Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA060131/U/mb Mitwirkende:die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Robert Karrer, Karl Spühler, Paul Baumgartner und die Kassationsrichterin Yvona Griesser sowie der Sekretär Markus Nietlispach Zirkulationsbeschluss vom 7. September 2006 in Sachen X., Klägerin und Beschwerdeführerin gegen Y., Beklagter und Beschwerdegegner betreffend Forderung Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der III. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 11. August 2006 (PN060165/U/Wi)
Das Gericht hat in Erwägung gezogen: 1.a) Am 20. April 2006 machte die Beschwerdeführerin (Klägerin) beim Ein- zelrichter im ordentlichen Verfahren des Bezirkes Zürich (Erstinstanz) eine Forde- rungsklage gegen den Beschwerdegegner (Beklagter) anhängig, mit welcher sie von diesem die Bezahlung von Fr. 5'000.-- verlangte. Mit (Erledigungs-)Verfügung vom 4. Juli 2006 trat der Einzelrichter in der Erwägung auf die Klage nicht ein, dass über die Beschwerdeführerin bereits am 4. April 2006 der Konkurs eröffnet worden sei und ihr daher gemäss Art. 204 SchKG die Befugnis zur Einleitung ei- nes Forderungsprozesses gefehlt habe (OG act. 2). Dagegen erhob die Be- schwerdeführerin kantonale Nichtigkeitsbeschwerde (OG act. 1), auf welche die III. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (Vorinstanz) mit Zirkular- Erledigungsbeschluss vom 11. August 2006 unter Kostenfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin nicht eintrat (OG act. 4 = KG act. 2). b) Gegen diesen der Beschwerdeführerin am 21. August 2006 zugestellten (OG act. 5/1) obergerichtlichen Beschluss richtet sich die vorliegende, innert ge- botener Frist (§ 287 ZPO) eingereichte Nichtigkeitsbeschwerde vom 30. August 2006 (KG act. 1), von deren Eingang den Parteien und den Vorinstanzen mit Schreiben vom 31. August 2006 Kenntnis gegeben wurde (KG act. 4). Darin be- antragt die Beschwerdeführerin die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Gutheissung ihrer vor Vorinstanz erhobenen Beschwerde (KG act. 1 S. 2). c) Wie die nachstehenden Erwägungen (Erw. 2) zeigen, erweist sich die Be- schwerde nach erfolgtem Beizug der vorinstanzlichen Akten (vgl. KG act. 3 und 6) sofort als unzulässig. Deshalb kann von Weiterungen im Sinne von § 289 ZPO abgesehen, d.h. darauf verzichtet werden, sie dem Beschwerdegegner zur freige- stellten Beantwortung und der Vorinstanz zur Vernehmlassung zuzustellen (Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. A., Zürich 1997, N 2 zu § 289 ZPO).
keitsbeschwerde obligatorisch wäre (vgl. § 157 Ziff. 12 GVG in Verbindung mit § 188 GVG). Somit kann mangels Beschwerdefähigkeit des vorinstanzlichen Zirkular- Erledigungsbeschlusses, bei welcher es sich um eine (von Amtes wegen zu prü- fende) Prozess- bzw. Rechtsmittelvoraussetzung handelt, nicht auf die Be- schwerde eingetreten werden (Spühler/Vock, a.a.O., S. 79; Frank/Sträuli/Mess- mer, a.a.O., N 4 vor §§ 259 ff. ZPO [und N 15 f. zu § 108 ZPO]; Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. A., Zürich 1979, S. 491, 494 und 504; Vo- gel/Spühler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. A., Bern 2006, Kap. 13 Rz 49). 3. Bei diesem Ausgang (Nichteintreten) sind die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens in Anwendung der auch im Rechtsmittelverfahren gelten- den allgemeinen Regel (§ 64 Abs. 2 ZPO) der als unterliegende Partei zu be- trachtenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (vgl. Guldener, a.a.O., S. 406, Anm. 6/a). Da dem Beschwerdegegner vor Kassationsgericht keine entschädi- gungspflichtigen Kosten und Umtriebe (im Sinne von § 68 Abs. 1 ZPO) entstan- den sind, fällt die Zusprechung einer Prozessentschädigung ausser Betracht. Das Gericht beschliesst: 1. Auf die Nichtigkeitsbeschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Gerichtsgebühr für das Verfahren vor Kassationsgericht wird festgesetzt auf: Fr.100.-- ; die weiteren Kosten betragen: Fr.110.-- Schreibgebühren, Fr.95.-- Zustellgebühren und Porti. 3. Die Kosten des Verfahrens vor Kassationsgericht werden der Beschwerde- führerin auferlegt.