Proceedings struck out as moot after defect cured

HE160007Handelsgericht05.04.2016Dismissed

Zusammenfassung

The Zurich Commercial Court dealt with an action by the cantonal commercial register office seeking measures due to an organizational defect of A._____ AG in liquidation. At filing, the company lacked a Swiss-resident representative and a valid domicile. After the defect was cured by registration on 22 March 2016, the court held that the case had become moot and struck the proceedings from the roll. Because the defendant had caused the filing of the action, it was ordered to pay the court fee of CHF 2,200 and an expense compensation of CHF 300 to the plaintiff.

Regest

Art. 242 ZPO; mootness after cure of an organizational defect; cost allocation under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO and expense compensation under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO. If the defect alleged in proceedings concerning corporate organization is remedied before judgment, the action loses its subject matter and is to be struck out as moot. For costs, the court may depart from the ordinary rule and allocate them according to discretion where a party’s conduct caused the proceedings to be initiated; the triggering party may also be ordered to compensate the opposing party’s outlays for inconvenience.

Gesamter Gesetzestext

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschä fts-Nr.: HE160007-O U/ee

Mitwirkend: der Oberrichter D r. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber Rafael Rutgers

Verfügung vom 31. März 2016

i n Sachen

Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger

gegen

A._____ AG in Liquidation, Beklagte

betreffend Organisationsmangel

Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

Der Einz elrichter zieht in Erwägung: 1. Am 4. Januar 2016 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Vertretung mit Wohnsitz in der Schweiz und es fehlte ein gültiges Domizil (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintra- gung am 22. März 2016, act. 10) kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegen- standslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einz elrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 10.

  1. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbi ndung mi t Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit- wert beträgt mindestens CHF 30'000.00.

Züri ch, 31. März 2016

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Gerichtsschreiber:

Rafael Rutgers

Schlagwörter

organizational defectmootnesscost allocationcorporate representationdomicile