Appeal against non-entry on bankruptcy petition dismissed

PS130036Obergericht28.03.2013Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The creditor appealed a district court order that had refused to enter into its bankruptcy petition because the required cost advance was not paid by the hearing deadline. The Obergericht held that the advance-payment requirement under SchKG was lawful and that the missed payment, even if caused by a failed payment order, remained attributable to the creditor's own sphere. The appeal was dismissed. The court set the second-instance fee at CHF 500 and charged it to the creditor. No compensation was awarded to the debtor due to the absence of significant expenses.

Omnilex-Regeste

Art. 169 Abs. 1 and 2 SchKG, Art. 320 ZPO; cost advance in bankruptcy proceedings and appeal against non-entry. A creditor petitioning for bankruptcy bears the costs incurred until suspension for lack of assets or the debt collection notice, and the court may require an appropriate advance payment. If the advance is not paid by the prescribed deadline, non-entry is permissible; a failed payment instruction remains attributable to the creditor's own sphere. On appeal under Art. 320 ZPO, the appellate court reviews only legal error and manifestly incorrect fact-finding. Party compensation requires relevant, compensable effort; absent such effort, none is awarded (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich II. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: PS130036-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. P. Hodel und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichtsschreiber lic. iur. M. Isler. Urteil vom 28. März 2013 in Sachen

Sammelstiftung A._____, Gläubigerin und Beschwerdeführerin,

vertreten durch B._____ AG,

gegen

C._____, Schuldner und Beschwerdegegner,

betreffend Konkurseröffnung Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes s.V. des Bezirksgerichtes Pfäffikon vom 12. März 2013 (EK130017)

Erwägungen: 1. Mit Verfügung vom 12. März 2013 trat das Einzelgericht im summarischen Ver- fahren des Bezirksgerichtes Pfäffikon auf das Konkursbegehren der Gläubigerin nicht ein. Es erwog, dass der geforderte Kostenvorschuss bis zur Konkurseröff- nungsverhandlung nicht geleistet worden sei, weshalb androhungsgemäss zu ver- fahren sei. Mit Eingabe an das Obergericht vom 18. März 2013 erhebt die Gläubigerin recht- zeitig Beschwerde. Sie beantragt sinngemäss, es sei auf ihr Konkursbegehren einzutreten; es sei ihr mitzuteilen, ob der Kostenvorschuss geleistet werden kön- ne. Sie macht geltend, die Zahlung des Kostenvorschusses von Fr. 1'800.– sei in Auftrag gegeben, aber nicht ausgeführt worden. 2. Mit der Beschwerde kann unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich un- richtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Wer das Konkursbegehren stellt, haftet für die Kosten, die bis und mit der Einstel- lung des Konkurses mangels Aktiven oder bis zum Schuldenruf entstehen. Das Gericht kann von dem Gläubiger einen entsprechenden Kostenvorschuss verlan- gen (Art. 169 Abs. 1 und 2 SchKG). Der Nichteintretensentscheid des Konkursge- richtes leidet insoweit an keinem Mangel. Wenn der Zahlungsauftrag der Gläubi- gerin nicht ausgeführt wurde, liegt das Versäumnis in der Sphäre der Gläubigerin. Die Beschwerde ist somit unbegründet. Sie ist unter Kostenfolge zu Lasten der Gläubigerin abzuweisen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Dem Schuldner ist mangels er- heblicher Umtriebe keine Entschädigung zuzusprechen.

Es wird erkannt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt und der Gläubigerin auferlegt. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Schuldner unter Beilage des Doppels der Beschwerdeschrift, sowie an die Vorinstanz, je gegen Emp- fangsschein. 5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. M. Isler

versandt am:

Schlagwörter

bankruptcy petitioncost advancenon-entryappeal reviewdebt enforcementparty compensation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the non-entry decision on the bankruptcy petition was well-founded

Extrahierter Entscheid

No. The appellate court found no legal error or obviously incorrect factual finding in the non-entry decision.

Extrahierte Begründung

The creditor filing the bankruptcy petition bears liability for the costs arising until suspension for lack of assets or until the debt collection notice, and the court may require an advance payment. If the transfer order was not executed, the failure lies within the creditor's sphere.

Kernrechtsfrage

Whether the first-instance court had to allow entry into the bankruptcy petition despite the unpaid cost advance

Extrahierter Entscheid

No. The non-entry decision was not defective because the advance had not been paid by the deadline.

Extrahierte Begründung

Under the applicable debt enforcement rules, the court was entitled to require a cost advance; non-payment justified the procedural consequence applied by the lower court.

Kernrechtsfrage

Whether the debtor was entitled to compensation on appeal

Extrahierter Entscheid

No. No compensation was awarded because the debtor did not incur significant expenses.

Extrahierte Begründung

The debtor had not shown relevant effort or expenses warranting a party indemnity.

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