Appeal not admitted for unpaid cost advance

LE160063Obergericht28.11.2016Inadmissible

Zusammenfassung

The Zurich Court of Appeal dealt with an appeal in a family-law interim measures case. The appellant failed to pay the reduced appellate cost advance even after a grace period. The court therefore did not enter into the appeal under Art. 101(3) CPC. The second-instance fee was set at CHF 800 and imposed on the appellant. No party compensation was granted because the respondent had no relevant expenses in the appeal proceedings.

Regest

Art. 101 Abs. 3 ZPO; non-payment of an ordered cost advance after expiry of the set deadline and any grace period leads to non-entry into the appeal if the sanction has been duly threatened. Art. 106 Abs. 1 ZPO governs the allocation of costs according to the outcome; where the appeal is not entered into, the appellant bears the appellate costs. Party compensation may be denied under Art. 95 Abs. 3 and Art. 106 Abs. 1 ZPO if the successful party incurred no relevant compensable effort. The non-entry decision is a final appealable decision in interim-measures proceedings.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: LE160063-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie Gerichtsschreiber lic. i ur. F. Rieke Beschluss vom 28. November 2016

i n Sachen

A., Gesuchsgegner und Berufungskläger vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X.

gegen

B., Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y.

betreffend Eheschutz (vorsorgliche Massnahmen)

Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Ver- fahren am Bezirksgericht Meilen vom 15. September 2016 (EE160017-G)

Nach Einsicht in die Verfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 15. September 2016, mit welcher vorsorgliche Massnahmen (Zutei lung der Wohnung, Betreuung des Kindes, Anordnung einer Kindesvertretung) für die Dauer des hängigen Ehe- schutzverfahrens der Parteien geregelt wurden (Urk. 2), nach Ei nsicht in die dagegen am 20. Oktober 2016 erhobene Berufung des Ge- suchsgegners (Urk. 1), da mit Verfügung vom 25. Oktober 2016 das Gesuch um Erteilung der aufschie- benden Wirkung abgewiesen wurde, soweit darauf eingetreten wurde, und dem Gesuchsgegner Frist zur Leistung eines Vorschusses für die Kosten des Beru- fungsverfahre ns von Fr. 3'000.-- angesetzt wurde (Urk. 3), da der Gesuchsgegner auch innert der mit Verfügung vom 11. November 2016 angesetzten Nachfrist von 5 Tagen für einen reduzierten Gerichtskostenvo r- schuss von noch Fr. 1'500.-- (Urk. 5; zugestellt am 14. November 2016) diesen nicht geleistet hat, weshalb androhungsgemäss auf sei ne Berufung ni cht ei nzutre- ten ist (Art. 101 Abs. 3 ZPO), da die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens ausgangsgemäss dem Gesuchs- gegner aufzuerlegen sind (Art. 106 Abs. 1 ZPO), da dem Gesuchsgegner infolge von dessen Unterliegen und der Gesuchstellerin mangels relevanter Umtriebe für das Berufungsverfahren keine Parteientschädi- gungen zuzusprechen sind (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO), wird beschlossen: 1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.-- festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt.

  1. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an Rechtsanwälti n li c. i ur. Z._____ (als Kindesvertreterin im vorinstanzlichen Verfahren) und an die Vorinstanz, an die Gesuchstellerin sowie an Rechtsanwälti n li c. i ur. Z._____ je unter Bei- lage eines Doppels von Urk. 1, je gegen Empfangsschein. Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG und ein Entscheid über vorsorgli- che Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. Es handelt sich um eine nicht vermögens- rechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 28. November 2016

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. F. Rieke

versandt am:

Schlagwörter

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