Proceedings struck out as moot; costs borne by defendant

HE120042Handelsgericht28.11.2012Other

Zusammenfassung

The Zurich Commercial Court dealt with an action by the cantonal commercial register office seeking measures for an organizational defect in A._____ GmbH. During the case, the missing required corporate elements were cured by a later registration, so the court struck the proceedings off as moot. Because the defendant had caused the proceedings to be filed, the court allocated the CHF 2,200 court fee to the defendant and ordered it to pay CHF 300 in expense compensation to the plaintiff.

Regest

Art. 242 ZPO; mootness after cure of the defect: if the legally required organizational deficiency of a company is remedied during the pending proceedings, the action loses its subject matter and the case is to be struck off as moot. Under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO, costs may be distributed according to equity; where the defendant’s conduct prompted the filing of the action, it may be charged with the court costs. In addition, an expense compensation may be awarded under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO to the successful party or the party whose procedural expenses were occasioned by the action.

Gesamter Gesetzestext

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE120042-O U/st

Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. Claudia Marti

Verfügung vom 28. November 2012

in Sachen

Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger

gegen

A._____ GmbH, Beklagte

betreffend Organisationsmangel

Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 27. Januar 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Revisionsstelle, Vorsitz der Geschäfts- führung und gültigem Domizil (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragung am 3. August 2012) kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegenstandslosig- keit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien.

  1. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt CHF 30'000.00. _____________________________________ HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. Claudia Marti

Schlagwörter

organizational defectmootnesscost allocationcommercial registerexpense compensation