Verwaltungsvertrag unter- zeichnenden Bevollmächtigten nicht einverstanden gewesen wären bzw. etwas gegen die Beauftragung der F._____ Immobilien AG mit der Verwaltung der Lie- genschaft einzuwenden gehabt hätten. Schliesslich habe sich die Gesuchsgegne- rin in ihrem Forderungsprozess gegen die Gesuchstellerin selber mehrfach darauf berufen, dass die F._____ Immobilien AG namens der Gesuchstellerin Zusiche- rungen gemacht habe. Entsprechend scheine die Gesuchsgegnerin selber davon auszugehen, dass die F._____ Immobilien AG gültig mit der Verwaltung der Lie- genschaft beauftragt worden sei bzw. die Unterzeichnung des Verwaltungsvertra- ges durch den Bevollmächtigten rechtens gewesen sei. Damit sei der Einwand der Gesuchsgegnerin, wonach der Bevollmächtigte, welcher den Verwaltungsver- trag mit der F._____ Immobilien AG unterzeichnet habe, nicht ordnungsgemäss gewählt worden sei, widersprüchlich (Urk. 13 S. 4 f. mit Verweis auf Urk. 4/3 S. 4 f.). 4.1.2 Erneut beanstandet die Gesuchsgegnerin die seitens der Gesuchstel- lerin eingereichte Vollmacht und macht insbesondere geltend, es fehle die Unter- schri ft von Herrn J._____. Sodann fehle der Beschluss, wer als Bevollmächtigter der Gesuchstellerin gewählt worden sei, um einen neuen Verwaltungsvertrag am
ein Stockwerk gemeinschaftlich – sei es als Miteigentümer oder Gesamteigentü- mer – zusteht, nur eine Stimme, die sie durch einen (allenfalls auch bloss still- schweigend bevollmächtigten) Vertreter abgeben. Dabei si nd für die interne Wil- lensbildung die Vorschriften des entsprechenden Gemei nschaftsverhältnisses massgebend (BSK ZGB-II -R. Bösch, 4. Auflage, Basel 2011, Art. 712o N 2; ZK- Wermelinger, N 14 zu Art. 7120 ZGB), wobei die Zustimmung des Ehepartners bei verheirateten Paaren nach Massgabe von Art. 166 Abs. 2 Ziffer 1 ZGB formlos und dami t auch mündli ch erfolgen kann (BSK ZGB-I-Isenring/Kessler, 5. Auflage, Basel 2014, Art. 166 N 18). Somit aber ist – selbst wenn die Unterschriften der ak- tuellen Vollmacht zuzuordnen wären bzw. die Bestellung des zum Abschluss des Verwaltungsvertrages mit der F._____ Immobilien AG Bevollmächtigten betreffen würden – an der Vollmachtserteilung nichts zu beanstanden. Im Übrigen kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 13 S. 3 ff. Erw. II./1.3). 4.2.1 Vor Vorinstanz brachte die Gesuchsgegnerin in materieller Hinsicht vor, die Forderung sei durch Verrechnung getilgt worden. Die Forderung sei mit Schreiben vom 24. Februar 2014 gestellt und die Verrechnung mit E-Mail vom 14. April 2014 erklärt worden (Urk. 7 mit Verweis auf Urk. 8/5 und Urk. 8/8). Die zur Verrechnung gebrachte Forderung betraf die Kosten für die Aussenparkplätze (Urk. 8/5). 4.2.2 Die Vori nstanz erwog hierzu, dass – sofern der Einwand der Tilgung auf Verrechnung mit einer Gegenforderung beruhe – diese Gegenforderung im Rechtsöffnungsverfahren ihrerseits durch ein gerichtli ches Urtei l i m Si nne von Art. 81 Abs. 1 SchKG oder durch eine vorbehaltlose Schuldanerkennung der Ge- genpartei belegt sein müsse (Urk. 13 S. 6 m.w.H.). Das von der Gesuchsgegnerin eingereichte Servitutenprotokoll Nr. ... vom 16. Juli 1970 sei als Urkunde i m zi vil- prozessrechtlichen Sinne grundsätzlich ein zulässiges Beweismittel. Indes reiche dies im vorliegenden Verfahren nicht; es fehle an einem gerichtlichen Urteil bzw. an einer vorbehaltlosen Schuldanerkennung (Urk. 13 S. 7). 4.2.3 Die Gesuchsgegnerin beanstandet beschwerdeweise, dass die Vor- i nstanz di e Verrechnung als solche ni cht zugelassen und ni cht berücksi chti gt ha-
be, dass die Verrechnung bereits vor Anhebung der Betreibung erklärt worden sei. Das Servitutenprotokoll erbringe den vollen Beweis für die durch dieses be- zeugten Tatsachen (Urk. 12 S. 1 f.). 4.2.4 Diesen Einwendungen kann ni cht zugesti mmt werden. So sind Ein- wendungen nach Art. 81 SchKG durch Urkunden sofort zu beweisen. Es ent- spricht dem Willen des Gesetzgebers, dass die Möglichkeiten des Schuldners zur Abwehr im Verfahren der definitiven Rechtsöffnung eng beschränkt sind; um jede Verschleppung der Vollstreckung zu verhindern, kann der definitive Rechtsöff- nungstitel daher nur durch einen strikten Gegenbeweis, d.h. mit völlig eindeutigen Urkunden, entkräftet werden (BGE 124 III 501 Erw. 3a; BGE 115 III 97 Erw. 4). Entsprechend muss die Verrechnungsforderung durch eine Urkunde ausgewiesen werden, die mindestens die Qualität eines provisorischen Rechtsöffnungstitels hat. Es fallen daher nur Verrechnungsansprüche in Betracht, die durch ein voll- streckbares Urteil, eine vollstreckbare Verwaltungsverfügung oder eine Schuldan- erkennung im eigentlichen, zivilrechtlichen Sinne ausgewiesen sind. Letztere kann auch in einem synallagmatischen