Corporate deficiency case struck off as moot; costs on defendant

HE110395Handelsgericht19.11.2012Dismissed

Zusammenfassung

The Zurich Commercial Court dealt with a claim by the canton’s commercial register office concerning an alleged organizational deficiency of A._____ AG. The deficiency was cured during the proceedings by a later registration, so the court struck the case off as moot under Art. 242 CPC. Although the matter became moot, the court held that the defendant had caused the proceedings and therefore had to bear the court fee of CHF 2,200 and pay CHF 300 as a procedural compensation to the plaintiff.

Regest

Art. 242 ZPO; mootness after curing an organizational deficiency; costs under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO and Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO. If the ground for the action disappears because the defect is remedied during the proceedings, the case is to be struck off as moot. For costs, the decisive factor is equitable allocation; the party that gave rise to the proceedings by its conduct may be charged with court costs and ordered to reimburse the opposing party’s expenses, notwithstanding the absence of a merits judgment.

Gesamter Gesetzestext

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE110395-O U/st

Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Christian Fischbacher

Verfügung vom 19. November 2012

in Sachen

Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger

gegen

A._____ AG, Beklagte

betreffend Organisationsmangel

Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 5. Juli 2011 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlten der Beklagten Organe (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragung u.a. am 26. Juli 2012, act. 14) kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegenstandslosig- keit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 14.

  1. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt CHF 30'000.00. _____________________________________ HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Christian Fischbacher

Schlagwörter

organizational deficiencymootnesscost allocationcommercial registerequitable costscorporate law