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HE120357 ΓÇó Proceedings struck out as moot after defect cured
HE120357Handelsgericht14.11.2012Other
The Handelsgericht Zürich dealt with a claim seeking measures for an organizational defect in the defendant company. During the proceedings, the missing provision concerning the audit office was corrected by registration, so the case became moot and was struck off. The court nevertheless allocated costs against the defendant because it had caused the proceedings to be initiated. It fixed the court fee at CHF 2,200 and ordered the defendant to pay the plaintiff CHF 300 as expense compensation.
Art. 242 ZPO; mootness after cure of an organizational defect: if the organizational deficiency invoked in proceedings is remedied before judgment, the case is to be struck off as moot. Costs are allocated according to equity under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO; in particular, the party that caused the proceedings to be initiated may be charged with court costs and ordered to pay an expense allowance under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO.
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE120357-O U/mb
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Christian Fischbacher
Verfügung vom 14. November 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ AG, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 17. September 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Revisionsstelle (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragung am 29. Oktober 2012, act. 6) kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 5 und act. 6, an den Kläger unter Beilage einer Kopie von act. 7.
lic. iur. Christian Fischbacher