Appeal withdrawn; proceedings discontinued and no costs

RA150012Obergericht01.04.2016Dismissed

Zusammenfassung

The Zurich High Court dealt with an employment-law appeal that had been stayed pending a Federal Supreme Court ruling. After the appellant withdrew the appeal, the court resumed the proceedings and struck the case from the docket. It held that the withdrawal made the first-instance cost allocation final. The court further treated the matter as a non-pecuniary employment dispute and ordered that no court costs be charged. Because no significant additional effort was shown, the respondent received no party compensation.

Regest

Art. 241 Abs. 3 ZPO; withdrawal of the appeal in stayed proceedings: upon withdrawal, the appellate proceedings are to be resumed and discontinued; the withdrawal renders the lower court's cost allocation final. In a non-pecuniary employment dispute, the appeal proceedings are free of charge; no court fees are levied. Party compensation is only awarded if the opposing party incurred compensable effort; absent such circumstances, no indemnity is due (consid. 1-3).

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RA150012-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunzi ker Schni der, Vorsitzende, Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie Gerichtsschrei- berin lic. i ur. K. Montani Schmi dt Beschluss vom 1. April 2016

i n Sachen

A._____, Kläger und Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt X._____

gegen

B._____ AG, Beklagte und Beschwerdegegnerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

betreffend arbeitsrechtliche Forderung

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts am Arbeitsgericht Zürich, 1. Abteilung, vom 13. März 2015 (AH150013-L)

Erwägungen: Mit Verfügung vom 6. Juli 2015 wurde das vorliegende Verfahren sistiert bis zum Entscheid des Bundesgerichts über die Beschwerde betreffend das Urteil der angerufenen Kammer vom 19. Mai 2015 im Verfahren LA150007-O (Urk. 20). Mit Schreiben vom 24. März 2016, beim Obergericht eingegangen am 29. März 2016, zog der Beschwerdeführer die Beschwerde zurück (Urk. 23). Das Verfahren ist entsprechend wi eder aufzunehme n und abzuschreiben (Art. 241 Abs. 3 ZPO). Mit dem Rückzug wird auch die erstinstanzliche Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolge rechtskräftig. Mit Blick auf das Urteil des Bundesgerichts vom 10. Februar 2016 handelt es sich vorliegend ebenso um eine nichtvermö- gensrechtliche Streitigkeit arbeitsrechtlichen Ursprungs, welche kostenlos zu füh- ren ist (BGer 4A_332/2015 E. 6.4.5). Entsprechend sind für das Beschwerdever- fahren keine Kosten zu erheben. Mangels erheblicher Umtriebe ist der Beschwer- degegnerin für das Rechtsmittelverfahren keine Parteientschädigung zuzuspre- chen. Es wird beschlossen: 1. Das Verfahren wird wieder aufgenommen. 2. Das Verfahren wird abgeschrieben. 3. Das Verfahren ist kostenlos. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schri ftli che Mi ttei lung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, an die Be- schwerdegegnerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 23, je gegen Emp- fangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück.

  1. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit arbeitsrechtlichen Ursprungs. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. Die Anfechtung einer Parteierklärung (Vergleich, Anerkennung oder Rückzug des Be- gehrens) hat nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht, sondern mit Revision beim Obergericht zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO).

Züri ch, 1. April 2016

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin:

li c. i ur. K. Montani Schmi dt

versandt am: JC

Schlagwörter

appeal withdrawalstay of proceedingsemployment disputecourt costsparty compensationnon-pecuniary claim