projekte
HE120074 ΓÇó Case struck out as moot after organizational defect cured
HE120074Handelsgericht03.12.2012Dismissed
The Zurich Commercial Court dealt with an action by the cantonal commercial register office seeking measures for an organizational defect in A._____ AG. At the time of filing, the company lacked a board of directors, but this defect was cured by an entry in the register on 2012-11-27. The court therefore struck the case off as moot. Because the defendant’s deficiency had prompted the proceedings, it was ordered to bear the court fee of CHF 2,200 and to pay the plaintiff CHF 300 as expense compensation.
Art. 242 ZPO; striking off proceedings as moot after cure of an organizational defect. If the defect that formed the basis of the action is remedied during the pending proceedings, the action becomes devoid of object and is to be removed from the docket. Under Art. 107(1)(e) ZPO, costs may be allocated according to equitable considerations; where the defendant’s conduct caused the proceedings, it may be charged with the court costs. A party expense compensation may additionally be awarded under Art. 95(3)(c) ZPO.
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE120074-O U/mb
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Roger Büchi
Verfügung vom 3. Dezember 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ AG, Beklagte
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Im Februar 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten ein Verwaltungsrat (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragung am 27. November 2012, act. 13/1) kann das vorliegende Verfahren zufolge Ge- genstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 13/1.
lic. iur. Roger Büchi