No suspensive effect for appeal against legal aid denial and cost advance

RB130047Obergericht30.10.2013Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich High Court rejected the appellant's request for suspensive effect in an appeal against a first-instance order refusing legal aid and maintaining a court-cost advance. The court held that under Art. 325 ZPO enforcement is the rule and a stay is exceptional. Because the request was not reasoned and no present prejudice existed, especially in light of the rule that no cost advance may be demanded before a legal-aid decision, the request was denied.

Omnilex-Regeste

Art. 325 ZPO; suspensive effect in appeal proceedings against refusal of legal aid and order for court-cost advance: enforcement of the challenged decision is the rule and suspension the exception. A stay requires special reasons and is to be granted only in the exercise of judicial discretion after balancing the interests involved. Where the request is unreasoned and the appellant suffers no current disadvantage, particularly because a cost advance may not be demanded before the legal-aid request has been decided, suspensive effect is to be refused (consid. implicit).

Gesamter Gesetzestext

Zur Publikation im Internet "Neue Praxis ZPO":

Art. 325 Abs. 2 ZPO

Keine Erteilung der aufschiebenden Wirkung bei Beschwerde gegen Abwei- sung der unentgeltlichen Rechtspflege und Auferlegung eines Vorschusses für die Gerichtskosten

  1. Oktober 2013, RB130047-O, Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer

Aus den Erwägungen:

"Nach Einsicht in die Präsidialverfügung der Vorinstanz vom 10. Oktober 2013, mit welcher der Antrag des Klägers und Beschwerdeführers (fortan Kläger) um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ebenso wie sein Antrag um Abnah- me der Frist zur Leistung des mit Präsidialverfügung vom 23. September 2013 einverlangten Kostenvorschusses von Fr. 12'750.– für das erstinstanzliche Ver- fahren abgewiesen und ihm gleichzeitig die Frist zur Leistung des Vorschusses antragsgemäss letztmalig um 20 Tage erstreckt wurde, nach weiterer Einsicht in die vom Kläger am 21. Oktober 2013 fristgerecht erho- bene Beschwerde, mit welcher er die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für das erstinstanzliche Verfahren und die Abnahme der Frist und der Pflicht zur Leistung des Kostenvor- schusses gemäss Verfügung vom 23. September 2013 verlangt, da der Kläger den prozessualen Antrag stellt, seiner Beschwerde sei die auf- schiebende Wirkung zu erteilen, in der Erwägung, dass die Beschwerde die Rechtskraft und Vollstreckbarkeit des angefochtenen Ent- scheides nicht hemmt, die Rechtsmittelinstanz die Vollstreckung jedoch aufschie- ben kann (Art. 325 ZPO), nach der Wertung des Gesetzes die Vollstreckbarkeit die Regel und der Aufschub derselben die Ausnahme bildet, weshalb für einen Aufschub der Vollstreckung

besondere Gründe vorliegen müssen, wobei die Rechtsmittelinstanz hierbei nach Ermessen zu urteilen hat (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kom- mentar zur Schweizer. Zivilprozessordnung, N 6 zu Art. 325 ZPO), die Rechtsmittelinstanz in Abwägung der betroffenen Interessen nach pflichtge- mässem Ermessen zu entscheiden hat, der Kläger seinen Antrag um Erteilung der aufschiebenden Wirkung nicht begrün- det, dieser jedoch ohnehin abzuweisen ist, da das Gericht von einer Partei gemäss aktueller bundesgerichtlicher Rechtsprechung ohnehin keinen Kostenvorschuss verlangen kann, solange es nicht über deren Gesuch um unentgeltliche Rechts- pflege entschieden hat (BGE138 III 163), weshalb die Vorinstanz dem Kläger nach rechtskräftiger Erledigung des Beschwerdeverfahrens gegebenenfalls er- neut Frist zur Leistung des Kostenvorschusses anzusetzen hätte, dem Kläger somit aktuell kein Nachteil droht, wird verfügt: 1. Das Gesuch des Klägers um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird abgewiesen."

Schlagwörter

suspensive effectlegal aidcourt-cost advanceappeal procedureinterim reliefjudicial discretion

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal should be granted suspensive effect under Art. 325 ZPO.

Extrahierter Entscheid

Suspensive effect was refused because enforcement remains the rule under Art. 325 ZPO, the appellant gave no reasons, and no disadvantage was shown since no cost advance may be demanded before a legal-aid request is decided.

Extrahierte Begründung

The court noted that a stay of enforcement is exceptional and requires special reasons assessed at discretion. Since the request was unsubstantiated and the appellant currently faced no prejudice, the request had to be denied.

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