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HE120317 ΓÇó Corporate deficiency cured; proceedings struck off and costs assigned
HE120317Handelsgericht30.11.2012Dismissed
The Zurich Commercial Court dealt with an action for organizational deficiency against A._____ AG because the company lacked a required provision concerning its audit office. After the deficiency was cured through a registry entry on 12 September 2012, the court held that the matter had become moot and struck the case off. The court nevertheless allocated costs to the defendant, finding that it had caused the proceedings. The court set the fee at CHF 2,200 and awarded the plaintiff CHF 300 as an expense indemnity.
Art. 242 ZPO; organizational deficiency cured during proceedings renders the action moot and justifies striking the case off. If the defendant’s conduct occasioned the filing, procedural costs may nevertheless be allocated to the defendant under the court’s discretion pursuant to Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO; an expense indemnity may be awarded under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO. Mootness does not preclude a cost order where the respondent has created the need for litigation.
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE120317-O U/st
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Roger Büchi
Verfügung vom 30. November 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ AG, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 16. August 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Revisionsstelle (act. 2/1). Nach der Man- gelbehebung (Eintragung am 12. September 2012, act. 5) kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 5.
lic. iur. Roger Büchi