Correction of appellate cost award in divorce interim measures

LY130041Obergericht14.04.2014Granted

Zusammenfassung

In a divorce interim-measures appeal, the Zurich High Court corrected its judgment of 4 April 2014 on a party-cost issue. The applicant argued that dispositive item 4 contradicted the reasons, which had awarded CHF 4,900 plus 8% VAT. The court agreed that the dispositive was inconsistent and, relying on Art. 334 ZPO, amended item 4. The wife was ordered to pay the husband a reduced party compensation of CHF 5,292 for the appeal proceedings. The court also stated that the time limit for a further appeal starts anew upon correction.

Regest

Art. 334 ZPO; correction of an inconsistent dispositive part. A decision may be corrected ex officio or on application if the dispositive is unclear, contradictory or incomplete, or if it conflicts with the reasons (consid. 1). The court may proceed without hearing the parties where the correction concerns a clerical or arithmetic error. A correction replacing the dispositive text causes the appeal period to run anew as regards the corrected part. The corrected operative part must correspond to the reasoning and may include omitted tax components where these are clearly required by the reasons.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: LY130041-O/U02.doc

Mitwirkend: Oberrichter Dr. H.A. Müller, Vorsitzender, Oberrichterin Dr. M. Schaffitz und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. L. Stünzi Urteil vom 14. April 2014

in Sachen

A._____, Gesuchsteller und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____

gegen

B._____, Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen)

Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 15. November 2013 (FE100118-G)

Nach Einsicht in die Eingabe von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ vom 8. April 2014, womit sie um Berichtigung von Dispositiv-Ziffer 4 des Urteils vom 4. April 2014 ersucht (Urk. 17), in der Erwägung, dass das Gericht auf Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen eine Erläu- terung oder Berichtigung des Entscheids vornimmt, wenn das Dispositiv unklar, widersprüchlich oder unvollständig ist oder es mit der Begründung im Wider- spruch steht (Art. 334 Abs. 1 ZPO), dass in Dispositiv-Ziffer 4 des Urteils des hiesigen Gerichts vom 4. April 2014 die Gesuchstellerin verpflichtet wurde, dem Gesuchsteller für das Beru- fungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 4'900.– zu bezahlen (Urk. 15), dass den Erwägungen zu entnehmen ist, die Gesuchstellerin sei zu ver- pflichten, dem Gesuchsteller für das Berufungsverfahren eine Parteientschädi- gung von Fr. 4'900.– zuzüglich 8% Mehrwertsteuer zu bezahlen (Urk. 15 S. 26), weshalb Dispositiv-Ziffer 4 mit der Begründung in Widerspruch steht und zu be- richtigen ist, dass das Gericht bei der Berichtigung von Schreib- oder Rechnungsfehlern auf eine Stellungnahme der Parteien verzichten kann (Art. 334 Abs. 2 ZPO), dass die Rechtsmittelfrist betreffend Dispositiv-Ziffer 4 des Urteils vom 4. April 2014 durch die Berichtigung neu zu laufen beginnt (vgl. BK ZPO-Sterchi, Art. 334 N 13; BSK ZPO-Herzog, Art. 334 N 17), wird erkannt: 1. Das Berichtigungsbegehren wird gutheissen und Dispositiv-Ziffer 4 des Ur- teils des hiesigen Gerichts vom 4. April 2014 wie folgt neu gefasst (Ände- rung fett):

"Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller für das Berufungsverfahren eine re- duzierte Parteientschädigung von Fr. 5'292.– zu bezahlen." 2. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 17, sowie an das Bezirksgericht Meilen, je gegen Empfangsschein. 3. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist Endentscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt Fr. 30'000.–. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 14. April 2014 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

Dr. H.A. Müller Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. L. Stünzi

versandt am: mc

Schlagwörter

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