Vertrag enthalten sein, soweit die betref- fende Leistungspflicht unbestritten ist oder Vorleistungspflicht besteht. Entspre- chend bedarf es einer vorbehalt- und bedi ngungslosen Schuldanerkennung (P. Stücheli, Die Rechtsöffnung, Zürich 2000, S. 237 ff.; BSK SchKG-I-D. Staehe- lin, 2. Auflage, Zürich 2010, Art. 81 N 10 f.). Die von der Gesuchsgegnerin eingereichten Belege stellen keine solche Schuldanerkennung dar: Das Servitutenprotokoll Nr. ... vom 16. Juli 1970 enthält lediglich eine allgemein gehaltene Klausel, wonach die Erstellungs- und Unter- haltskosten von allen Beteiligten nach Massgabe der zur Verfügung stehenden Plätze getragen würden (Urk. 8/3). Indes ist darin die exakte Höhe einer Schuld der Gesuchstellerin bzw. die genaue Art und Weise der Berechnung der Schuld ni cht verbrieft. Demgemäss vermag das Servitutenprotokoll zum Beleg für Be- stand und Höhe der Verrechnungsforderung ni cht zu genügen. Sodann stellt die von der Gesuchsgegnerin vor Vorinstanz eingereichte Rechnung vom 24. Februar 2014 lediglich einen Beleg dafür dar, dass die Gesuchsgegnerin die Summe von Fr. 5'000.– von der Gesuchstellerin fordert. Indes wurde diese Forderung von der
Gesuchstellerin nicht anerkannt. Vielmehr gilt diese als bestritten. So zeigt das Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 7. Februar 2014, dass sich die Parteien hinsichtlich der Frage, an wen die Kosten für die Aussenparkplätze (gemäss Servitutenprotokoll Nr. ...) zu ri chten si nd, in keiner Weise einig sind. Diesbezüglich hielt das Einzelgericht nämli ch fest, dass eine Vereinbarung zwischen den Parteien, wonach die Gesuchsgegne- rin die Aussenparkplätze verwalte und auch die Einnahmen generieren könne, nicht zustande gekommen sei (Urk. 4/3 S. 6 f.). Die Gesuchsgegnerin macht dar- über hinaus nicht geltend, dass zwischenzeitlich eine dahingehend lautende Ver- einbarung zustande gekommen wäre. Entgegen der Ansicht der Gesuchsgegne- rin sind schliesslich auch die weiteren Belege betreffend Firmenparkplätze (Urk. 8/7) und das Schreiben der G._____ Holding AG vom 14. März 2003 (Urk. 8/4) nicht massgebend, enthalten diese doch ebenso wenig eine Schuldanerken- nung der Gesuchstelleri n. Insbesondere geht es vorliegend nicht darum, ob die von der Gesuchsgegnerin geforderte Summe angemessen ist oder nicht, sondern nur darum, ob diese ausgewiesen und von der Gesuchstellerin anerkannt worden ist . Dies ist nicht der Fall. Damit i st der Vori nstanz zuzusti mmen, wonach der Ge- suchsgegnerin der Beweis für den Bestand der Verrechnungsforderung nicht ge- lungen ist . Dementsprechend hat die Vorinstanz die Einrede zu Recht abgewie- sen. 4.3. Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Klage um richterliche Aufhebung oder Einstellung der Betreibung nach Art. 85 SchKG um ein separates Klageverfahren handelt. Diese Klage ist nicht Gegenstand des vor- i nstanzli chen Verfahrens. Ein blosser Hinweis auf die Verrechnungseinrede bei der Erhebung des Rechtsvorschlags am 26. Mai 2014 – wie von der Gesuchs- gegnerin angeführt (Urk. 12 S. 1) – vermag jedenfalls ei ne solche ni cht anzuhe- ben. Entsprechend ist darauf nicht weiter einzugehen. 4.4 Damit erweist sich die Beschwerde als offensichtli ch unzulässi g bzw. unbegründet, weshalb auf das Einholen einer Beschwerdeantwort der Gegenpar- tei verzichtet werden kann (Art. 322 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde ist abzuwei- sen, soweit darauf einzutreten ist.
5.1 Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren i st i n Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf Fr. 450.– festzusetzen. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss der Gesuchs- gegnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 5.2 Der Gesuchstellerin ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerde- verfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird erkannt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 450.– festgesetzt. 3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchsgegne- rin auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 12 und je einer Kopie der Urk. 14 und Urk. 15/1-13, sowie an das Einzelgericht im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Wi nterthur, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbi ndung mi t Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).
Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö- gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 4'801.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.
Züri ch, 11. März 2015 Obergericht des Kantons Züri ch I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin:
li c. i ur. K. Montani Schmi dt
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