Appeal inadmissible for lack of prayer and reasoning

RB130048Obergericht14.11.2013Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich High Court dealt with an appeal by A._____ against the Bezirksgericht Dielsdorf's refusal of legal aid. It held that the appeal was inadmissible because it lacked concrete requests and any reasoning addressing the first-instance grounds. The court also observed that the filing was late under the ten-day appeal period for legal-aid decisions, but it did not examine any reliance interest arising from the incorrect lower-court deadline information. The appeal was not entered into, court costs of CHF 200 were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded.

Omnilex-Regeste

Art. 320 ZPO, Art. 321 Abs. 2 ZPO; admissibility of a complaint against a decision on legal aid. A cantonal complaint must contain concrete relief and a substantiated challenge to the contested reasoning; failure to comply with these formal requirements renders the appeal inadmissible without the need to grant a cure period. Where inadmissibility already follows from defective form, the court may leave open whether the complaint was also filed out of time, notwithstanding an incorrect legal remedy instruction at first instance (consid. 3-4). Costs are borne by the unsuccessful appellant pursuant to Art. 106 Abs. 1 ZPO; no party compensation is due when the appeal is not entertained (consid. 5).

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RB130048-O/U.doc

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichterin Dr. M. Schaf- fitz und Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider sowie Gerichts- schreiberin lic. iur. S. Subotic Beschluss vom 14. November 2013

in Sachen

A._____,

Kläger und Beschwerdeführer

gegen

Bezirksgericht Dielsdorf,

Beschwerdegegnerin

betreffend Forderung (unentgeltliche Rechtspflege)

Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Dielsdorf, II. Abteilung, vom 26. September 2013 (CG120016-D)

Erwägungen: 1.1. Mit Beschlüssen vom 26. September 2013 trat die Vorinstanz auf die Klage des Klägers und Beschwerdeführers (fortan Kläger) nicht ein und wies sein Ge- such um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab (Urk. 20). 1.2. Gegen die Abweisung seines Armenrechtsgesuchs erhob der Kläger mit Eingabe vom 18. Oktober 2013 (Datum des Poststempels: 21. Oktober 2013) Be- schwerde. 2. Da auf die vorliegende Beschwerde nicht einzutreten ist, erübrigt sich das Einholen einer Beschwerdeantwort. 3.1. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Die Beschwerdeschrift hat konkrete Rechtsbegehren zu enthalten und ist zu be- gründen – worauf schon in der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung hingewie- sen wurde (Urk. 20 S. 8). 3.2. Diesen formellen Anforderungen vermag die Beschwerde des Klägers nicht zu genügen. Zum Einen stellt er keine konkreten Rechtsbegehren; zum Anderen fehlt jegliche Begründung und Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Ent- scheidgründen. 3.3. Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten, ohne dass eine Nachfrist anzusetzen wäre. 4. Die Beschwerdeerhebung erfolgte zudem zu spät (vgl. Urk. 18/1). Gemäss Art. 119 Abs. 3 ZPO i.V.m. Art. 321 Abs. 2 ZPO beträgt die Beschwerdefrist ge- gen Entscheide über die unentgeltliche Rechtspflege zehn und nicht – wie von der Vorinstanz fälschlicherweise belehrt (vgl. Urk. 20 S. 7) – 30 Tage. Da auf die Be- schwerde jedoch ohnehin nicht einzutreten ist, erübrigt sich es sich zu überprüfen,

ob der Kläger in seinem Vertrauen auf die fehlerhafte Rechtsmittelbelehrung zu schützen wäre. 5. Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in Anwendung der Gebühren- verordnung des Obergerichts (GebV OG) auf Fr. 200.– festzusetzen und gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO dem Kläger aufzuerlegen. Für das Beschwerdeverfahren sind keine Entschädigungen zuzusprechen.

Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 200.– festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Kläger aufer- legt. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an das Bezirksgericht unter Beilage eines Doppels von Urk. 19, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 3'000.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 14. November 2013

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. S. Subotic

versandt am: mc

Schlagwörter

legal aidappeal admissibilityformal requirementsdeadlinecosts

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the refusal of legal aid met the formal admissibility requirements

Extrahierter Entscheid

No. The appeal contained no concrete requests and no reasoning engaging with the lower court's grounds, so it could not be considered.

Extrahierte Begründung

Under Art. 320 ZPO, a complaint must specify concrete relief and be reasoned. Those requirements were not met, and no grace period was needed.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal was timely in light of the incorrect lower-court instruction on the deadline

Extrahierter Entscheid

The court noted that the appeal was in any event late under the ten-day deadline for legal-aid decisions, but did not examine whether reliance on the incorrect instruction could be protected.

Extrahierte Begründung

Because the appeal was already inadmissible for lack of form, the timeliness question was left open.

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