Allocation of tendering costs to development cost perimeters

BRKE II Nr. 0311/2000Baurekursgericht05.12.2000Partially Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The court held that the costs of drafting a specification for engineering services in connection with development works are construction costs within the meaning of §169 PBG and §14 QPV. They are not procedural costs under §15 QPV. Because the specification concerned all development works, the costs can and should be allocated across all development cost perimeters. The appeal succeeded on this point.

Omnilex-Regeste

§169 PBG i.V.m. §14 und §15 QPV; Einordnung von Submissionskosten und Abgrenzung zu Verfahrenskosten. Kosten für die Submission zur Vergabe von Bauarbeiten gehören zu den Baukosten der Erschliessungsanlagen und sind als Erschliessungskosten zu tragen. Als Verfahrenskosten gelten nach §15 QPV nur die bis zum grundbuchlichen Vollzug und zur Vermessung anfallenden Ingenieurarbeiten, nicht hingegen projektierungs- oder realisierungsbezogene Leistungen. Bezieht sich das Pflichtenheft auf sämtliche Erschliessungswerke, ist eine Verteilung auf alle Kostenperimeter sachgerecht und ohne Weiteres möglich (E. 6c).

Gesamter Gesetzestext

BRKE II Nr. 311/2000 vom 5. Dezember 2000 in BEZ 2001 Nr. 26 6. c) Das von der Vorinstanz angeführte Argument, die strittige Rechnung beziehe sich auf alle Erschliessungswerke, weshalb sie nicht einem einzelnen Erschlies- sungskostenperimeter belastet werden könne, entbehrt der Sachlogik. Wie aus §169 PBG in Verbindung mit §14 QPV hervorgeht, sind die Kosten für die Submission zur Vergabe der Bauarbeiten Bestandteil der Baukosten für die Erschliessungsanlagen. Die Submissionskosten für die Erstellung eines Pflichtenheftes der Ingenieurarbeiten gehen somit zulasten der Erschlies sungskosten. Auch §15 QPV lässt keinen anderen Schluss zu, werden doch nur diejenigenIngenieurarbeiten als Verfahrenskosten anerkannt, die bis und mit dem grundbuchlichen Vollzug und der Vermessung anfallen, nicht aber die- jenigen, die sich auf Projektierung und Realisierung der Erschliessungswerke beziehen. Da sich das Pflichtenheft nach den Angaben der Vorinstanz auf sämtliche Erschlies- sungswerke bezieht, ist es naheliegend und ohne erkennbare Schwierigkeiten möglich, das Kostenbetreffnis auf alle Erschliessungskostenperimeter zu verteilen. Der Rekurs erweist sich in diesem Punkt als begründet.

Schlagwörter

development coststendering costsengineering servicescost allocationplanning law

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the costs of preparing a tender/specification for engineering work may be allocated to one development cost perimeter.

Extrahierter Entscheid

Yes. Such tendering costs are part of the construction costs for the development facilities and should be allocated to the development costs; because the specification related to all development works, the amount can be distributed across all development cost perimeters.

Extrahierte Begründung

Under §169 PBG in conjunction with §14 QPV, tendering costs for the award of construction work are part of the construction costs of the development facilities. §15 QPV does not support treating project-planning and realization-related engineering work as procedural costs; only costs up to land-register completion and surveying qualify. Since the specification covered all development works, allocating the cost across all perimeters is logical and feasible.

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