Late appeal against granting of definitive debt enforcement relief

RT120011Obergericht13.02.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich Court of Appeal held that the debtor’s appeal against the Bezirksgericht’s grant of definitive debt-enforcement relief for state and municipal taxes was filed too late. The appellant received the first-instance judgment on 4 January 2012, so the 10-day period expired on 16 January 2012. Since the appeal was only posted on 26 January 2012, the court declined to enter into it. The missing original signature did not need to be cured because the appeal was already inadmissible. The appellant was ordered to pay CHF 500 in appellate court fees, and no party compensation was awarded to the respondents.

Omnilex-Regeste

Art. 321 Abs. 2 ZPO; Art. 142 Abs. 3 ZPO; timeliness of an appeal against a summary-debt-enforcement decision and consequence of late filing. The appeal period in summary proceedings is ten days from service of the reasoned decision. If the appeal is dispatched only after expiry of that period, the appellate court must not enter into the appeal. A missing original signature need not be remedied under Art. 132 Abs. 1 ZPO where the remedy is in any event manifestly inadmissible. Costs follow the outcome; the respondent is not entitled to compensation absent compensable effort.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT120011-O/U.doc

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Dr. H.A. Müller und Ersatzoberrichterin lic. iur. R. Blesi sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. E. Ferreño Beschluss vom 13. Februar 2012

in Sachen

A._____, Beklagter und Beschwerdeführer

gegen

Kanton und Stadt Zürich, Kläger und Beschwerdegegner

vertreten durch Steueramt der Stadt Zürich

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht Zürich vom 13. Dezember 2011 (EB111857)

Erwägungen: 1. Mit Urteil vom 13. Dezember 2011 erteilte die Vorinstanz dem Kläger und Beschwerdegegner (fortan Beschwerdegegner) in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes B._____ (Zahlungsbefehl vom 24. August 2011) definitive Rechtsöffnung für Staats- und Gemeindesteuern in der Höhe von Fr. 16'967.95 nebst Zins zu 4.5% seit dem 23. August 2011, Fr. 465.70 aufgelaufener Zins und Fr. 335.10 Verzugszins bis 22. August 2011 (Urk. 7). 2. a) Dagegen erhob der Beklagte und Beschwerdeführer (fortan Be- schwerdeführer) mit Eingabe vom 9. Januar 2012 (Poststempel vom 26. Januar 2012), Beschwerde (Urk. 6). Der Beschwerdeschrift fehlt eine eigenhändige Ori- ginalunterschrift des Beschwerdeführers (Urk. 6). Da auf die Beschwerde ohnehin nicht einzutreten ist (siehe nachstehende Erwägungen Ziffer 2 lit. b), erübrigt es sich dem Beschwerdeführer eine Nachfrist im Sinne von Art. 132 Abs. 1 ZPO an- zusetzen, um den Mangel der fehlenden eigenhändigen Originalunterschrift zu verbessern. Gemäss Art. 251 lit. a ZPO gilt das summarische Verfahren für die vom Rechtsöffnungsrichter getroffenen Entscheide. Die Beschwerdefrist beträgt 10 Tage ab Zustellung des begründeten Entscheides, sofern das Gesetz nichts anderes bestimmt (Art. 321 Abs. 2 ZPO; vgl. Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess- ordnung (ZPO), Zürich/Basel/Genf 2010, N 4 zu Art. 321 ZPO). b) Da der Beschwerdeführer das Urteil am Mittwoch, 4. Januar 2012 in Empfang nahm (Urk. 4c), lief die Beschwerdefrist am Montag, 16. Januar 2012, ab (Art. 142 Abs. 3 ZPO). Die am 26. Januar 2012 zur Post gegebene Eingabe des Beschwerdeführers (vgl. angehefteter Briefumschlag Urk. 6) erfolgte verspä- tet, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. 3. a) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangs- gemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Entspre- chend der Praxis der Kammer gelangt für deren Bemessung die Gebührenver- ordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (GebV SchKG, SR 281.35) zur Anwendung (Art. 16 SchKG; ZR 110 Nr. 28), weshalb gestützt auf

Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG die Gerichtskosten auf Fr. 500.– festzu- setzen sind. b) Dem Beschwerdegegner ist mangels Umtrieben keine Parteient- schädigung für das Beschwerdeverfahren zuzusprechen. Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerde- führer auferlegt. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei- lage von Urk. 6 in Kopie, sowie an das Bezirksgericht Zürich, Einzelgericht Audienz, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 17'768.75.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 13. Februar 2012

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. E. Ferreño

versandt am: js

Schlagwörter

debt enforcementdefinitive legal openingappeal deadlineinadmissibilitycourt costsparty compensationsummary proceedings

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the first-instance debt-enforcement decision was timely and admissible.

Extrahierter Entscheid

The appeal was filed after the statutory deadline, so the court would not enter into it.

Extrahierte Begründung

The appellant received the decision on 4 January 2012; the appeal period expired on 16 January 2012. The appeal was posted only on 26 January 2012 and was therefore late. Because the appeal was inadmissible on that ground, no cure period for the missing original signature was necessary.

Kernrechtsfrage

Allocation of appellate costs and party compensation.

Extrahierter Entscheid

Appellate court costs were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded to the respondent.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome. The respondent did not incur compensable expenses.

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