Provisional construction lien entry confirmed

HE130015Handelsgericht12.02.2013Granted

Zusammenfassung

The Zurich Commercial Court confirmed a provisional construction lien entry in favor of A._____ AG for CHF 227,004.80 against B._____ AG’s property. It held that the materials supplied and work performed were sufficiently plausible and that the four-month deadline from completion had been met. The court set A._____ AG a deadline of 2 May 2013 to file the action seeking recognition of the claim and definitive registration; otherwise B._____ AG could have the provisional entry deleted. Court costs of CHF 4,600 were charged to the applicant, while party compensation was reserved for the main proceedings.

Regest

Art. 961 ZGB; Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB; Art. 839 Abs. 2 ZGB; provisional construction lien entry and time limit for the merits action. A provisional registration is to be confirmed where, on the basis of the application and supporting documents, it is not excluded or highly improbable that the claimant furnished materials or work giving rise to a construction lien and the statutory filing period has been observed. In granting the measure, the court must set a deadline for bringing the action for recognition of the claim and definitive registration; if the claimant defaults, the opposing party may seek deletion of the provisional entry. Cost allocation may be reserved for the main proceedings (consid. implicit).

Gesamter Gesetzestext

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE130015-O U/dz

Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Heinrich Andreas Müller, Vizepräsident, sowie der Gerichtsschreiber Christian Fischbacher

Urteil vom 12. Februar 2013

in Sachen

A._____ AG, Klägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

B._____ AG, Beklagte

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht

Nach Einsicht in das folgende Rechtsbegehren der Klägerin vom 17. Januar 2013 (Datum Poststempel; act. 1 S. 2): "Das Grundbuchamt C._____ sei superprovisorisch anzuweisen, zu Gunsten der Gesuchstellerin auf dem Grundstück ... [Adresse], Kataster Nr. ..., Grundbuch Blatt ..., für eine Pfandsumme von CHF 227'004.80 ein Bauhandwerkerpfandrecht im Sinne von Art. 961 ZGB vorläufig im Grundbuch einzutragen; Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der Gesuchsgegnerin." mit dem Hinweis, dass das Einzelgericht am Handelsgericht des Kantons Zürich das Bauhandwerkerpfandrecht mit Verfügung vom 21. Januar 2013 im beantrag- ten Umfang von Fr. 227'004.80 vorläufig im Grundbuch eintragen liess (act. 4) und die Beklagte in der ihr angesetzten Frist keine Stellungnahme zum Begehren einreichte, da aufgrund der Eingabe der Klägerin und der eingereichten Unterlagen weder ausgeschlossen noch höchst unwahrscheinlich erscheint, - dass sie für die superprovisorisch eingetragene Pfandsumme auf dem Grundstück der Beklagten im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Material geliefert und Arbeit geleistet hat, - dass die Klägerin die Arbeiten am 26. September 2012 abgeschlossen hat (siehe act. 1 Rz. 27), die Viermonatsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der vorläufigen Eintragung am 21. Januar 2013 somit gewahrt ist, da die Beklagte keine Parteientschädigung verlangt, unter Hinweis auf Art. 961 Abs. 3 ZGB, erkennt das Einzelgericht: 1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu-

figer Eintragung gemäss Verfügung vom 21. Januar 2013 bis zur rechtskräf- tigen Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses auf Liegenschaft Kat. Nr. ..., GBBl. ..., ... [Adresse], für eine Pfandsumme von CHF 227'004.80. 2. Der Klägerin wird Frist bis 2. Mai 2013 angesetzt, um eine Klage auf Fest- stellung der Forderung als Pfandsumme und definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Beklagte anzuheben. Bei Säumnis kann die Beklagte den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) löschen lassen. 3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 4'600.–. 4. Die Kosten werden von der Klägerin bezogen. Vorbehalten bleibt der end- gültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Klägerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, wird ihr die Entscheidgebühr definitiv auferlegt. 5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im ordentlichen Verfahren vorbehalten. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____. 7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt CHF 227'004.80.

Zürich, 12. Februar 2013

HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH

Der Gerichtsschreiber:

lic.iur. Christian Fischbacher

Schlagwörter

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