Appeal not entered due to unpaid cost advance

LC170011Obergericht19.05.2017Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich High Court dealt with an appeal in a divorce case concerning the public auction of jointly owned real estate. After the court denied legal aid and ordered an advance on costs of CHF 3,000, the appellant did not pay the amount within the extended deadline. Applying Art. 101 Abs. 3 ZPO, the court refused to enter into the appeal. The appellant was ordered to pay the second-instance costs of CHF 750, and no party compensation was granted.

Omnilex-Regeste

Art. 101 Abs. 3 ZPO; non-payment of an ordered cost advance after expiry of the grace period leads to non-entry into the appeal. If the appellant fails to satisfy the advance despite warning and additional deadline, the appellate court must declare the appeal inadmissible without examining the merits. In such a case, the procedural costs are imposed on the appellant; an award of party compensation is not warranted absent a corresponding legal basis or success on the merits (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: LC170011-O/U

Mitwirkend: die Oberrichterin Dr. L. Hunzi ker-Schni der, Vorsitzende, Oberrichter D r. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie Gerichtsschreiberin lic. i ur. P. Knoblauch Beschluss vom 19. Mai 2017

i n Sachen

A._____, Beklagter und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

B._____, Klägerin und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

betreffend Ehescheidung

Berufung gegen ein Teilurteil des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Winterthur, vom 9. Januar 2017 (FE150304-K)

Unter Hinweis auf das unter der Proz.-Nr. FE150304 ergangene Teilurteil der Vorinstanz vom 9. Januar 2017 (Urk. 2), mit dem die öffentliche Versteigerung der im gemeinschaftlichen Eigentum der Parteien stehenden, in der Gemeinde C._____ gelegenen Liegenschaft Grundbuchblat t 1, Kataster-Nr. 1, ... [Adresse], angeordnet wurde und das Gemeindeammannamt der Gemeinde D._____ mit dem Vollzug beauftragt wurde; unter Hinweis darauf, dass der Beklagte das erwähnte Teilurteil mit der Berufung an das Obergericht weitergezogen hat; da die Kammer mit Beschluss vom 29. März 2017 (Urk. 13), das Armenrechtsgesuch des Beklagten und Berufungsklägers abgewiesen hat und dem Beklagten und Berufungskläger eine Frist zur Leistung des Kostenvorschusses von Fr. 3'000.00 angesetzt hat; da der Beklagte diesen Kostenvorschuss auch innert der mit Verfügung vom 3. Mai 2017 gemäss Art. 101 Abs. 3 ZPO angesetzten Nachfrist nicht geleistet hat (Urk. 14), weshalb androhungsgemäss (Urk. 14 Dispositiv-Zi ff. 1) und i n Anwendung von Art. 101 Abs. 3 ZPO auf die Berufung nicht einzutreten ist; da der Beklagte unter diesen Umständen kostenpflichtig wird, wobei für dieses Berufungsverfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen ist;- wird beschlossen: 1. Auf die Berufung des Beklagten wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 750.00. 3. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden dem Beklagten auferlegt. 4. Für das Berufungsverfahren wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

  1. Schri ftli che Mi ttei lung an die Parteien, an die Vorinstanz sowie an das Ge- meindeammannamt E._____ (unter Hi nweis auf Dispositiv-Ziff. 3 des vor- i nstanzli chen Urteils), je gegen Empfangsschein. Die ersti nstanzli che n Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Ei ne bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbi ndung mi t Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt über Fr. 30'000.00. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 19. Mai 2017

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. i ur. P. Knoblauch

versandt am: bz

Schlagwörter

appeal inadmissibilitycost advancenon-entrydivorcecourt costsparty compensation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be entered into after the appellant failed to pay the required cost advance within the extended deadline.

Extrahierter Entscheid

No. Because the cost advance was not paid even during the additional period, the appeal could not be considered and the court had to refuse entry.

Extrahierte Begründung

The court relied on the prior warning and applied Art. 101 Abs. 3 ZPO, which authorizes non-entry when the advance is not paid despite the granted grace period.

Kernrechtsfrage

Who bears the costs of the second-instance proceedings and whether party compensation is owed.

Extrahierter Entscheid

The appellant bears the second-instance court costs, and no party compensation is awarded for the appeal proceedings.

Extrahierte Begründung

As the appellant caused the non-entry by failing to pay the advance, procedural costs were imposed on him; the court saw no basis for an award of party compensation.

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