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HE120348 ΓÇó Proceedings struck out as moot; costs imposed on defendant
HE120348Handelsgericht27.11.2012Other
The Zurich Commercial Court dealt with an action by the cantonal commercial register office concerning an alleged organizational defect in A._____AG. After the defendant cured the defect by registering a Swiss representation, the court struck the proceedings as moot under Art. 242 ZPO. Although the case became moot, the court held that the defendant had triggered the filing and therefore had to bear the court fee of CHF 2,200 and pay the plaintiff CHF 300 in compensation for inconvenience.
Art. 242 ZPO; mooting of proceedings after cure of the defect; costs allocation in equity under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO and compensation under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO. If the matter in dispute falls away after the action is filed because the alleged defect is remedied, the court strikes the case from the roll for mootness. For costs, the decisive factor is which party caused the proceedings; where the defendant's conduct necessitated the action, the court may impose the court fee on the defendant and grant the plaintiff an expense allowance.
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE120348-O U/mb
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Christian Fischbacher
Verfügung vom 27. November 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____AG, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 11. September 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Vertretung in der Schweiz (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragung am 23. Oktober 2012, act. 7) kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 7.
lic. iur. Christian Fischbacher