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LB120014 ΓÇó Appeal inadmissible; challenge had to be brought as revision
LB120014Obergericht24.02.2012Inadmissible
The Zurich High Court held that the defendant's submission did not constitute a proper appeal against the district court's order of 3 February 2012. Instead, it could only be understood as an insufficient request to revise the settlement of 27 January 2012 on the ground of mistake. Because the appellate court was not competent to deal with such a revision request and no transfer was provided for, it refused to enter into the filing. The defendant was ordered to pay the appellate costs, fixed at CHF 300, and no party compensation was granted.
Art. 241 Abs. 2, 328 f. ZPO; challenge to a court settlement on the ground of a defect of consent is not pursued by appeal but by revision before the last instance that decided the matter. A filing that merely attacks the settlement and contains neither an appealable criticism of the challenged decision nor proper appellate prayers is inadmissible as an appeal. The appellate court lacks competence to treat such a filing as a revision request; absent a statutory transfer mechanism, it must not forward the matter ex officio. Unnecessary costs caused by the filing may be charged to the submitting party under Art. 108 ZPO.
Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer
Geschäfts-Nr.: LB120014-O/U
Mitwirkend: die Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, und lic. iur. M. Spahn, Ersatzoberrichterin lic. iur. R. Blesi Keller sowie Gerichtsschreiber lic. iur. B. Häusermann
Beschluss vom 24. Februar 2012
in Sachen
A._____, Beklagte und Berufungsklägerin
gegen
B._____, Kläger und Berufungsbeklagter
betreffend Forderung
Berufung gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Winterthur vom 3. Februar 2012 (CG110015)
Erwägungen: 1. Am 14. März 2012 ging eine Eingabe der Beklagten vom 13. März 2012 (entsprechend dem Datum der Postaufgabe; Urk. 16) samt diversen Beilagen, da- runter der Beschluss des Bezirksgerichts Winterthur vom 3. Februar 2012 (Ge- schäfts-Nr. CG110015; Urk. 17) und die Vereinbarung der Parteien vom 27. Ja- nuar 2012 (Urk. 19/6) am Obergericht des Kantons Zürich ein. Das Geschäft wur- de der beschliessenden Kammer zugeteilt. 2.1. Die Beklagte bezieht sich in ihrer Eingabe auf den "Beschluss 3.02.2012". Sie schliesst mit den Worten "Leider habe ich unterschrieben und nachher festge- stellt, dass ich alle(s) schon bezahlt habe. Bitte um Richtigstellung" (Urk. 16). Da- raus kann entnommen werden, dass die Beklagte geltend machen will, sie sei am 27. Januar 2012 anlässlich der Instruktions-/Vergleichsverhandlung vor Bezirks- gericht Winterthur beim Abschluss der erwähnten Vereinbarung, worin sie sich verpflichtete, dem Kläger ein Darlehen von Fr. 15'600.– in monatlichen Raten von Fr. 65.– zurückzubezahlen (Urk. 17), einem Irrtum unterlegen. Wer geltend machen will, ein Vergleich sei infolge eines Willensmangels, insbe- sondere infolge eines Irrtums, zivilrechtlich unwirksam, hat die Revision des Ver- gleichs zu verlangen. Das Revisionsgesuch ist innert 90 Tagen seit Entdeckung des Revisionsgrundes schriftlich und begründet bei derjenigen Instanz einzu- reichen, die als letzte Instanz "in der Sache entschieden hat" (vgl. Art. 328 f. ZPO). Demzufolge hätte die Beklagte den Vergleich mit Revision anzufechten. Darauf wurde die Beklagte bereits mit dem Beschluss vom 3. Februar 2012 hin- gewiesen (vgl. Urk. 17 S. 4). Der Vergleich hat die Wirkung eines rechtskräftigen Entscheids (Art. 241 Abs. 2 ZPO) und kam vor Bezirksgericht Winterthur zustan- de. Die Revision ist daher beim Bezirksgericht Winterthur einzureichen. Die Revi- sionsschrift hat insbesondere folgende Angaben zu enthalten (vgl. dazu Frei- burghaus/Afheldt in: Sutter-Somm et al., Kommentar zur ZPO, Art. 329 N. 8): - die genaue Bezeichnung des angefochtenen Entscheids sowie der Partei- en des Revisionsverfahrens; - den Revisionsgrund, auf den sich die Revisionsklägerin stützt;
Zürich, 24. Februar 2012
Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer der Gerichtsschreiber:
lic. iur. B. Häusermann
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