Non-entry due to unpaid advance in organizational defect case

HE170390Handelsgericht24.11.2017Dismissed

Zusammenfassung

The applicant sought measures for an alleged organizational defect of the defendant GmbH. After the court ordered and then repeated an advance-on-costs request, the applicant still failed to pay. The Handelsgericht therefore did not enter into the application. The applicant was ordered to pay the court fee of CHF 500, and no compensation was awarded. The decision also instructed service to the defendant by filing in the court record and transmission to the commercial register office.

Regest

Art. 59 Abs. 1 and 2 lit. f ZPO; non-payment of an ordered advance on costs prevents the court from entering into the action or application unless the procedural prerequisites are otherwise fulfilled. Where the claimant remains in default after a grace period, the request is inadmissible and the court need not examine the merits (consid. 7). Costs follow the outcome; the unsuccessful party bears the court fee, and no party compensation is due absent a basis therefor (consid. 8). In matters concerning an organizational defect of a company, the court may also notify the commercial register authority of the decision as a hint to the existing defect (consid. 10).

Gesamter Gesetzestext

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschä fts-Nr.: HE170390-O U/pz

Mitwirkend: der Oberrichter D r. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber Jan Bussli nger

Verfügung vom 24. November 2017

i n Sachen

A._____, Dr. Ing., Kläger

gegen

B._____ Services GmbH, Beklagte

betreffend Organisationsmangel

Rechtsbegehren (sinngemäss): (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädi gungsfolge."

Der Einz elrichter zieht in Erwägung: 1. Der Beklagten fehlt eine Geschäftsführung. Damit besteht ein Organisations- mangel. 2. Unter anderem Gläubiger können beim Gericht ein Begehren im Sinne von Art. 819 OR in Verbindung mit Art. 731b OR stellen. 3. Das hat Herr A._____ am 6. Oktober 2017 getan (act. 1). 4. Ihm wurde Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses angesetzt (act. 3). 5. Da kein Vorschuss einging, erfolgte am 2. November 2017 eine Nachfristanset- zung (act. 7). 6. Erneut blieb der Gesuchsteller bzw. Kläger säumig. 7. Damit ist auf das klägerische Begehren nicht einzutreten (Art. 59 Abs. 2 lit. f ZPO i n Verbindung mit Art. 59 Abs. 1 ZPO). 8. Ausgangsgemäss wird der Kläger kostenpflichtig (Art. 106 ZPO). Der Streitwert beträgt mindestens CHF 30'000. 9. Da die Beklagte kein gültiges Domizil besitzt und durch den Entscheid nicht be- schwert wird, erfolgt die Mitteilung an sie durch Hinterlage bei den Akten. 10. Der Entscheid ist dem Handelsregisteramt zur Kenntnis und als Hinweis auf den bestehenden Organisationsmangel zuzustellen.

Der Einz elrichter verfügt: 1. Die Frist zur Beantwortung des klägerischen Begehrens wird der Beklagten abgenommen. 2. Auf das klägerische Begehren wird nicht eingetreten. 3. Die Gerichtsgebühr von CHF 500 wird dem Kläger auferlegt. 4. Entschädigungen werden keine zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an den Kläger, an die Beklagte durch Hinterlage bei den Akten, und i m Si nne von Zi ff. 10 der Erwägungen an das Handelsregis- teramt des Kantons Zürich. 6. Ei ne bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit- wert beträgt mindestens CHF 30'000.

Züri ch, 24. November 2017

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Gerichtsschreiber:

Jan Bussli nger

Schlagwörter

organizational defectadvance on costsnon-entrycostscommercial registerlimited liability company