E 23 mars 1995
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Motion Csec-CE (94.103)
hin gar nicht so viele gute Projekte zur Verfügung stehen. Ich habe jedoch schon in meinem Eintretensvotum gesagt, dass die Ablehnungsquote ausserordentlich hoch ist; 50 bis 60 Pro- zent der eingereichten Projekte müssen abgelehnt werden, weil die entsprechenden Mittel nicht zur Verfügung stehen. Hier nun eine kleine Öffnung zu machen, einen kleinen zusätz- lichen Mitteleinsatz zu bewilligen, scheint mir gerechtfertigt und sinnvoll, um den Werkplatz Schweiz besser verteidigen zu können.
Es geht auch nicht nur um die 16 Millionen Franken. Diese 16 Millionen Franken, Herr Kollege Schmid, haben einen Mul- tiplikatoreffekt. Es ist so, dass man die Projekte in aller Regel nicht zur Gänze, sondern höchstens bis zu 50 Prozent unter- stützt. Es braucht also immer auch den Tatbeweis der Betriebe selbst, und das ist quasi der Garant dafür, dass es sich um ein zukunftsfähiges Projekt handelt, ausgerichtet auf ein Produkt, das dem beteiligten Unternehmen etwas bringt und an das es wirklich glaubt. Hier geht es also im Endeffekt um wesentlich mehr Mittel, die freigesetzt werden.
Ich bitte auch darum, dass man sich nicht immer nur und sehr pauschal auf das Volk beruft Dieses Volk hat zwar am 12. März ein klares Signal ausgesandt, gewiss, es ist auch im- mer wieder bereit, differenziert zu sparen und die Mittel dort gezielt einzusparen, wo sie eingespart werden können. Es ist aber genauso bereit, Investitionen zu bewilligen, von denen es weiss oder überzeugt werden kann, dass sie arbeitsplatzför- dernd sind und zur Substanzerhaltung der schweizerischen Wirtschaft beitragen.
In diesem Sinne bitte ich Sie, der Kommission zuzustimmen und diese Änderung im Beschlussentwurf zu bewilligen.
Bloetzer Peter (C, VS): Auch ich beantrage Ihnen, der Kom- mission zuzustimmen und den Antrag Schmid Carlo abzu- lehnen.
Ich bin mit Kollege Schmid Carlo einverstanden, dass diese 16 Millionen Franken an und für sich nicht entscheidend sind. Aber wenn Sie jetzt hingehen und diesen Antrag der Kommis- sion ablehnen, geben Sie ein falsches Signal. Wir haben in un- serer Kommissionsarbeit und auch in der Arbeitsgruppe «Technologie» ganz klar die Schlussfolgerung gezogen, dass die Förderung der Innovationskraft unserer Wirtschaft nicht nur ein technisch-organisatorisches Problem ist, sondern dass es auch darum geht, politisch landesweit ein Innovati- onsklima zu schaffen; dass es vor allem darum geht, das Be- wusstsein nicht nur in den Köpfen der Politiker, sondern auch in den Köpfen der Unternehmer - vor allem der kleinen und mittleren Unternehmer - zu verändern. Nur wenn wir das zu- stande bringen, wird es uns gelingen, das Innovationspoten- tial in unserer Wirtschaft auch wirklich umzusetzen.
Vor allem aus dieser Sicht ersuche ich Sie, hier nun nicht ein falsches Signal zu geben, sondern mit der Zustimmung zum Kommissionsantrag zu bekräftigen, dass auch wir gewillt sind, das Unsere beizutragen, dass wir hier eine Priorität setzen und der Auffassung sind, dass das für die Zukunft unserer Wirt- schaft wichtig ist.
In diesem Sinne bitte ich Sie, den Antrag Schmid Carlo abzu- lehnen.
Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Pour la première fois, vous allez me découvrir un côté masochiste, car si j'étais véritablement dans la droite logique de mon propos introductif de tout à l'heure et si je voulais le maximum de moyens pour une opération dont nous avons justifié fondamentalement la raison d'être, je sauterais de joie à l'idée que la commission nous fasse un tel cadeau.
Pourtant, en soldat discipliné, je dois constater que la formule qui est sortie des cerveaux du Conseil fédéral - car c'est bien en général des cerveaux du Conseil fédéral que ces formules sortent - est une formule que nous avons voulue aussi équili- brée que possible entre ceux qui pourraient être appelés à faire des sacrifices; j'entends par là si nous n'obtenions pas ce que nous voulons obtenir par les autres voies, tant en ce qui concerne le crédit de la Suisse pour les programmes de re- cherche communautaires - la décision n'est pas encore prise et la négociation n'est pas finie - qu'en ce qui concerne l'IMS,
dont il se pourrait que l'on doive financer l'opération par ail- leurs.
