Remand for completion of evidence in property possession dispute

LB120030Obergericht13.04.2012Remanded

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

In a civil appeal concerning ownership/possessory protection, the Zurich High Court dealt with a Federal Supreme Court remand. It held that the remand restored the case to the procedural stage before the annulled appellate judgment and bound it to the Supreme Court's reasoning. Because the Supreme Court had indicated that the taking of evidence had to be completed, the High Court annulled the Bülach District Court judgment and sent the case back to that court for supplementation of evidence and a new decision. The second-instance fee was set at CHF 14,350, while the allocation of costs and compensation was reserved.

Omnilex-Regeste

§ 270 Satz 2 ZPO/ZH; Art. 107 BGG; binding effect of a Federal Supreme Court remand and scope of remittal. A cantonal court receiving a case back from the Federal Supreme Court is bound by the legal considerations of the remand decision and must decide within that framework. If the remand requires further evidentiary proceedings, the matter is to be returned to the first instance where necessary to preserve the full two-instance structure. The remitting court may annul the attacked judgment and order a new decision after completion of the evidence (consid. as cited). The allocation of costs for the remittal proceedings may be reserved.

Gesamter Gesetzestext

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr. LB120030-O/U01

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichter Dr. M. Kriech und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie die Gerichtsschreiberin Dr. K. Schröder Beschluss vom 13. April 2012

in Sachen

  1. A., 2. B., Beklagte und Berufungskläger 1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

C., Kläger und Berufungsbeklagter vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y.

betreffend Eigentum / Besitzesschutz

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, II. Abteilung, vom 22. Juni 2010 (CG080028)

Rückweisung: Urteil des Bundesgerichts vom 2. März 2012 (vormaliges Verfahren: LB100053)

Nach Einsicht in das Urteil der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts vom 2. März 2012, worin das Urteil der I. Zivilkammer des Obergerichts des Kan- tons Zürich vom 21. September 2011 in Gutheissung der Beschwerde aufgeho- ben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen ans Obergericht zurückgewiesen wird, in der Erwägung, dass die Rückweisung den Prozess in die Lage zurückversetzt, in der er sich vor Erlass des aufgehobenen Entscheides befunden hat, wobei das Obergericht an die im Bundesgerichtsurteil enthaltenen rechtlichen Erwägungen gebunden ist (BSK BGG-Ulrich Meyer, 2. Aufl., Basel 2011, Art. 107 N 18 mit Verweis auf die Rechtsprechung in Fn 45), dass den bundesgerichtlichen Erwägungen zu entnehmen ist, dass die Be- weisabnahme zu ergänzen ist (insbes. Urk. 91 S. 11 E. 5.3.2), weshalb zwecks Wahrung des vollen Instanzenzuges das Bezirksgericht Bülach mit der Ergänzung der Beweisabnahme zu betrauen ist, dass zu diesem Zweck das Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 22. Juni 2010 in Anwendung von § 270 Satz 2 ZPO/ZH aufzuheben und die Sache zur Neuent- scheidung im Sinne der bundesgerichtlichen Erwägungen ans Bezirksgericht Bülach zurückzuweisen ist, wird beschlossen: 1. Das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, II. Abteilung, vom 22. Juni 2010 wird aufgehoben, und der Prozess wird zur Ergänzung des Beweisverfahrens im Sinne der Erwägungen und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zu- rückgewiesen. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 14'350.00 festgesetzt.

  1. Die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen für das zweitinstanzli- che Verfahren bleibt der Vorinstanz vorbehalten. 4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und das Bezirksgericht Bülach, II. Ab- teilung, je gegen Empfangsschein. Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erst- und zweit- instanzlichen Akten an die Vorinstanz. 5. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinn von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 240'000.00. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. __________________________________ OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin:

Dr. K. Schröder

versandt am: mc

Schlagwörter

remandevidence-takingpossessory protectiontwo-instance procedurecantonal appealcost reservation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the first-instance judgment should be annulled and the case remanded for additional evidence-taking after the Federal Supreme Court's remand

Extrahierter Entscheid

The appeal court annulled the District Court judgment and remitted the case to the first instance for completion of the evidentiary proceedings and a new decision in line with the Federal Supreme Court's reasoning.

Extrahierte Begründung

The Federal Supreme Court's remand bound the cantonal court to the legal considerations stated there. Those considerations required additional evidence-taking; to preserve the full two-instance process, the District Court had to complete the evidence and decide anew.

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