Appeal withdrawn in bankruptcy collocation case

PP160013Obergericht05.04.2016Withdrawn

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant withdrew his appeal against a first-instance non-entry order in a collocation dispute before the Zurich District Court. The Zurich High Court therefore discontinued the appeal proceedings. It set the appellate fee at CHF 800, charged it to the appellant and set it off against the advance paid. The respondent received no party compensation because there were no significant efforts to compensate. The court also noted that the first-instance cost allocation became final with the withdrawal.

Omnilex-Regeste

Art. 106 Abs. 1 ZPO, Art. 111 Abs. 1 ZPO; withdrawal of an appeal: the appellate proceedings are to be discontinued without substantive adjudication. Costs follow the outcome of the withdrawal and may be charged to the withdrawing appellant; the court fee is set off against the cost advance. A party compensation to the respondent is only due if the appeal proceedings caused compensable effort; absent such effort, none is awarded. The withdrawal renders the first-instance cost order final. Appeals to the Federal Supreme Court are limited to the costs disposition where admissible; the withdrawal itself is not attacked by ordinary appeal but by revision under Art. 328 ff. ZPO.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: PP160013-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter Dr. H.A. Müller und Ersatzoberrichter Dr. M. Nietlispach sowie Ge- richtsschreiberin lic. i ur. J. Freiburghaus Beschluss vom 5. April 2016

i n Sachen

A._____, Kläger und Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,

gegen

B._____ Vermögensverwaltung AG in Nachlassliquidation, Beklagte und Beschwerdegegnerin

vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Y._____,

betreffend Kollokation

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich vom 26. Januar 2016 (FV150217-L)

Erwägungen: Mit Verfügung vom 26. Januar 2016 entschied die Vorinstanz das Folgende (Urk. 19 S. 4): "1. Auf die Klage wird nicht eingetreten. 2. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 1'000.–, der klagenden Partei auferlegt und vom geleisteten Kostenvor- schuss bezogen. 3. Der beklagten Partei wird keine Parteientschädigung zuge- sprochen. 4. (Mitteilungssatz.) 5. (Rechtsmittelbelehrung.)" Innert Frist erhob der Kläger und Beschwerdeführer (fortan Kläger) mit Ein- gabe vom 29. Februar 2016 Beschwerde mit folgendem Antrag (Urk. 18 S. 2): "1. Die Verfügung des Einzelgerichts für SchKG-Klagen am Be- zirksgericht Zürich vom 26. Januar 2016 (Geschäfts-Nr. FV150217-L / U) sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzu- weisen, auf die Kollokationsklage vom 13. November 2015 ein- zutreten. 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin."

Der Kläger hat den von ihm mit Verfügung vom 8. März 2016 einverlangten Kostenvorschuss von Fr. 1'600.– innert Frist geleistet (Urk. 23 und 24). Mit Schreiben vom 29. März 2016, beim Obergericht eingegangen am 30. März 2016, zog der Kläger die Beschwerde zurück (Urk. 25). Das Verfahren ist entsprechend abzuschreiben. Mit dem Rückzug wird auch die erstinstanzliche Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolge rechtskräftig. Ausgangsgemäss ist die Entschei dgebühr des Rechtsmittelverfa hre ns dem Kl äger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und mi t dem vom Kläger geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen (Art. 111 Abs. 1 ZPO). Mangels erheblicher Umtriebe ist der Beklagten und Beschwerdegegnerin für das Rechtsmittelverfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen.

Es wird beschlossen: 1. Das Verfahren wird abgeschrieben. 2. Die Entschei dgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 800.– fest- gesetzt. 3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Kläger auferlegt und mi t dem vom Kläger geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 4. Der Beklagten wird für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage der Doppel der Urk. 18, 21/3 und 25 sowie an die Vorinstanz, je gegen Emp- fangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. D i e Anfechtung des Rückzugs hat nicht mit Beschwerde gemäss Bundesge- setz über das Bundesgericht (BGG), sondern mit Revision zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO). Eine Beschwerde gegen die Dispositivziffern 2 bis 4 dieses Entschei ds an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schwei- zerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Ver- bi ndung mi t Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 8'957.85. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 5. April 2016

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

li c. i ur. J. Frei burghaus

versandt am: mc

Schlagwörter

appeal withdrawalcollocationcostsparty compensationtermination of proceedings

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

What is the effect of the appellant's withdrawal of the appeal?

Extrahierter Entscheid

The appeal proceedings are discontinued and the case is struck off the appellate docket.

Extrahierte Begründung

Once the appeal was withdrawn, there was no longer a pending appellate request to decide.

Kernrechtsfrage

How are the costs of the appellate proceedings to be allocated?

Extrahierter Entscheid

The appellate court fee is set at CHF 800 and charged to the appellant, to be set off against the cost advance.

Extrahierte Begründung

Because the appellant caused the termination by withdrawing the appeal, costs follow the outcome; no special circumstances justified a different allocation.

Kernrechtsfrage

Is the respondent entitled to a party compensation for the appeal proceedings?

Extrahierter Entscheid

No party compensation is awarded to the respondent.

Extrahierte Begründung

The respondent incurred no significant expenses justifying compensation.

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