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PS120142 ΓÇó Bankruptcy set aside due to pre-existing stay of payment
PS120142Obergericht27.08.2012Granted
The Zurich Court of Appeal allowed the creditor's appeal against the bankruptcy opening. It accepted new facts showing that, before bankruptcy was ordered, the creditor had granted the debtor a stay of payment. Because this constituted a bankruptcy obstacle under the SchKG, the bankruptcy order was annulled. The court did not examine solvency. It also allocated the first-instance and appeal costs, charging the debtor with the first-instance fee and the creditor with the appeal fee and the bankruptcy-office costs incurred until the opening.
Art. 174 Abs. 1 SchKG in Verbindung mit Art. 172 Ziff. 3 SchKG; new facts on appeal and pre-existing stay of payment as a bankruptcy obstacle: On appeal against a bankruptcy opening, facts arising before the first-instance decision may be invoked and proven. If the creditor had granted the debtor a stay of payment before the bankruptcy order, this circumstance precludes bankruptcy opening and requires annulment of the order once established. Where bankruptcy is set aside for such a reason, the appellate court may refrain from examining solvency. Cost allocation follows causation: the debtor bears the first-instance costs if payment default led to the bankruptcy request, whereas the creditor bears the appellate and estate costs caused by the delayed disclosure of the stay (consid. 3–4).
Obergericht des Kantons Zürich II. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: PS120142-O/U
Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. P. Hodel und Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden sowie Ge- richtsschreiberin lic. iur. M. Weibel. Urteil vom 27. August 2012 in Sachen
A._____ AG, Gläubigerin und Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt X._____,
gegen
B._____ AG, Schuldnerin und Beschwerdegegnerin,
betreffend Konkurseröffnung
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich vom 7. August 2012 (EK121035)
Erwägungen:
3.2 Im Beschwerdeverfahren ist der Gläubigerin der Nachweis der Stundung gelungen (act. 5/6). Demnach bestand im Zeitpunkt der Konkurseröffnung der Konkurshinderungsgrund der Stundung, weshalb kein Grund für die Konkurser- öffnung gegeben war. Da dem Konkursrichter dieser Sachverhalt aber nicht rechtzeitig mitgeteilt wurde, eröffnete er den Konkurs zu Recht. 3.3 Nach ständiger Praxis der Kammer wird von der Prüfung der Zahlungs- fähigkeit abgesehen, wenn der Konkurs gestützt auf Art. 174 Abs. 1 SchKG auf- gehoben wird, also insbesondere wegen eines Verfahrensmangels, oder weil die Gläubigerin wie hier neu vorträgt, dass die Schuld bereits vor der Konkurseröff- nung gestundet worden sei (KuKo SchKG-D IGGELMANN/MÜLLER, Art. 174 N 7 u. 12). Damit erweist sich die Beschwerde als begründet, und es ist die Konkurser- öffnung aufzuheben. 4. Die Gläubigerin leistete vor Vorinstanz einen Barvorschuss in der Höhe von Fr. 1'800.–. Davon bezog die Vorinstanz Fr. 400.– für ihre Spruchgebühr und überwies den Restbetrag von Fr. 1'400.– dem Konkursamt F._____ (act. 6). Die Kosten für das vorinstanzliche Verfahren hat die Schuldnerin zu tragen, da sie durch ihren Zahlungsrückstand die Einreichung des Konkursbegehrens verur- sacht hat. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens und die beim Konkursamt bis zur Konkurseröffnung angefallenen Kosten sind von der Gläubigerin zu tragen, da sie diese Kosten verursacht hat. Es wird erkannt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichts Zürich vom 7. August 2012, mit dem über die Schuldnerin der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben.
Obergericht des Kantons Zürich II. Zivilkammer
Die Gerichtsschreiberin:
lic. iur. M. Weibel versandt am: