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HE120339 ΓÇó Corporate defect case struck out as moot; costs against defendant
HE120339Handelsgericht07.12.2012Dismissed
The Zurich Commercial Court, acting as single judge, dealt with a claim by the Canton of Zurich’s commercial register office concerning an organizational defect at A._____ SA. The defect, namely the absence of a registered audit office arrangement, was cured on 1 October 2012 after the action had been filed. The court therefore struck the proceedings off the roll as moot under Art. 242 ZPO. Because the defendant had caused the proceedings, it was ordered to pay the CHF 2,200 court fee and to reimburse the plaintiff CHF 300 for out-of-pocket expenses.
Art. 242 ZPO; mootness after cure of an organizational defect; cost allocation under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO and compensation under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO. Where the defective statutory organization of a company is remedied during pending proceedings, the action becomes devoid of purpose and is to be struck out. In allocating costs, the court may depart from the ordinary rule and impose them on the party that occasioned the proceedings. An expense allowance may likewise be awarded to the successful party when the defendant's conduct gave rise to the filing of the action (consid. 1-2).
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE120339-O U/mb
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Roger Büchi
Verfügung vom 7. Dezember 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ SA, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 6. September 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Revisionsstelle (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragung am 1. Oktober 2012, act. 5) kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 5.
lic. iur. Roger Büchi