Provisional construction lien registration confirmed

HE150124Handelsgericht24.04.2015Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Zurich Commercial Court confirmed a provisional construction lien on the defendant’s property in favor of the plaintiff for CHF 38,182.35 plus interest. Because the defendant filed no response, the court decided on the record and found the lien claim and timeliness plausible. The plaintiff was ordered to commence the action for definitive registration by 26 June 2015, failing which the defendant may have the provisional entry deleted. Court fees of CHF 2,200 were imposed on the plaintiff provisionally, while the final cost and compensation allocation was reserved for the merits proceedings.

Omnilex-Regeste

Art. 961 ZGB, Art. 839 Abs. 2 ZGB; provisional registration of a construction lien and setting of the prosecution period. A provisional entry is to be confirmed where the claimant makes the existence of work on the burdened property and compliance with the filing period plausible. The court must set a deadline for bringing the action for definitive registration; an extension of that deadline is possible only upon a separate reasoned request and only for grounds not foreseeable or not controllable by the party (Art. 144 Abs. 2 ZPO). Costs of the interim procedure may be advanced by the claimant, whereas the final allocation of costs and compensation remains reserved to the merits proceedings (consid. 1-4).

Gesamter Gesetzestext

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschä fts-Nr.: HE150124-O U/mb

Mitwirkend: Oberrichter Dr. George Daetwyler, Vizepräsident, sowie Gerichts- schreiberin Claudia Feier

Urteil vom 24. April 2014

i n Sachen

A._____ GmbH, Klägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

B._____ AG, Beklagte

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht

Nach Einsicht in die Eingabe der Klägerin vom 26. März 2015 mit folgendem Rechtsbegehren (act. 1 S. 2, Prot. S. 3, sinngemäss): 1. Es sei das Grundbuchamt C._____ anzuwei sen, zu Gunsten der Klägerin auf dem im Eigentum der Beklagten stehenden Grund- stück, Grundbuch Blatt ... Kat.-Nr. ..., D.-Strasse ..., C., ein Bauhandwerkerpfandrecht vorläufig zu errichten für eine Pfandsumme von Fr. 38'182.35 zuzüglich 5% Zins auf C HF 29'350.10 seit 5. Dezember 2014 und auf CHF 8'832.25 seit 19. Januar 2015; 2. es sei die Eintragung superprovisorisch, d.h. ohne vorgängige Anhörung der Beklagten vorzunehmen; 3. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der be- klagten. in der Erwägung, dass das Handelsgericht des Kantons Zürich das Bauhandwerkerpfandrecht mit Verfügung vom 26. März 2015 im beantragten Umfang i m Grundbuch ei ntragen liess (act. 4, 6), dass innert Frist keine Stellungnahme der Beklagten eingegangen ist, weshalb androhungsgemäss aufgrund der Akten zu entscheiden ist, dass aufgrund der Eingabe der Klägerin und der eingereichten Unterlagen (act. 3/1-7) glaubhaft erscheint, dass sie für die eingetragene Pfandsumme auf dem Grundstück der Beklagten im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Arbeit geleis- tet hat, dass die Klägerin mit Einreichung entsprechender Regierapporte weiter glaubhaft gemacht hat, dass letzte Arbeiten am 2. Dezember 2014 ausgeführt wurden, wo- mit die Viermonatsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der vorläufigen Eintra- gung vom 26. März 2015 gewahrt ist (act. 3/4), dass der Klägerin Frist anzusetzen ist, um Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts anzuheben und die Prosequierungsfrist praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen ist, wobei allfällige Gerichtsferien berücksichtigt werden,

dass eine Verlängerung der Prosequierungsfrist möglich ist, aber eines gesonder- ten und begründeten Gesuchs bedarf (Art. 144 Abs. 2 ZPO), welches in einem kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt wird, und als zureichende Gründe für eine Fristerstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO nur entweder die Zustimmung der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beeinflussba- re Hinderungsgründe anerkannt werden, dass die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 8 Abs. 1 GebV OG auf CHF 2'200.– festzusetzen und einstweilen von der Klägerin zu be- zi ehen i st, dass die Regelung der Entschädigungsfolgen grundsätzlich dem Gericht im or- dentlichen Verfahren vorzubehalten ist, erkennt das Einzelgericht: 1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu- figer Eintragung gemäss Verfügung vom 26. März 2015 bis zur rechtskräfti- gen Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses auf Liegenschaft Kat. Nr. ..., GBBl. ..., D.-Strasse ..., ... C., für eine Pfandsumme von CHF 38'182.35 zzgl. Zins zu 5 % auf CHF 29'350.10 seit 5. Dezember 2014 und auf CHF 8'832.25 seit 19. Januar 2015. 2. Der Klägerin wird – auch unter Berücksichtigung allfälliger Gerichtsferien – eine einmalige Frist bis 26. Juni 2015 angesetzt, um eine Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Beklagte anzuheben. Bei Säumnis kann die Beklagte den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) löschen las- sen. 3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 2'200.–.

  1. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Klägerin bezogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfolgenden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Klägerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr die Kosten de- finitiv auferlegt. 5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden ordentlichen Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Klägerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____. 7. Ei ne bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt CHF 38'182.35. Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG). Züri ch, 24. April 2015

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Gerichtsschreiberin:

Claudia Feier

Schlagwörter

construction lienprovisional registrationdeadlinetimelinessinterim reliefcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the provisional construction lien registration should be confirmed.

Extrahierter Entscheid

Yes. The court confirmed the provisional entry for CHF 38,182.35 plus interest as requested.

Extrahierte Begründung

The plaintiff made the claimed construction work and the timeliness of the lien application plausible; the four-month period under Art. 839(2) ZGB was met.

Kernrechtsfrage

Time limit to start the action for definitive registration of the lien.

Extrahierter Entscheid

The plaintiff was given a one-time deadline until 2015-06-26 to file the action, with potential deletion of the provisional entry upon default.

Extrahierte Begründung

A prosecution period had to be set, taking court holidays into account; any extension would require a separate reasoned request under Art. 144(2) ZPO.

Kernrechtsfrage

Court costs and party compensation.

Extrahierter Entscheid

Court fees were set at CHF 2,200 and charged provisionally to the plaintiff; final allocation and compensation were reserved for the later ordinary proceedings.

Extrahierte Begründung

Costs in the interim stage were fixed under the cantonal fee schedule, while compensation was reserved for the main proceedings.

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