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HE110709 ΓÇó Organizational-defect case struck off as moot; costs to defendant
HE110709Handelsgericht22.11.2012Other
The Zurich Commercial Court dealt with an action by the cantonal commercial register office seeking measures for an organizational deficiency in A._____ AG. By the time of the decision, the missing entries regarding the auditor, board of directors, and domicile had been corrected, so the case was struck off as moot under Article 242 CPC. The court nevertheless charged the defendant with the court fee and ordered it to pay a CHF 300 expense allowance, because the defendant had caused the proceedings by its omission.
Art. 242 ZPO; organizational deficiency cured during proceedings; mootness and costs. If the object of a request for measures due to an organizational defect in a company ceases to exist because the defect is remedied while the case is pending, the proceedings are to be struck off as moot. For the allocation of costs, the court exercises its discretion under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO; the party whose conduct caused the proceedings may be charged with the court costs and an expense allowance pursuant to Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO (consid. 1-2).
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE110709-O U/st
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Christian Fischbacher
Verfügung vom 22. November 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ AG, Beklagter
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 28. September 2011 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Revisionsstelle, Verwaltungsrat und Domizil (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragungen am 8. Mai 2012 und 3. August 2012) kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegenstandslosig- keit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien.
lic. iur. Christian Fischbacher