Le système que propose le Conseil fédéral n'est pas un sys- tème logique, il prendrait en effet sur un budget intérieur ce qui, en cas exceptionnel, manquerait au budget extérieur. Je veux bien admettre qu'il y a là plus qu'une «Schönheitsfehler», mais comme nous ne pouvons pas inventer l'argent, que ce- lui-ci fait cruellement défaut, on s'est résolu à trouver, en cas de péril, une solution qui partage la charge entre plusieurs postes de ces budgets et entre plusieurs départements.
C'est cette solution qui a finalement été retenue dans la ver- sion que nous vous proposons ici; la discipline des armées me pousse à devoir recommander le maintien de la formule du Conseil fédéral, mais je me tournerai avec pudeur si une majo- rité allait dans un autre sens. Du point de vue de l'orthodoxie fi- nancière, je dois défendre la position du gouvernement.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission Für den Antrag Schmid Carlo
20 Stimmen 10 Stimmen
Art. 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 31 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Nationalrat - Au Conseil national
95.3079
Motion WBK-SR (94.103) Kommission zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Keine Kürzungen Motion Csec-CE (94.103) Commission pour l'encouragement de la recherche scientifique. Pas de réductions
Wortlaut der Motion vom 21. Februar 1995 Der Bundesrat wird beauftragt, die Kredite für die Aktivitäten der KWF von weiteren Kürzungen auszunehmen.
Texte de la motion du 21 février 1995 Le Conseil fédéral est chargé d'exclure de toute autre réduc- tion les crédits en faveur des activités de la Cers.
Iten Andreas (R, ZG), Berichterstatter: Warum hat sich die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur überhaupt durchgerungen, eine Motion einzureichen? Wenn diese Vor- lage, wie die frühere auch, der linearen Kürzung unterliegt, dann sind die politischen Vorstösse und Erklärungen, die von verschiedener Seite her gemacht worden sind, blosse «Wort- Tiger». Diese Vorstösse, die zum Thema der Kommission zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (KWF) gemacht worden sind, kommen von der GPK Wir haben schon im No- vember 1990 entsprechende Empfehlungen abgegeben. Es gibt dazu Thesen des Vororts und des Schweizerischen Han- dels- und Industrievereins vom Mai 1994. Am 2. September
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Motion des Nationalrates
1994 - Herr Cavadini Jean hat heute darauf hingewiesen - hat die CVP einen entsprechenden Vorstoss unternommen. In diese Richtung gehen auch eine Gruppe von hochstehenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft unter dem Vorsitz von alt Nationalratspräsident Bremi und eine neueste Motion von Herrn Wick.
Allen Interventionen gemeinsam ist die Überzeugung, dass ein fühlbarer Rückgang der Arbeitslosigkeit nur über eine Stär- kung der Innovationskraft der KMU erwartet werden kann. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur will, dass der Bundesrat, aber auch die Finanzkommission, die KWF- Mittel von kommenden Kürzungsrunden ausnimmt.
Wie sehr dies nötig ist, belegen die Erfahrungen der laufenden Rahmenkreditperiode. Obwohl von verschiedener Seite schon seit Jahren eine quantitative und qualitative Stärkung - ich habe sie erwähnt - der KWF postuliert wird, sind die KWF- Mittel 1992 bis 1995 mit 21 Prozent überdurchschnittlich ge- kürzt worden. Die durchschnittliche Kürzung der Forschungs- mittel, ich habe es vorhin bereits in einem anderen Zusam- menhang gesagt, liegt bei etwa 18 Prozent. Schon 1992 hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur einen entsprechenden Brief an die Finanzkommission gerichtet - ohne Erfolg.
Weltweit werden die Anstrengungen zur Umsetzung wissen- schaftlicher Erkenntnisse in auf dem Markt erfolgreiche Pro- dukte gesteigert. Ich glaube, dass die KWF dazu das einzige Instrument auf der Ebene des Bundes ist, das nach dem Willen des Gesetzgebers diese Umsetzung fördern muss. Ich beantrage Ihnen, die Motion zu überweisen.
Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Le Conseil fédéral propose de rejeter la motion. En effet, même tonalité et même raisonnement que tout à l'heure: la motion part d'un sentiment de conviction, je dirais même d'enthousiasme de la part de la commission pour ces activités-là Le Conseil des Etats pro- pose en outre que les finances qu'on affecte à ces activités soient en quelque sorte des postes tabous, auxquels tous les raccourcissements du monde ne peuvent rien, les raccourcis- sements c'est pour tous les autres postes, mais pas pour ce- lui-là.
Il est évident que cet a priori, que créerait ainsi l'acceptation de la motion, engendrerait une situation peu orthodoxe en ma- tière de politique financière, créant en quelque sorte un précé- dent contre lequel les plus rugueux effets de parcimonie ou d'économie ne pourraient théoriquement rien. Surtout, il ris- querait d'engendrer, par contagion, des exemples de cet or- dre dans d'autres domaines. On aurait ainsi en quelque sorte un budget comportant deux catégories de dépenses: les dé- penses auxquelles il est absolument interdit de toucher, et celles sur lesquelles la volonté d'économiser peut jouer libre- ment. Ce n'est évidemment pas une approche très saine ni très cohérente de l'affaire.
