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HE120359 ΓÇó Proceedings struck off as moot after cure of organizational defect
HE120359Handelsgericht10.12.2012Other
The Zurich Commercial Court dealt with a claim by the Cantonal Commercial Register Office against A._____ AG in liquidation over an alleged organizational defect. After the missing audit-body arrangement was entered in the commercial register on 20 November 2012, the court held that the matter had become moot and struck the proceedings off. It nevertheless ordered the defendant to bear the CHF 2,200 court fee and to pay CHF 300 in compensation to the plaintiff because the defendant had caused the proceedings to be brought.
Art. 242 ZPO; mootness after cure of an organizational defect: if the mandatory organizational deficiency is remedied during the proceedings, the action is struck off for lack of subject matter. Under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO, costs may be allocated according to equity; the party that caused the proceedings by its conduct may be charged with the court fee and ordered to compensate the opposing party’s expenses under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO.
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE120359-O U/st
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. Helene Lampel
Verfügung vom 10. Dezember 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ AG in Liquidation, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 18. September 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Revisionsstelle (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragung am 20. November 2012, act. 8) kann das vorlie- gende Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Von der Firmaänderung und der Sitzverletzung wird Vormerk genommen. 2. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 5. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen.
lic. iur. Helene Lampel