projekte
LC140019 ΓÇó Appeal not entered for failure to file German version
LC140019Obergericht19.09.2014Inadmissible
In a divorce appeal before the Zurich High Court, the appellant submitted his appeal in French. After the court informed him that filings to Zurich courts must be in German and granted him a deadline to submit a German version under threat of non-entry, he did not file any corrected submission. The court also noted that the appeal lacked sufficiently specific requests. It therefore declined to enter on the appeal, waived court costs, and awarded no party compensation.
Art. 129 ZPO i.V.m. Art. 48 KV; Art. 132 Abs. 2 ZPO: Language of submissions to Zurich courts and cure of formal defects in appellate proceedings. Filings must be made in German; if a party submits a defective appeal, the court may set a deadline for rectification and warn that non-compliance will result in the appeal being treated as not filed. Where the defect is not cured within the prescribed time, and the appeal additionally lacks sufficiently determinate requests, non-entry is justified (consid. corresponding to the procedural defect analysis). In such circumstances, the court may also waive costs and deny party compensation if the case so warrants and no compensable effort is shown.
Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: LC140019-O/U.doc
Mitwirkend: Oberrichterin Dr. M. Schaffitz, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Subotic Beschluss vom 19. September 2014
in Sachen
A._____,
Gesuchsteller und Berufungskläger
gegen
B._____,
Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,
betreffend Ehescheidung
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 28. März 2014 (FE120354-I)
Nach Eingang der Berufung des Gesuchstellers und Berufungsklägers (fortan Gesuchsteller) vom 12. August 2014 (Datum des Poststempels: 15. August 2014), welche in französischer Sprache abgefasst ist (Urk. 71), nachdem dem Gesuchsteller mit Verfügung vom 25. August 2014 (Urk. 75) mitge- teilt worden ist, dass Eingaben an die Zürcher Gerichte in der Amtssprache Deutsch zu erfolgen haben (Art. 129 ZPO i.V.m. Art. 48 KV) und ihm ausserdem in Anwendung von Art. 132 Abs. 2 ZPO Frist bis zum 15. September 2014 ange- setzt worden ist, um seine Berufung in der Amtssprache Deutsch einzureichen, nachdem ihm in derselben Verfügung ausserdem angedroht wurde, dass die Be- rufung als nicht erfolgt gelte, wenn er diese Frist unbenutzt verstreichen lasse, in der Erwägung, dass bis zum heutigen Zeitpunkt weder eine verbesserte Berufungsschrift noch sonstige Eingaben des Gesuchstellers hierorts eingetroffen sind und die Beru- fungsfrist am 15. September 2014 abgelaufen ist (vgl. Urk. 70), dass auf die Berufung entsprechend androhungsgemäss nicht einzutreten ist, dass der Berufungsschrift auch keine hinreichend bestimmten Berufungsanträge entnommen werden können, dass es sich vorliegend umständehalber rechtfertigt, auf das Erheben von Kosten zu verzichten und ausserdem mangels relevanter Aufwendungen keine Parteient- schädigungen zuzusprechen sind,
wird beschlossen: 1. Auf die Berufung des Gesuchstellers wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Kosten erhoben.
Zürich, 19. September 2014
Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer
Die Gerichtsschreiberin:
lic. iur. S. Subotic
versandt am: js