Corporate deficiency case struck out as moot; costs imposed on defendant

HE120127Handelsgericht27.11.2012Dismissed

Zusammenfassung

The Handelsgericht Zürich dealt with an action for organizational deficiency against A._____ AG in liquidation. When the case was filed, the company lacked provisions concerning the audit office and domicile. After the deficiency was cured by registration on 10 August 2012, the court held that the proceedings had become moot and struck them out under Art. 242 ZPO. Despite the mootness, the court imposed the costs on the defendant because it had caused the proceedings to be brought, and ordered it to pay the plaintiff CHF 300 in compensation for expenses.

Regest

Art. 242 ZPO; mootness after cure of an organizational deficiency; costs under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO and compensation under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO. If the deficiency that gave rise to proceedings for corporate organizational compliance is remedied during the pendency of the case, the action becomes devoid of object and is to be struck out. Cost allocation in such circumstances follows equitable discretion; the party that occasioned the proceedings may be charged with court costs and ordered to compensate the opposing party's expenses.

Gesamter Gesetzestext

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE120127-O U/st

Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. Helene Lampel

Verfügung vom 27. November 2012

in Sachen

Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger

gegen

A._____ AG in Liquidation, Beklagte

betreffend Organisationsmangel

Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 20. März 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Revisionsstelle und Domizil (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragung am 10. August 2012, act. 12) kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 12.

  1. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt CHF 30'000.00. _____________________________________ HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. Helene Lampel

Schlagwörter

organizational deficiencymootnesscost allocationparty compensationcorporate law