Non-payment of advance costs leads to inadmissibility of appeal

RT120034Obergericht14.05.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich High Court dealt with an appeal against a district court order granting definitive legal enforcement to the Canton of Zug. After the appellant failed to pay the ordered advance costs within the original deadline and the grace period, the court held that the appeal could not be entered into. It set the second-instance fee at CHF 300, charged it to the appellant, and denied any party compensation because the respondent had incurred no relevant expense.

Omnilex-Regeste

Art. 101 Abs. 3 ZPO; non-payment of the ordered cost advance after expiry of the additional grace period precludes consideration of the appeal. Once the warning and grace period have been duly served and remain unused, the appellate court must issue a non-entry decision. Court costs are allocated according to the outcome under Art. 106 Abs. 1 ZPO; a party compensation is only awarded where relevant compensable expenses have been incurred (Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT120034-O/U1.doc

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. M. Schaffitz sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. Ch. Bas-Baumann Beschluss vom 14. Mai 2012

in Sachen

A._____, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer

gegen

Kanton Zug, Gesuchsteller und Beschwerdegegner

vertreten durch Gerichtskasse Staatsanwaltschaft

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah- ren am Bezirksgericht Dietikon vom 4. Januar 2012 (EB110497)

Erwägungen: 1. a) Mit Urteil vom 4. Januar 2012 erteilte die Vorinstanz dem Ge- suchsteller in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamts B._____ (Zahlungsbe- fehl vom 25. Juli 2011) definitive Rechtsöffnung für Fr. 1'230.– nebst Zins zu 5% seit 18. April 2009; die Kosten- und Entschädigungsfolgen wurden zu Lasten des Gesuchsgegners geregelt (Urk. 8). b) Hiergegen hat der Gesuchsgegner am 24. Februar 2012 (Poststempel 24. Februar 2012) fristgerecht Beschwerde erhoben (Urk. 7; Urk. 6b). 2. Mit Verfügung vom 27. Februar 2012 wurde dem Gesuchsgegner Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschusses angesetzt (Urk. 10). Der Gesuchsgegner nahm diese Verfügung am 5. März 2012 entgegen, womit die 10-tägige Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses am 15. März 2012 ablief (Urk. 10). Innert Frist wurde der Kostenvorschuss nicht bezahlt, weshalb mit Verfügung vom 27. März 2012 eine Nachfrist zur Bezahlung des Kostenvorschusses angesetzt wurde (Urk. 11). Die Verfügung vom 27. März 2012 wurde vom Gesuchsgegner am 23. April 2012 entgegengenommen (Urk. 11). Die fünftägige Nachfrist zur Bezah- lung des Kostenvorschusses lief am 30. April 2012 ab. Innert Nachfrist wurde der Kostenvorschuss nicht geleistet. 3. a) Androhungsgemäss ist damit nicht auf die Beschwerde des Gesuchs- gegners einzutreten (Urk. 10; Urk. 11; Art. 101 Abs. 3 ZPO). b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 300.– festzulegen und aus- gangsgemäss dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). c) Dem Gesuchsteller ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerde- verfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

  1. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt. 4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage eines Doppels von Urk. 7, sowie an das Bezirksgericht Dietikon, Einzelge- richt im summarischen Verfahren, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 1'230.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 14. Mai 2012

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. Ch. Bas-Baumann

versandt am: mc

Schlagwörter

legal enforcementappeal inadmissibilityadvance costsgrace periodcourt costsparty compensation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal had to be entered into despite non-payment of the court-cost advance.

Extrahierter Entscheid

No entry could be made because the advance costs were not paid even after the grace period expired.

Extrahierte Begründung

The appellant was warned in the cost-advance order; after service, the 10-day period expired unpaid, a 5-day grace period was set and also expired without payment. Under Art. 101(3) CPC, the appeal was therefore inadmissible.

Kernrechtsfrage

How the appeal costs should be allocated and whether a party compensation was due.

Extrahierter Entscheid

The appeal costs were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded to the respondent.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome under Art. 106(1) CPC; no relevant expenses justified compensation to the respondent.

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