Quand bien même - je dois le dire au rapporteur - il est clair que, dans le domaine des dépenses pour la recherche et le développement, celles de notre département ne sont, et de loin, pas les plus importantes. Ce sont celles sur lesquelles ont porté proportionnellement les plus grandes restrictions parmi les tâches ordinaires - je ne parle pas des tâches nouvelles - et, dès lors, on aurait le droit d'attendre un certain apaisement dans la fureur d'économie, pour ces dépenses-là. Je crois que le système proposé, néanmoins, ne permet pas d'accomplir le parcours correctement, et c'est la raison pour laquelle le Conseil fédéral propose de rejeter la motion.
Je suis son porte-parole, et je dirai, non pas la mort dans l'âme, mais avec quelque regret, que ce ne serait pas du bon travail que d'accepter cette motion.
Iten Andreas (R, ZG), Berichterstatter: Ich möchte Ihnen ganz kurz noch meine Meinung bekanntgeben.
Ich habe schon vorher vernommen, dass der Bundesrat diese Motion nicht entgegennehmen will. Ich habe mit den meisten Kommissionsmitgliedern gesprochen, und wir akzeptieren an sich die Argumente, die von Herrn Bundesrat Delamuraz vor- getragen wurden, aber auch die Argumente, die ich von ein- zelnen Mitgliedern der Finanzkommission gehört habe.
Wir verzichten darauf, diesen Vorstoss aufrechtzuerhalten. Ich möchte aber die Motion in Form einer Empfehlung an den Bundesrat weitergeben. Der Bundesrat kann nach dem Bundesbeschluss über die linearen Beitragskürzungen aus wichtigen Gründen Ausnahmen von den linearen Kürzungen machen. Er kann auf gewisse Kürzungen verzichten.
Wir möchten dem Bundesrat empfehlen, in diesem ganz speziellen Fall auf sogenannte lineare Kürzungen zu verzich- ten, sehen aber, dass wir mit der Motion hier nicht zum Ziel kommen.
In diesem Sinne hoffe ich, Herr Bundesrat, dass Sie diese Empfehlung wenigstens entgegennehmen.
Präsident: Wenn ich Herrn Iten richtig verstehe, hat er na- mens der WBK die Motion zurückgezogen. Das Geschäft könnte somit als erledigt gelten.
Schmid Carlo (C, Al): Ich habe eine Frage. Es gibt in Artikel 25 Absatz 2 unseres Geschäftsreglementes die Vorstossform der Empfehlung. Jetzt frage ich den Kommissionssprecher, ob er autorisiert ist und ob die Kommission beschlossen hat, die Motion zurückzuziehen, dafür aber eine Empfehlung abzuge- ben. Der Bundesrat müsste sich noch darüber äussern, ob er bereit ist, die Empfehlung anzunehmen, und es wäre noch ab- zuklären, ob der Rat damit einverstanden ist
Präsident: Herr Schmid hat den Kommissionssprecher offen- bar anders verstanden als ich. Ich bin davon ausgegangen, die Motion sei zurückgezogen, und die Empfehlung sei eine Empfehlung im informellen und nicht im formellen Sinne des Geschäftsreglementes.
Iten Andreas (R, ZG), Berichterstatter: Wir haben beides über- legt. Wir haben überlegt, ob wir den formellen Antrag stellen wollen, eine Empfehlung gemäss Geschäftsreglement einzu- reichen. Wir haben uns hier informell unterhalten - es wurde keine Sitzung mehr durchgeführt - und möchten dem Bun- desrat einfach eine informelle Empfehlung abgeben, damit er ganz besonders darauf achtet, in diesem Bereich keine linea- ren Kürzungen durchzuführen. Weiter wollen wir in diesem Au- genblick nicht gehen.
Präsident: Wir können also zuhanden des Protokolls feststel- len, dass die WBK eine rechtlich unbedeutende informelle Empfehlung an die Adresse des Bundesrates gerichtet hat.
Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: J'aimerais juste dire que, dans les négociations internationales, dans les échanges internationaux, les meilleurs papiers sont souvent les «non papers».
Zurückgezogen - Retiré
94.3244
Motion des Nationalrates (Jäggi Paul) Landwirtschaftsgesetz. Änderung von Artikel 31a Absatz 3 Motion du Conseil national (Jäggi Paul) Loi sur l'agriculture. Modification de l'article 31a alinéa 3
Wortlaut der Motion vom 7. Oktober 1994
Der Bundesrat wird eingeladen, Artikel 31a Absatz 3 Buchsta- be b des Landwirtschaftsgesetzes wie folgt zu ändern:
b. legt für die Beitragsberechtigung eine Grenze bezüglich des Einkommens fest.
36-S
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Motion WBK-SR (94.103) Kommission zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Keine Kürzungen Motion Csec-CE (94.103) Commission pour l'encouragement de la recherche scientifique. Pas de réductions
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Geschäftsnummer 95.3079
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Datum 23.03.1995 - 08:00
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