Withdrawal of interim injunction request; costs imposed on claimant

HE160312Handelsgericht24.08.2016Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The claimant applied for a superprovisional payment ban concerning two guarantees totaling CHF 400,000. The court first denied the urgency request and ordered an advance on costs. Before any substantive determination, the claimant withdrew the request on 22 August 2016. The court accordingly closed the proceedings as withdrawn. It set the court fee at CHF 5,000 and imposed it on the claimant. The defendant received no party compensation because no compensable effort was shown.

Omnilex-Regeste

Art. 241 ZPO; withdrawal of an application for interim measures; cost consequences. If the applicant withdraws the request, the proceedings are to be marked off as concluded without a merits determination. Court costs are allocated according to the outcome under Art. 106(1) ZPO and are determined by the applicable cantonal fee schedule with reference to the dispute value. Party compensation requires compensable outlays or effort; absent such circumstances, none is awarded to the opposing party.

Gesamter Gesetzestext

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschä fts-Nr.: HE160312-O U/ee

Mitwirkend: Ersatzoberrichterin Franziska Egloff sowie der Gerichtsschreiber Roman Kariya

Verfügung vom 24. August 2016

i n Sachen

A._____ AG, Klägerin

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur., LL.M. X1._____ vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur., LL.M. X2._____

gegen

B._____ AG, Beklagte

betreffend vorsorgliche Massnahme (superprovisorische Anordnung)

Massnahmegesuch: (act. 1 S. 2) " 1. Es sei der Beklagten unter Androhung der Bestrafung ihrer Or- gane gemäss Art. 292 StGB (Ungehorsam gegen amtliche Ver- fügungen) im Zuwiderhandlungsfalle vorsorglich zu verbieten, aus den im Auftrag der Klägerin zugunsten der C._____ Com- pany abgegebenen Garantien Nr. ... für C HF 340'000.-- und ... für C HF 60'000.-- irgendwelche Zahlungen zu leisten; 2. die mit Begehren 1 beantragten vorsorglichen Massnahmen sei- en superprovisorisch ohne vorherige Anhörung der Beklagten anzuordnen und nach der Anhörung der Beklagten zu bestäti- gen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt) zu Lasten der Beklagten." Das Einz elgericht zieht in Erwägung: 1. Die Gesuchstellerin (fortan Klägerin) rei chte i hr Gesuch um Anordnung einer (vorerst) superprovisorischen Massnahme (Zahlungsverbot) gegen die Gesuchs- gegnerin (fortan Beklagte) hierorts am 18. Juli 2016, 13.30 Uhr, samt Beilagen ei n (act. 1; act. 3/1-16). Mit Verfügung vom 19. Juli 2016 wurde das Dringlichkeitsbe- gehren abgewiesen und der Klägerin Frist angesetzt, um ei nen Kostenvorschuss von C HF 5'000.– zu leisten (act. 4). Mit ihrer Eingabe vom 22. August 2016 zog die Klägerin das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen zurück (act. 7). 2. Demzufolge ist das Verfahren zufolge Rückzugs als erledigt abzuschreiben (Art. 241 ZPO). 3. Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des Obergerichts (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV OG). Vorliegend beträgt der Streitwert CHF 400'000.–. In Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 und § 10 Abs. 1 GebV OG ist die Gerichtsgebühr auf CHF 5'0 00.– festzusetzen und ausgangsgemäss der Klägerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Der Beklagten ist mangels Umtriebe keine Parteientschä- digung zuzusprechen.

Das Einz elgericht verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Rückzugs als erledigt abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 5'0 00.–. 3. Die Gerichtskosten werden der Klägerin auferlegt. 4. Der Beklagten wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage eines Doppels von act. 7. 6. Gegen den Kostenentscheid ist eine bundesrechtliche Beschwerde inner- halb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge- richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert des Kostenentscheids entspricht der Gerichtsgebühr.

Züri ch, 24. August 2016

Handelsgericht des Kantons Zürich

Der Gerichtsschreiber:

Roman Kariya

Schlagwörter

interim measureswithdrawalcostscourt feeparty compensationprovisional relief

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the interim measures proceedings should continue after the claimant's withdrawal

Extrahierter Entscheid

The proceedings were closed as withdrawn and deemed concluded.

Extrahierte Begründung

Once the claimant withdrew the request for interim measures, there was no longer a pending application; the case was therefore struck off as concluded under Art. 241 ZPO.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs after withdrawal

Extrahierter Entscheid

The claimant must bear the court costs, set at CHF 5,000.

Extrahierte Begründung

Costs were allocated according to the outcome under Art. 106(1) ZPO, with the fee determined by the amount in dispute and the cantonal fee schedule.

Kernrechtsfrage

Whether the defendant is entitled to party compensation

Extrahierter Entscheid

No party compensation was awarded to the defendant.

Extrahierte Begründung

The court found no compensable expenses or effort on the defendant's side.

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