Building height rules after revision of planning law

BRKE II Nr. 0140/1993Baurekursgericht14.09.1993Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appeal concerned whether a proposed building of 8.04 m exceeded the permissible height in zone E2/30. The court held that the revised planning statute governed the calculation of building height, using 3.3 m per full storey plus 1.5 m for the raised ground floor. The former municipal rule fixing two full storeys and 7.5 m was only declaratory and did not amount to a valid derogation after the revision. As a result, the permissible height was 8.10 m and the project complied with the rules.

Omnilex-Regeste

§ 279 Abs. 1 aPBG; § 279 Abs. 1 PBG; Art. III Abs. 3 Revisionsgesetz; building height calculation and municipal derogations: Where the cantonal planning legislation prescribes a standard formula for determining building height from the number of full storeys, municipalities may depart from that formula only if the statute expressly allows it. A pre-existing municipal provision fixing storey number and resulting building height may be merely declaratory and lose independent normative significance after statutory revision unless the municipal legislature expressly adapts it to the new cantonal regime. Transitional provisions preserving earlier rules must be interpreted restrictively; provisions not listed therein do not remain applicable. The decisive criterion is therefore the building-height maximum derived from the current statutory formula, not the historical municipal figure (consid. 3a).

Gesamter Gesetzestext

BRKE II Nr. 140/1993vom 14. September 1993 in BEZ 1993 Nr. 34 3. a) Strittig ist, ob das geplante 8,04 m hohe Gebäude die Vorschriften über die Gebäudehöhe einhalte. Nach Ziff. 4.1 BauO der Gemeinde X. sind in der Zone E2/30 zwei Vollgeschosse und ein (anrechenbares) Dachgeschoss zulässig. Die maximale Gebäudehöhe beträgt 7,5 m. Der Rechtsauffassung der Vorinstanz, wonach die höchstzulässige Gebäude- höhe überschritten sei, kann nicht gefolgt werden. Nach § 279 Abs. 1 aPBG (in der Fassung vom 7. September 1975) waren für die Bestimmung der Gebäudehöhe auf Grund der erlaubten Vollgeschosszahl eine Bruttogeschosshöhe von 3 m und zu- sätzlich 1,5 m für die Erhebung des Erdgeschosses anzusetzen. Gemäss § 279 Abs. 1 PBG (in der auf den 1. Februar 1992 in Kraft gesetzten revidierten Fassung vom 1. September 1991) ist dort, wo die Bau- und Zonenordnung nichts anderes bestimmt, für die Gebäudehöhe nunmehr eine Bruttogeschosshöhe von 3,3 m zu Grunde zu legen. Hinzu kommen wie bisher1,5 m für die Erhebung des Erdgeschosses. Ziff. 4.1 BauO wurde vor der Revision des Planungs- und Baugesetzes geschaffen. Selbst wenn die Vorschrift neben der Festsetzung der Vollgeschosszahl das Mass von 7,5 m für die Gebäudehöhe nicht genannt hätte, würde dieses dennoch in der Zone E2/30 zwingend Geltung gehabt haben, da es den Gemeinden - mit Ausnahme der Regelungen für Kernzonen (vgl. § 50 Abs. 3 aPBG) - nicht erlaubt war, von den in §279 Abs. 1 aPBG gestatteten Ansätzen zur Bestimmung der Gebäudehöhe ab- zuweichen. Mit der Festsetzung von zwei Vollgeschos sen ergab sich demnach per se eine Gebäudehöhe von 7,5 m. Insoweit hatte daher Ziff. 4.1 BauO rein deklarato- rischen Charakter, und es kann die Bestimmung nach der Inkraftsetzung des neuen Rechts nicht einfach als gestützt auf § 279 Abs. 1 (rev)PBG ergangene abweichen- de kommunale Regelung betrachtet werden. Dazu bedürfte es einer sich an die kan- to nale Rechtsänderung anschliessenden ausdrücklichen Erklärung des kommunalen Gesetzgebers. Von der Inkraftsetzung des revidierten Planungs-und Baugesetzes sind zwar verschiedene Bestimmungen ausgenommen, welche bis zur nächsten Re- vision der Bau- und Zonenordnungen, längstens aber auf eine Dauer von fünf Jah- ren ab Inkrafttreten des revidierten Gesetzes anwendbar bleiben (Art. IIIAbs. 3 des Revisionsgesetzes). § 279 PBG zählt jedoch nicht zu diesen Bestimmungen. Gemäss Baueingabe beträgt die Gebäudehöhe 8,04 m. Das zulässige Mass von 8,10 m ist demnach eingehalten.

Schlagwörter

building heightzoningplanning lawmunicipal ordinancetransitional lawstoreys

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the planned building exceeded the applicable maximum building height in zone E2/30 after the revision of the planning statute.

Extrahierter Entscheid

The building height complied with the applicable law; the permissible maximum was 8.10 m, so a height of 8.04 m was allowed.

Extrahierte Begründung

Under the revised § 279 PBG, 3.3 m per full storey plus 1.5 m for raising the ground floor applies unless the zoning ordinance provides otherwise. The municipal rule setting two full storeys and a 7.5 m building height was merely declaratory and did not constitute an express derogation under the revised law. Therefore the revised statutory formula governed, and the project remained within the limit.

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