Non-entry for failure to pay appeal advance in alimony case

RE120004Obergericht03.10.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich High Court dealt with an appeal against the first-instance compensation awarded to the appellant’s former court-appointed lawyer in an alimony/protective-measures case. After refusing the appellant’s request for legal aid, the court set a final five-day deadline to pay the CHF 500 advance on costs, warning that failure to pay would lead to non-entry. The advance was not paid within the deadline, so the court did not entertain the appeal. It set appellate court costs at CHF 500 and charged them to the appellant, and it awarded no party compensation.

Omnilex-Regeste

Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO, Art. 106 Abs. 1 ZPO, Art. 95 Abs. 3 ZPO; non-payment of an ordered advance on costs after expiry of a final grace period and warning of non-entry justifies refusal to enter into the appeal. If the party has been duly notified and the advance remains unpaid, the appellate court must issue a non-entry order. Costs follow the outcome, while party compensation is excluded where no relevant appellate work was undertaken.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RE120004-O/U.doc

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichterin Dr. M. Schaffitz und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. Ch. Bas-Baumann Beschluss vom 3. Oktober 2012

in Sachen

A._____, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer

gegen

B._____, Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____

betreffend Eheschutz (Entschädigung unentgeltlicher Rechtsvertreter)

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 1. Juni 2012 (EE110198)

Erwägungen: 1. a) Mit Verfügung vom 1. Juni 2012 entschädigte die Vorinstanz den damaligen unentgeltlichen Rechtvertreter des Beschwerdeführers (Rechtsanwalt lic. iur. Y._____) für seine Bemühungen und Barauslagen für einen Teil des Ehe- schutzverfahrens mit Fr. 3'315.60 (Urk. 3).

b) Dagegen erhob der Beschwerdeführer fristgerecht Beschwerde (Urk. 1). 2. a) Mit Verfügung vom 11. Juli 2012 wurde dem Beschwerdeführer ein Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 500.– auferlegt, mit dem Hinweis auf Art. 117 ZPO und damit der Möglichkeit der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 9). Mit Eingabe vom 28. Juli 2012 ersuchte der Beschwerde- führer innert Frist um unentgeltliche Prozessführung (Urk. 10). Dieses Gesuch wurde mit Beschluss vom 12. September 2012 abgewiesen und dem Beschwer- deführer eine einmalige Nachfrist von 5 Tagen zur Bezahlung des Kostenvor- schusses mit der Androhung, dass bei Nichtbezahlung des Kostenvorschusses auf die Beschwerde nicht eingetreten werde, angesetzt (Urk. 12). b) Der Beschluss vom 12. September 2012 wurde dem Beschwerdeführer an die dem Gericht bekannte Adresse versandt (Urk. 12; Urk. 1). Am 13. Septem- ber 2012 wurde diese Sendung dem Beschwerdeführer zur Abholung gemeldet und gilt gemäss Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO am 20. September 2012 als zugestellt (Urk. 13). Die angesetzte Nachfrist von 5 Tagen endete daher am 25. September 2012. Innert Frist wurde der Kostenvorschuss nicht bezahlt, weshalb andro- hungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. 3. a) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind in Anwen- dung von § 4 Abs. 1; § 8 Abs. 1; §10 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 GerGebV auf Fr. 500.– festzulegen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). b) Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ und der Beschwerdegegnerin ist man- gels relevanter Umtriebe im Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zu- zusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerde- führer auferlegt. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und Rechtsanwalt lic. iur. Y._____, sowie an die Vorinstanz, gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 3'315.60. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 3. Oktober 2012

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

Ch. Bas-Baumann versandt am: se

Schlagwörter

non-entryadvance on costslegal aidcourt costsparty compensationfamily lawsummary proceedings

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal must be entered into despite non-payment of the ordered advance on costs after a warning and grace period.

Extrahierter Entscheid

No. Because the advance on costs was not paid within the extended deadline, the court had to dismiss the appeal for non-entry.

Extrahierte Begründung

The appellant was ordered to pay a CHF 500 advance, requested legal aid, but that request was rejected. After a final five-day grace period with warning of non-entry, the advance still was not paid. Service of the order was deemed completed under Art. 138(3)(a) ZPO, so the deadline expired without payment.

Kernrechtsfrage

How are the appellate court costs to be allocated and should party compensation be awarded?

Extrahierter Entscheid

The appellate court costs are set at CHF 500 and charged to the appellant; no party compensation is awarded because no relevant work was done in the appeal.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome under Art. 106(1) ZPO, and no compensable effort justified party indemnities under Art. 95(3) ZPO.

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