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HE120279 ΓÇó Organizational defect case struck off as moot; costs on defendant
HE120279Handelsgericht30.11.2012Dismissed
The Handelsgericht Zürich dealt with a complaint by the Canton of Zurich’s Commercial Register Office concerning an alleged organizational defect in A._____ AG. After the missing audit-revision arrangement was entered in the commercial register, the court held that the case had become moot and struck it off. Because the defendant had caused the proceedings by the earlier defect, the court imposed the CHF 2,200 court fee on it and ordered it to pay the plaintiff CHF 300 as an expense indemnity.
Art. 242 ZPO; mootness after remedial compliance in organizational-defect proceedings: if the defect relied upon in the action is cured during the pendency of the case, the proceedings are to be struck off for mootness. Costs are allocated according to equity under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO; where the defendant’s prior omission occasioned the filing of the action, court costs and an indemnity for expenses may be imposed on the defendant under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO. The decisive factor is who created the need for proceedings, not the formal outcome on the merits.
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE120279-O U/mb
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. Claudia Marti
Verfügung vom 30. November 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ AG, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 17. Juli 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Revisionsstelle (act. 2/1). Nach der Mangel- behebung (Eintragung am 31. Oktober 2012, act. 5) kann das vorliegende Verfah- ren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Von der Firmaänderung, der Sitzverlegung und der neuen Adresse der Be- klagten wird Vormerk genommen. 2. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 5. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen.
lic. iur. Claudia Marti