Appeal withdrawn; proceedings discontinued and costs imposed

LE150042Obergericht30.07.2015Withdrawn

Zusammenfassung

The Zurich Cantonal Court of Appeal in a family-law protective-measures case discontinued the appeal after the appellant withdrew it by letter. The court held that the previously granted suspensive effect fell away. It fixed the appellate fee at CHF 1,200, charged the costs to the appellant, and awarded the respondent CHF 1,080 in party compensation. The decision also noted that the respondent’s submission burden had been limited because the court had already decided the appellant’s superprovisional request for suspensive relief.

Regest

Withdrawal of an appeal; discontinuance of the appellate proceedings and lapse of any suspensive effect previously granted. Upon withdrawal, the appellate court strikes the case off the roll; procedural costs are allocated according to the outcome, and the opposing party may be awarded party compensation for necessary submissions occasioned by interim measures. Where the court has already ruled superprovisionally on suspensive relief, the compensable effort of the respondent may be reduced accordingly (cf. consid. 1-4).

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: LE150042-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. M. Schaffitz, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschrei- ber lic. i ur. A. Baumgartner Beschluss vom 30. Juli 2015

i n Sachen

A._____,

Beklagter und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwälti n li c. i ur. X._____,

gegen

B._____,

Klägerin und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwälti n li c. i ur. Y._____,

betreffend Eheschutz (vorsorgliche Massnahmen)

Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Andelfingen vom 1. Juli 2015 (EE150003-B)

Erwägungen: Mit Schreiben vom 28. Juli 2015, beim Obergericht am 29. Juli 2015 ei nge- gangen, zog der Beklagte die Berufung zurück. Das Verfahren ist entsprechend abzuschreiben. Die mit Verfügung vom 23. Juli 2015 (Urk. 7) verliehene aufschie- bende Wirkung entfällt damit. Ausgangsgemäss sind die Prozesskosten des Rechtsmittelverfa hre ns dem Beklagten aufzuerlegen, wobei in Bezug auf den Aufwand des Gerichtes zu be- achten ist, dass mit Verfügung vom 23. Juli 2015 bereits über das Gesuch des Beklagten um superprovisorische Gewährung der aufschiebenden Wirkung ent- schieden wurde (Urk. 7). Aufgrund dieses Gesuches hatte die Klägerin eine Stel- lungnahme "in der gebotenen Kürze" (Urk. 7 S. 7) zu verfassen (Urk. 9; hierorts am 28. Juli 2015 eingegangen), weshalb ihr für das Berufungsverfahren eine Par- teientschädigung von Fr. 1'000.– (zuzügli ch 8 % Mehrwertsteuer) zuzusprechen ist . Es wird beschlossen: 1. Das Verfahren wird abgeschrieben. Damit entfällt die der Berufung verliehe- ne aufschiebende Wirkung. 2. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfa hre n wird auf Fr. 1'200.– festge- setzt. 3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Beklagten aufer- legt. 4. Der Klägerin wird für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'080.– zugesprochen.

  1. Schriftliche Mitteilung an die Parteien (vorab per Fax), an den Beklagten un- ter Zustellung je eines Doppels der Urk. 9, 10 und 11/1-5 sowie von Kopien der Urk. 8/1-2, an die Klägerin unter Zustellung eines Doppels der Urk. 12 sowie von Kopien der Urk. 8/1-2, und an die Vori nstanz, je gegen Emp- fangsschein. D i e ersti nstanzli che n Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 30. Juli 2015

Obergericht des Kantons Züri ch I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. A. Baumgartner

versandt am: kt

Schlagwörter

family lawprotective measuresappeal withdrawaldiscontinuancesuspensive effectcourt costsparty compensation