Dismissal after withdrawal of provisional mechanics’ lien request

HE130218Handelsgericht09.08.2013Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The claimant applied for provisional registration of a mechanics’ lien over a property in Zürich for CHF 111,405.65 plus interest. The court had initially ordered the provisional entry ex parte. After the defendant paid the underlying debt, the claimant withdrew the application and requested deletion of the provisional entry. The court struck the matter off as moot, ordered the land registry to delete the provisional lien entirely, set the court fee at CHF 2,000, and charged the costs to the claimant. No party compensation was awarded to the defendant.

Omnilex-Regeste

Art. 241 Abs. 3 ZPO; withdrawal of the application after satisfaction of the underlying claim renders the proceedings moot and leads to discontinuance. In such a case, provisional measures already ordered are to be lifted or undone where they lack any remaining basis. Costs are allocated according to the outcome pursuant to Art. 106 Abs. 1 ZPO; the court fee is determined under the applicable cantonal fee schedule and no party compensation is due absent compensable effort.

Gesamter Gesetzestext

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE130218-O U/mb

Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Heinrich Andreas Müller, Vizepräsident, sowie der Gerichtsschreiber Christian Fischbacher

Urteil vom 9. August 2013

in Sachen

A._____ AG, Klägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X2._____

gegen

Baugenossenschaft B._____, Beklagte

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht

Das Einzelgericht zieht in Erwägung: Mit Eingabe vom 31. Juli 2013 (Datum Poststempel) stellte die Klägerin ein Ge- such um vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts auf der Liegen- schaft Kat. Nr. ..., GBBl. ..., C._____-Strasse ... und ..., ... Zürich, für eine Pfand- summe von CHF 111'405.65 (inkl. MwSt. von 8%) zuzüglich Zins zu 5% seit 26. Juni 2013 (act. 1, siehe insb. den Rechnungsfehler in Rz. 6). Dem Gesuch wurde mit Verfügung vom 2. August 2013 einstweilen ohne Anhörung der Gegen- partei entsprochen und das Grundbuchamt angewiesen, das Pfandrecht vorläufig im Grundbuch einzutragen. Gleichzeitig wurde der Beklagten Frist zur Stellung- nahme zum klägerischen Begehren angesetzt (act. 4; Dispositivziffern 1 und 2). Mit Eingabe vom 7. August 2013 teilte die Klägerin mit, die Beklagte habe die dem Pfandrecht zugrunde liegenden Forderung per 7. August 2013 beglichen, weshalb sie ihr Gesuch zurückziehe und beantrage, es sei das Grundbuchamt anzuweisen, das vorläufig eingetragene Pfandrecht wieder zu löschen (act. 7). Das Verfahren ist daher als gegenstandslos abzuschreiben (Art. 241 Abs. 3 ZPO). Ausgangsgemäss wird die Klägerin kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Hö- he der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des Oberge- richts (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV OG). Vorliegend beträgt der Streitwert CHF 111'405.65. In Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 und § 10 Abs. 1 GebV OG ist die Gerichtsgebühr auf CHF 2'000.– festzusetzen. Der Beklagten ist keine Parteientschädigung zuzusprechen, weil ihr im vorliegenden Verfahren keine wesentlichen Umtriebe angefallen sind. Das Einzelgericht erkennt: 1. Das Geschäft wird abgeschrieben.

  1. Das Grundbuchamt D._____ wird angewiesen, das aufgrund der Verfügung vom 2. August 2013 zugunsten der Klägerin und zulasten des Grundstücks der Beklagten vorläufig eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht vollumfäng- lich zu löschen auf Liegenschaft Kat. Nr. ..., GBBl. ..., C.-Strasse ... und ..., ... Zürich, für eine Pfandsumme von CHF 111'405.65 nebst Zins zu 5 % seit 26. Juni 2013. 3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 2'000.–. 4. Die Kosten werden der Klägerin auferlegt. 5. Der Beklagten wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt D.. 7. Gegen den Kostenentscheid ist eine bundesrechtliche Beschwerde inner- halb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge- richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit- wert des Kostenentscheids entspricht der Gerichtsgebühr.

Zürich, 9. August 2013

H ANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH

Der Gerichtsschreiber:

lic.iur. Christian Fischbacher

Schlagwörter

mechanics' lienwithdrawalmootnessprovisional entryland registercostsparty compensation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the proceedings should be discontinued after the claimant withdrew its request because the underlying claim had been paid.

Extrahierter Entscheid

The case was struck off as moot after withdrawal of the request.

Extrahierte Begründung

Since the secured claim had been settled, the claimant no longer pursued the provisional lien request; the proceedings therefore became moot under Art. 241(3) ZPO.

Kernrechtsfrage

Whether the provisional mechanics’ lien entry had to be deleted from the land register.

Extrahierter Entscheid

The land registry was ordered to delete the provisional mechanics’ lien in full.

Extrahierte Begründung

Because the request was withdrawn after payment of the underlying claim, the provisional registration no longer had a basis and had to be removed.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs and party compensation.

Extrahierter Entscheid

The claimant had to bear the court costs; no party compensation was awarded to the defendant.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome. The defendant incurred no significant expenses justifying compensation.

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