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Motion Frick
Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, die Motion zu über- weisen.
Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, de transmettre la mo- tion.
Präsident: Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzu- nehmen.
Überwiesen - Transmis
95.3051
Motion Frick Änderung des BVG. Witwerrente für alle Pensionskassen Modification de la LPP. Instauration d'une rente de veuf
Wortlaut der Motion vom 2. Februar 1995 Der Bundesrat wird eingeladen, den eidgenössischen Räten eine Änderung des Bundesgesetzes über die berufliche Al- ters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vorzulegen, wo- nach neben der Witwenrente auch der Anspruch auf die Wit- werrente gesetzlich verankert wird.
Texte de la motion du 2 février 1995
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre aux Chambres une modification de la loi fédérale sur la prévoyance profes- sionnelle vieillesse, survivants et invalidité, instaurant une rente de veuf en plus de la rente de veuve actuelle.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Beerli, Bieri, Bisig, Bloet- zer, Brändli, Cavadini Jean, Cottier, Danioth, Delalay, Huber, Küchler, Maissen, Martin Jacques, Meier Josi, Morniroli, Onken, Petitpierre, Piller, Plattner, Prongué, Reymond, Rhi- now, Rüesch, Salvioni, Schallberger, Schiesser, Seiler Bern- hard, Simmen, Ziegler Oswald, Zimmerli (30)
Frick Bruno (C, SZ): Meine Motion lädt den Bundesrat ein, das BVG so abzuändern, dass neben der Witwenrente auch der Anspruch auf eine Witwerrente gesetzlich verankert wird. Ich fasse die Überlegungen, die mich zur Einreichung dieser Motion veranlasst haben, kurz zusammen:
In der Gleichstellung von Mann und Frau ist es nötig, dass auch die Witwerrente eingeführt wird, genau wie die Witwen- rente. Es ist doch eine Geringschätzung der wirtschaftlichen Leistung der Frau, wenn nach ihrem Tod gar kein Finanzbe- darf bejaht wird, wie dies im BVG heute der Fall ist. Die fort- schrittlichen privaten Kassen kennen heute bereits die Wit- werrente. Die öffentlichen Kassen müssen sie einführen; so hat das Bundesgericht entschieden. Aber vielerorts ist sie noch nicht verwirklicht, und einzelne Kassen wünschen das auch nicht. Die Experten sagen, durch die Witwerrente ent- stünde für die Kassen keine nennenswerte Belastung. Darum ist es nötig, die Witwerrente im Gesetz zu verankern. Bei der Beantwortung der Frage, warum ich den Vorstoss als Motion eingereicht habe, kann ich mich auf drei Punkte be- schränken:
Das Bundesgericht hat klar ausgeführt, es brauche eine Gesetzesänderung. Nur durch eine Gesetzesänderung kann die Witwerrente für alle eingeführt werden. Das ist der klare Entscheid des Bundesgerichtes.
Die Frage, wie wir die Witwerrente einführen wollen, wie sie auszugestalten ist, lässt die Motion offen; das kann nach dem Modell der AHV oder nach einem anderen Modell ge-
schehen. Darum geht es heute im Rahmen der Behandlung der Motion gar nicht.
Aus diesen Gründen bitte ich Sie, Frau Bundesrätin, die Mo- tion entgegenzunehmen.
Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: Le Conseil fédéral pro- pose, contrairement à la demande qui vient d'être formulée, de transmettre cette motion sous forme de postulat.
Il lui paraît opportun de souligner que cette révision se fera dans le cadre de la révision ordinaire de la LPP, prévue pour 1995. Cette révision ne se fera finalement qu'en 1996, mais c'est bien dans le cadre de cette révision-là que la motion Frick, plus que légitime et tout à fait opportune, devra être prise en considération.
L'idée de la transmettre sous forme de motion donne à cette revendication un caractère disproportionné par rapport aux autres éléments dont nous devons nous occuper dans le ca- dre de cette révision. C'est la raison pour laquelle le Conseil fédéral est tout à fait disposé à aborder ce problème, à le trai- ter dans le cadre de cette révision, mais vous propose de transmettre la motion Frick sous forme de postulat.
En effet, l'idée, la formulation de la motion - une rente de veuf - a l'air d'être tellement générale et ne précise pas les différentes formes que peut prendre une telle réalisation, qu'il paraît au Conseil fédéral qu'il vaudrait mieux transmettre cette motion sous forme de postulat.
Frick Bruno (C, SZ): Frau Bundesrätin Dreifuss, Sie wollen genau dasselbe wie ich, nämlich in der nächsten Revision eine Witwerrente einführen. Sie sagen, Sie seien offen, wie sie ausgestaltet werden soll. Wir wollen genau dasselbe.
Nun sagen Sie aber, das solle in Form eines Postulates ge- schehen. Ich will nicht kleinlich sein, aber ich meine, wenn wir im Hinblick auf die nächste Revision eine solche Gesetzes- änderung verbindlich verlangen, sei die Form der Motion er- forderlich.
Ich habe nochmals das Ratsreglement konsultiert: Ein Postu- lat verlangt einen Bericht von Ihnen. Den Bericht haben Sie jetzt ja gegeben: Sie erachten diese Gesetzesänderung in der nächsten Revision als nötig. Also ist gar kein Postulat mehr erforderlich, sonst müssten Sie ja einen Bericht machen. Ge- mäss unserer Ratsordnung ist hier eine Motion nötig.
Wir kommen genau zum gleichen Ziel. Beim Postulat müss- ten Sie, Frau Bundesrätin Dreifuss, nochmals Bericht erstat- ten. Das ist überflüssig. Vielmehr muss dieses Anliegen in der nächsten Revision aufgenommen werden. Und dies ent- spricht der Form der Motion. Ich bitte, an der Motion festzu- halten. Sie ist das richtige Mittel.
Präsident: Herr Frick hält an der Motion fest.
Abstimmung - Vote Für Überweisung der Motion 16 Stimmen (Einstimmigkeit)
Schluss der Sitzung um 13.00 Uhr La séance est levée à 13 h 00
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Motion Frick Änderung des BVG. Witwerrente für alle Pensionskassen Motion Frick Modification de la LPP. Instauration d'une rente de veuf
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Jahr
1995
Année
Anno
Band
IV
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
11
Séance Seduta
Geschäftsnummer 95.3051
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
04.10.1995 - 08:30
Date
Data
Seite
1031-1031
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20 026 393
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