Provisional construction lien partially confirmed after claim reduction

HE130315Handelsgericht02.12.2013Partially Granted

Zusammenfassung

The Zurich Commercial Court dealt with an application for a provisional construction lien. After the claimant reported a partial payment, it reduced the lien request by CHF 399,713.80. The court discontinued the proceedings as moot for that withdrawn part and ordered deletion of the provisional entry to that extent. For the remaining CHF 253,159.10, it confirmed the provisional lien, finding the statutory prerequisites and the four-month filing period satisfied. The claimant was given until 17 February 2014 to bring the merits action for recognition of the claim and definitive registration. Court costs of CHF 4,000 were charged to the claimant; final allocation of costs and compensation was reserved.

Regest

Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3, Art. 839 Abs. 2 and Art. 961 ZGB; provisional construction lien: effect of partial withdrawal and requirements for confirmation. Where the applicant reduces the request after a partial payment, the proceedings are discontinued as moot to the withdrawn extent and the corresponding provisional entry must be deleted. The provisional lien is maintained only to the extent that the file renders the lien right neither excluded nor highly improbable. For a lien based on materials supplied and work performed, the court must also verify compliance with the four-month period under Art. 839 Abs. 2 ZGB. A provisional entry requires the applicant to file the merits action within a set time limit, failing which deletion may be sought by the opposing party.

Gesamter Gesetzestext

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE130315-O U/ee

Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Heinrich Andreas Müller, Vizepräsident, sowie die Gerichtsschreiberin Claudia Feier

Verfügung und Urteil vom 2. Dezember 2013

in Sachen

A._____ AG, Klägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X2._____

gegen

B._____ AG, Beklagte

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht

Nach Einsicht in das folgende Rechtsbegehren der Klägerin vom 7. November 2013 (gleichentags überbracht; act. 1 sinngemäss): 1. Das Grundbuchamt C._____ sei gerichtlich anzuweisen, zuguns- ten der Gesuchstellerin auf Grundbuchblatt ..., Liegenschaft, Ka- taster Nr. ..., D._____-Strasse ..., ..., ..., ... Zürich, ein Bau- handwerkerpfandrecht in der Höhe von CHF 652'872.90, nebst Zins zu 5% seit 19. Oktober 2013, vorläufig einzutragen. 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Ge- suchsgegners. 3. Die Massnahme gemäss vorstehender Ziff. 1 sei vorab superpro- visorisch anzuordnen, sodass die Eintragung im Grundbuch bis spätestens am 8. November 2013 erfolgt. mit dem Hinweis, - dass das Einzelgericht am Handelsgericht des Kantons Zürich das beantrag- te Bauhandwerkerpfandrecht mit Verfügung vom 7. November 2013 im Um- fang von 652'872.90 nebst Zins zu 5 % seit 19. Oktober 2013 vorläufig im Grundbuch eintragen liess, - dass die Klägerin mit Eingabe vom 13. November 2013 mitteilte, dass nach Stellung des Gesuchs um vorläufige Eintragung eine Zahlung von CHF 399'713.80 zulasten der Pfandsumme geleistet worden sei, weshalb sich diese auf CHF 253'159.10 nebst Zins zu 5 % seit 19. Oktober 2013 und Zins zu 5 % auf CHF 399'713.80 vom 19. Oktober 2013 bis zum 10. Novem- ber 2013 reduziere (act. 8), - dass die Beklagte keine Stellungnahme zum Begehren der Klägerin und dessen Reduktion einreichte, - dass dementsprechend das Verfahren im Umfang von CHF 399'713.80 zu- folge Rückzugs des Begehrens als gegenstandslos abzuschreiben ist, da aufgrund der Eingabe der Klägerin und der eingereichten Unterlagen (act. 1, act. 3/1-21) weder ausgeschlossen noch höchst unwahrscheinlich erscheint,

  • dass sie für die reduzierte Pfandsumme von CHF 253'159.10 auf dem Grundstück der Beklagten im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Material geliefert und Arbeit geleistet hat, und - dass sie (unter anderem) am 11. Juli 2013, vom 15. bis 19. Juli 2013 und vom 22. bis 26 Juli 2013 vertraglich geschuldete Arbeiten ausgeführt hat, die Viermonatsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der vorläufigen Eintragung am 7. November 2013 (act. 7) somit gewahrt ist, verfügt das Einzelgericht: 1. Das Verfahren wird zufolge Rückzugs des Begehrens im Umfang von CHF 399'713.80 als gegenstandslos abgeschrieben. 2. Das Grundbuchamt C._____ wird angewiesen, das aufgrund der Verfügung vom 7. November 2013 zugunsten der Klägerin und zulasten des Grund- stücks der Beklagten vorläufig eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht wie folgt zu löschen: auf Liegenschaft Kat. Nr. ..., GBBl. ..., D.-Strasse ..., ..., ..., ... Zürich für eine Pfandsumme von CHF 399'713.80. 3. Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Urteil. Sodann erkennt das Einzelgericht: 1. Im darüber hinausgehenden Umfang wird die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C. bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläufiger Eintragung gemäss Verfügung vom 7. November 2013 bis zur rechtskräftigen Erledigung des gemäss nachfol- gender Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses auf Liegenschaft Kat. Nr. ..., GBBl. ..., D._____-Strasse ..., ..., ..., ... Zürich

für eine Pfandsumme von CHF 253'159.10 nebst Zins zu 5 % seit 19. Okto- ber 2013 und Zins zu 5 % auf CHF 399'713.80 vom 19. Oktober 2013 bis zum 10. November 2013. 2. Der Klägerin wird eine Frist bis 17. Februar 2014 angesetzt, um beim zu- ständigen Gericht eine Klage auf Feststellung der Forderung als Pfandsum- me und definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Beklagte anzuhe- ben. Bei Säumnis kann die Beklagte beim Handelsgericht Zürich den vorläu- figen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils) löschen lassen. 3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 4'000.–. 4. Die Kosten werden von der Klägerin bezogen. Vorbehalten bleibt der end- gültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Klägerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, wird ihr die Entscheidgebühr definitiv auferlegt. 5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im ordentlichen Verfahren vorbehalten. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____. 7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Strei t- wert beträgt CHF 652'872.90. Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).

Zürich, 2. Dezember 2013

_____________________________________ HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Einzelgericht

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. C. Feier

Schlagwörter

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