Confirmation of provisional mechanics' lien entry

HE120114Handelsgericht02.04.2012Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The plaintiff sought provisional and definitive registration of a mechanics' lien against the defendant's property for CHF 31,490.10 plus interest. The Handelsgericht confirmed the earlier ex parte provisional entry, holding that the claim was not excluded or highly unlikely and that the filing deadline under the mechanics' lien rules was met. Because the works had already been completed, the lien could only be provisionally registered as a capital mortgage, not as a maximum mortgage. The plaintiff was given 60 days to bring the action for definitive registration; otherwise the defendant may seek deletion of the provisional entry. The court fee was provisionally charged to the plaintiff.

Omnilex-Regeste

Art. 837 ZGB, Art. 839 Abs. 2 ZGB, Art. 961 ZGB; provisional mechanics' lien registration after completion of the works. Where the works are already completed, the lien may be entered only as a capital mortgage and not as a maximum mortgage (cf. BGE 126 III 467 E. 4). For provisional registration it suffices that the existence of the claim and lien prerequisites are not excluded or highly unlikely. The court may, under Art. 961 Abs. 3 ZGB, set a period for filing the action for definitive establishment and registration, failing which the owner may seek deletion of the provisional entry. Costs may be provisionally charged pending the main proceedings.

Gesamter Gesetzestext

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE120114-O U/ei

Mitwirkend: Der Oberrichter Peter Helm, Vizepräsident, sowie der Gerichtsschreiber Christian Fischbacher

Urteil vom 2. April 2012

in Sachen

A._____ AG, Klägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

B._____ AG, Beklagte

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht

Nach Einsicht in das folgende Rechtsbegehren der Klägerin vom 12. März 2012 (Datum Poststempel; act. 1): "1. Es sei für eine Handwerkerforderung der A._____ AG, ... [Adresse] ge- genüber der B._____ AG, ... [Adresse], von Fr. 31'490.10 zuzüglich 5% Verzugszins ab 9. März 2012 zu Lasten des Grundstückes der B._____ AG, Grundregisterblatt ..., Kat.-Nr. ..., C._____ ein Bauhandwerkerpfand- recht im Sinne von Art. 837 ZGB mit einer Pfandsumme von Fr. 37'788.00 (Fr. 31'490.10 plus 4 Jahreszinse à Fr. 1'574.50 ergibt Fr. 6'298.00) zu- nächst superprovisorisch vorläufig, hernach vorläufig im Sinne von Art. 961 ZGB, schliesslich definitiv im Grundbuch einzutragen; 2. Es sei zufolge zeitlicher Dringlichkeit ohne Anhörung der Beklagten in ei- ner superprovisorischen Verfügung das Grundbuchamt D._____ anzu- weisen, das in Ziff. 1. hievor beantragte Bauhandwerkerpfandrecht sofort vorläufig im Grundbuch einzutragen; 3. Der Klägerin sei nach Bestätigung der vorläufigen Eintragung Frist anzu- setzen, um Klage auf definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfand- rechts gemäss Ziff. 1. hievor einzureichen. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten." mit dem Hinweis, dass das Einzelgericht am Handelsgericht des Kantons Zürich das beantragte Bauhandwerkerpfandrecht mit Verfügung vom 14. März 2012 im Umfang von Fr. 31'490.10 nebst Zins zu 5% seit 12. März 2012 bis. 11. März 2016 vorläufig im Grundbuch eintragen liess und die Beklagte in der ihr angesetz- ten Frist keine Stellungnahme zum Begehren einreichte, da aufgrund der Eingabe der Klägerin und der eingereichten Unterlagen weder ausgeschlossen noch höchst unwahrscheinlich erscheint, - dass sie für die superprovisorisch eingetragene Pfandsumme auf dem Grundstück der Beklagten im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Material geliefert und Arbeit geleistet hat, - dass die Klägerin die Arbeiten am 25. November 2011 abgeschlossen hat, die Viermonatsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der vorläufigen Eintra- gung am 14. März 2012 somit gewahrt ist, in Erwägung, dass das Bauhandwerkerpfandrecht in analoger Anwendung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 126 III 467 E. 4) nur in der Rechts- form der Kapitalhypothek und nicht – wie von der Klägerin verlangt – als Maxi-

malhypothek begründet werden kann, wenn die Bauarbeiten – wie vorliegend – bereits abgeschlossen wurden, unter Berücksichtigung, dass die Klägerin nur Pfandsicherheit für Verzugszins für vier Jahre verlangt, und es nicht ausgeschlossen oder höchst unwahrscheinlich erscheint, dass der Verzugszins – wie sinngemäss geltend gemacht – seit dem 12. März 2012 geschuldet ist, da die Beklagte keine Parteientschädigung verlangt, unter Hinweis auf Art. 961 Abs. 3 ZGB, erkennt das Einzelgericht: 1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt D._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu- figer Eintragung gemäss Verfügung vom 14. März 2012 bis zur rechtskräfti- gen Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozesses auf Liegenschaft Kat. Nr. ..., GBBl. ...,... Strasse ... C._____,für eine Pfandsumme von Fr. 31'490.10 nebst Zins zu 5 % seit 12. März 2012 bis 11. März 2016. 2. Der Klägerin wird eine Frist von 60 Tagen ab Zustellung dieses Urteils an- gesetzt, um direkt beim zuständigen Gericht eine Klage auf Feststellung der Forderung als Pfandsumme und definitive Eintragung des Pfandrechts ge- gen die Beklagte anzuheben. Bei Säumnis kann die Beklagte beim Han- delsgericht Zürich den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) löschen las- sen. 3. Die Entscheidgebühr von Fr. 1'000.– wird von der Klägerin bezogen. Vorbe- halten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfah- ren. Für den Fall, dass die Klägerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, wird ihr die Entscheidgebühr definitiv auferlegt.

  1. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im ordentlichen Verfahren vorbehalten. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt D._____, je gegen Empfangsbestätigung. 6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).

Zürich, 2. April 2012

H ANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Einzelgericht

Der Gerichtsschreiber:

lic.iur. Christian Fischbacher

Schlagwörter

mechanics' lienprovisional registrationcapital mortgagecompletion of workstime limitcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the provisional mechanics' lien entry should be confirmed as a provisional entry under Art. 961 ZGB and in what amount.

Extrahierter Entscheid

The provisional registration was confirmed for CHF 31,490.10 plus 5% interest from 12 March 2012 to 11 March 2016.

Extrahierte Begründung

The court found it not excluded or highly unlikely that the plaintiff had supplied materials and performed work and that the four-month period was respected; because the work was already completed, the lien could only be constituted as a capital mortgage, not as a maximum mortgage.

Kernrechtsfrage

Whether the plaintiff should be given a deadline to sue for definitive establishment of the claim and registration of the lien.

Extrahierter Entscheid

A 60-day period was set to file an action for determination of the claim as lien amount and for definitive registration; failure would allow deletion of the provisional entry.

Extrahierte Begründung

Under Art. 961 Abs. 3 ZGB, provisional protection requires timely initiation of the main proceedings.

Kernrechtsfrage

How the costs of the interim proceedings should be allocated.

Extrahierter Entscheid

The court fee of CHF 1,000 was charged to the plaintiff, with final allocation reserved for the ordinary proceedings.

Extrahierte Begründung

Because the merits remain to be decided in the main action, the fee was provisionally charged and could become final if the plaintiff fails to sue in time.

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