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Petitionen
Siebzehnte Sitzung - Dix-septième séance
Freitag, 22. März 1996 Vendredi 22 mars 1996
08.00 h Vorsitz - Présidence: Leuba Jean-François (L, VD)
Petitionen Pétitions
95.2016
Petition Glutz Felix Grundwerte der Familie Pétition Glutz Felix Valeurs fondamentales de la famille
Gonseth Ruth (G, BL) unterbreitet im Namen der Kommis- sion für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) den folgen- den schriftlichen Bericht:
Anliegen der Petition
Alle Personen und Familien in der Schweiz sollen ausfindig gemacht werden, welche ernsthafte materielle Not leiden. Um diesen Personen und Familien rasch Nahrung und Unter- kunft zu gewährleisten, sollen mittels dringlicher Beschlüsse Krisenzellen geschaffen werden.
Eine Erklärung über die wesentlichen Grundwerte der Fa- milie soll verfasst und veröffentlicht werden, welche der sy- stematischen Zerstörung dieser wichtigsten menschlichen Institution entgegenwirkt.
Erwägungen der Kommission
Die erste Forderung bezieht sich auf den Bereich der So- zialhilfe, welche im Zuständigkeitsbereich der Kantone liegt. Der Petent schlägt vor, Krisenzellen zu schaffen, ohne zu präzisieren, was für eine Organisationsform damit gemeint ist. Es bleibt unklar, in welchem Sinne die Petition die beste- hende Sozialhilfe verbessern will.
Der Schutz und die Verbesserung der Stellung der Familie in unserer Gesellschaft sind auch der SGK ein zentrales An- liegen. Sie teilt jedoch nicht die Auffassung, dass die Verbrei- tung allgemeiner Erklärungen ein geeignetes Mittel dafür ist. Im Sinne einer Besserstellung der Familie hat sie jedoch im Jahr der Familie einen Entwurf für ein Bundesgesetz über Kinderzulagen ausgearbeitet.
Gonseth Ruth (G, BL) presente au nom de la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique (CSSS) le rapport écrit suivant:
Objet de la pétition
Il y a lieu de rechercher toutes les personnes et familles de Suisse se trouvant dans une situation de détresse matérielle grave. Des cellules de crise devront ensuite être créées par le biais d'arrêtés fédéraux urgents afin de garantir le gîte et le couvert à ces personnes et familles.
Il convient par ailleurs de rédiger et de publier une décla- ration sur les valeurs fondamentales essentielles de la famille afin de lutter contre la destruction systématique de cette ins- titution primordiale.
Considérations de la commission
La première requête a trait à l'aide sociale, domaine de la compétence des cantons. Le pétitionnaire, qui suggère la création de cellules de crise sans préciser toutefois les mo- dalites régissant leur organisation, ne définit pas clairement les perfectionnements qu'il entend apporter aux pratiques ac- tuelles en matière d'aide sociale.
Si la protection et la promotion de la famille dans notre societe constituent certes une preoccupation majeure aux yeux de la CSSS, celle-ci doute que la diffusion de déclara- tions à caractère général ne serve cette cause. La commis- sion a par contre décidé de marquer l'année de la famille en élaborant un projet de loi fédérale sur les allocations pour en- fants.
Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, von der Petition Kenntnis zu neh- men, ihr aber keine Folge zu geben.
Proposition de la commission La commission propose de prendre acte de la pétition sans y donner suite.
Angenommen - Adopté
95.2033
Petition Société vaudoise pour la protection des animaux Exportverbot für Schlachtvieh Pétition Société vaudoise pour la protection des animaux Interdiction de l'exportation d'animaux d'abattage
Haering Binder Barbara (S, ZH) unterbreitet im Namen der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) den folgenden schriftlichen Bericht:
Am 20. Mai 1995 hat die Société vaudoise pour la protec- tion des animaux eine von 11 742 Bürgern unterzeichnete Petition für ein Verbot der Ausfuhr lebender, in der Schweiz gezüchteter Tiere zum Zwecke der Schlachtung im Ausland eingereicht. Die Petition verlangt, dass die Tiere möglichst in der Nähe des Ortes geschlachtet werden, wo sie gehalten worden sind, um ihnen qualvolle Transporte zu ersparen. Das Fleisch dieser Tiere lasse sich problemlos in Kühlwagen transportieren.
Im April 1995 hat die «Schweizer Liga gegen Tierversu- che» eine Petition eingereicht, deren Anliegen sich mit dem- jenigen dieser Petition deckt (Petition 95.2034). Zum Thema problematische Tiertransporte hat auch Nationalrat Ziegler zwei Vorstösse eingereicht (95.1024 und 95.3136), und der Ständerat hat ein Postulat überwiesen, das einen Fähigkeits- ausweis für Tiertransporteure verlangt (Postulat Onken, 95.3022).
Das Thema Tiertransporte war auch Gegenstand vierjah- riger Auseinandersetzungen im Rahmen der EU. Ende Juni 1995 haben sich die EU-Agrarminister auf einen Kompromiss geeinigt, der vom Schweizer Tierschutz als «reine Augenwi- scherei» bezeichnet worden ist.
Erwägungen der Kommission
Die Kommission hat zur Kenntnis genommen, dass die Ex- porte von Schlachtvieh ins Ausland kein Thema sein können, weil keine solchen Exporte stattfinden. Exportiert wird nur Zuchtvieh und zwar unter Bedingungen, die als gut bezeich- net werden können. Anders verhält es sich in vielen Fällen mit Tierimporten aus dem Ausland: Grenztierärzte und Schlachthofdirektoren sind anzuhalten, solche Fälle aufzu- greifen und zu intervenieren.
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Petition Glutz Felix Grundwerte der Familie Pétition Glutz Felix Valeurs fondamentales de la famille
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Jahr
1996
Année
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 95.2016
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
22.03.1996 - 08:00
Date
Data
Seite
557-557
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Ref. No
20 040 019
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