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RT120119 ΓÇó Lack of standing in appeal against cost advance order
RT120119Obergericht25.07.2012Dismissed
The Zurich High Court dismissed an appeal against a first-instance order that had only required the applicant to pay a CHF 100 cost advance in a debt-enforcement matter. The appellant was not burdened by that order and therefore lacked the necessary legally protected interest. The court therefore refused to enter into the appeal without inviting a response from the opposing party. It set the appellate fee at CHF 50, charged it to the appellant, and denied any party compensation. The decision was declared a final decision and indicated as appealable to the Federal Supreme Court.
Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO; Art. 322 Abs. 1 ZPO; appeal admissibility and legal interest: A party is entitled to appeal only if it is adversely affected by the challenged decision and has a legally protected interest in its modification or annulment. A decision ordering only the opposing party to pay an advance on costs does not confer standing on the non-burdened party. If the appeal is manifestly unfounded or inadmissible, the appellate court may decide without obtaining a response from the other party. Costs follow the outcome; absent relevant effort, no party compensation is due (consid. 3-4).
Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: RT120119-O/U01.doc
Mitwirkend: die Oberrichter Dr. M. Kriech, Vorsitzender, und lic. iur. M. Spahn, Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. Ch. Bas-Baumann Beschluss vom 25. Juli 2012
in Sachen
A._____, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer
gegen
Kanton ..., Gesuchsteller und Beschwerdegegner
vertreten durch Steueramt des Kantons ...
betreffend Rechtsöffnung
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts am Bezirksgericht Uster vom 3. Juli 2012 (EB120326)
Erwägungen: 1. Mit Eingabe vom 22. Juni 2012 reichte der Gesuchsteller bei der Vo- rinstanz ein Rechtsöffnungsbegehren mit einem Streitwert von Fr. 50.– ein (Urk. 4/1). Daraufhin setzte die Vorinstanz dem Gesuchsteller mit Verfügung vom 3. Juli 2012 eine Frist von 14 Tagen an, um einen Kostenvorschuss von Fr. 100.– zu leisten (Urk. 2). 2. a) Hiergegen hat der Gesuchsgegner am 20. Juli 2012 (Poststempel 19. Juli 2012) fristgerecht Beschwerde erhoben (Urk. 1; Urk. 4/4). b) Da sich die Beschwerde sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der Gegen- partei verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 3. Die Vorinstanz verpflichtete den Gesuchsteller mit Verfügung vom 3. Juli 2012 zur Bezahlung eines Kostenvorschusses. Der Gesuchsgegner wurde durch die erwähnte Verfügung zu gar nichts verpflichtet, weshalb er durch diese in keiner Weise beschwert ist. Damit fehlt es an dem für die Erhebung einer Be- schwerde vorausgesetzten Rechtsschutzinteresse (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO), weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. Die vom Gesuchsgegner gel- tend gemachte Decharge der betriebenen Forderung (Urk. 1) kann er im vo- rinstanzlichen Verfahren geltend machen. 4. a) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind in Anwen- dung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 50.– festzulegen und ausgangsgemäss dem Gesuchsgegnern aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). b) Dem Gesuchsteller ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerde- verfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
Zürich, 25. Juli 2012
Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer
Die Gerichtsschreiberin:
lic. iur. Ch. Bas-Baumann
versandt am: mc